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Remagener Nachrichten
Ausgabe 37/2026
Die Stadtverwaltung informiert
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Seniorensicherheitshinweis des Monats September

Gut vorbereitet für den Ernstfall - Eine Notfallmappe und hinterlegte Kontakte können im Notfall wertvolle Zeit sparen. | KI generiert

 

 

Wenn der Notfall zu Hause passiert – sind Sie vorbereitet?

Es ist ein ganz gewöhnlicher Morgen. Herr Schneider möchte sich in der Küche einen Kaffee kochen. Plötzlich wird ihm schwindelig. Er stürzt und kann nicht mehr aufstehen. Der Rettungsdienst ist schnell vor Ort. Sofort stellen sich den Einsatzkräften wichtige Fragen: Welche Medikamente nimmt Herr Schneider? Hat er Vorerkrankungen? Wen sollen die Einsatzkräfte informieren? Wo befindet sich der Wohnungsschlüssel?

Viele Menschen gehen davon aus, dass im Ernstfall schon alles klappen wird. Doch gerade in einer Notsituation zählt jede Minute. Je besser wichtige Informationen vorbereitet sind, desto schneller und gezielter kann geholfen werden. Besonders hilfreich ist eine Notfallmappe. Sie sollte an einem bekannten und leicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden – zum Beispiel im Flur oder in der Küche. Dort lassen sich alle wichtigen Unterlagen übersichtlich an einem Ort sammeln. So haben Rettungskräfte und Angehörige im Ernstfall schnell Zugriff auf alles Wesentliche. Dazu gehören unter anderem:

* eine aktuelle Medikamentenliste

* Informationen über Allergien und Vorerkrankungen

* Kontaktdaten von Angehörigen oder Vertrauenspersonen

* die Krankenversicherungskarte

* Kontaktdaten der behandelnden Ärztinnen und Ärzte

* medizinische Besonderheiten, beispielsweise Implantate oder ein Herzschrittmacher

* eine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung (falls vorhanden)

* gegebenenfalls eine Zuzahlungsbefreiung der Krankenkasse

Notfallmappen erhalten Sie häufig bei Pflegediensten, Seniorenberatungen, Pflegestützpunkten oder anderen Beratungsstellen. Außerdem finden sich im Internet kostenlose Vorlagen zum Ausdrucken.

Viele Smartphones verfügen über eine Notfallfunktion. Dort können Notfallkontakte und medizinische Informationen hinterlegt werden. Wer Unterstützung bei der Einrichtung benötigt, kann sich an Angehörige, Mobilfunkanbieter oder Fachgeschäfte wenden. In Remagen helfen außerdem die ehrenamtlichen Digitalbotschafter der Gruppe „Technikchaos“ kostenlos weiter. (Die aktuellen Termine finden Sie unter der Terminübersicht des Rheinkommens.) Wer allein lebt oder ein erhöhtes Sturzrisiko hat, sollte außerdem überlegen, ob ein Hausnotrufsystem sinnvoll sein könnte. Ein Notrufknopf als Armband oder Anhänger genügt, um rund um die Uhr Hilfe anzufordern.

Ebenso wichtig ist es, die richtigen Rufnummern zu kennen: 112 wählen Sie bei potenziell lebensbedrohlichen Notfällen, zum Beispiel bei Bewusstlosigkeit, Atemnot, starken Brustschmerzen oder dem Verdacht auf einen Schlaganfall. 116 117 erreichen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden, die ärztlich abgeklärt werden sollten, aber keinen Einsatz des Rettungsdienstes erfordern. Dort erhalten Sie medizinische Beratung. Bei Bedarf wird auch ein Hausbesuch vermittelt. Sprechen Sie außerdem mit Ihren Angehörigen darüber, wo die Notfallmappe aufbewahrt wird und wie sie im Ernstfall Zugang zur Wohnung erhalten können. Ein hinterlegter Ersatzschlüssel bei einer Vertrauensperson kann dabei wertvolle Zeit sparen. Niemand rechnet mit einem Notfall, doch schon wenige Vorbereitungen können im Ernstfall einen großen Unterschied machen. Wer wichtige Informationen griffbereit hält und gemeinsam mit seinen Angehörigen vorsorgt, schafft mehr Sicherheit für sich selbst – und erleichtert zugleich Rettungskräften und Angehörigen die Hilfe. Vorsorge bedeutet nicht, mit dem Schlimmsten zu rechnen. Sie bedeutet, für den Fall der Fälle gut vorbereitet zu sein. Bleiben sie gesund und passen Sie gut auf sich auf!

Stadtverwaltung Remagen, Stefanie Ehlert, Tel. 02642 201117, E-Mail: stefanie.ehlert@remagen.de