Diskussion über die Energiewende: Beim Mini Symposium des Solarvereins Goldene Meile tauschten sich (v. l.) Johannes Pinn, Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt, Magret Zavelberg, Dr. Aribert Peters und Autor Michael Bukowski über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven aus.
REMAGEN. Die Energiewende ist ein Gemeinschaftsprojekt mit vielen Facetten – das wurde beim 16. Mini-Symposium des Solarvereins Goldene Meile in der Rheinhalle deutlich. Im Mittelpunkt stand der Berliner Autor Michael Bukowski, der aus seinem Buch „Deutsches Sonnenmärchen“ las und die Entwicklung der Solarenergie nachzeichnete. Bukowski legte der Zuhörerschaft dar, wie aus anfänglichen Visionen und Widerständen eine Erfolgsgeschichte wurde. Als entscheidenden Meilenstein bezeichnete er das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2000, das weltweit als Vorbild dient. Seine Botschaft: Die Energiewende sei möglich – und verlaufe oft schneller als erwartet.
In der anschließenden Diskussion schilderten Fachleute die Lage vor Ort. Magret Zavelberg (Kreisverwaltung Ahrweiler) verwies auf Fortschritte beim Ausbau von Photovoltaik, während die Windenergie langsamer vorankommt als gedacht. Johannes Pinn (EEGON) sprach von Rückenwind für die Praxis, mahnte aber mehr Austausch zwischen Wissenschaft und Projekten vor Ort an. Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt (TH Köln) betonte die Bedeutung früher Solarpioniere und forderte eine bessere politische Umsetzung. Dr. Aribert Peters (Bund der Energieverbraucher) hob das enorme Potenzial der Solarenergie hervor und plädierte für mehr Handlungsspielraum für die Bürger.
Einigkeit bestand darin: Die Energiewende ist nicht nur eine technische, sondern vor allem eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Vorsitzende des Solarvereins Goldene Meile, Klaus Karpstein, wies am Ende auf die geplante Fortsetzung mit dem 17. Minisymposium am 02.09.2026 zum Schwerpunkt praktische Umsetzung für das Einfamilienhaus hin. Weitere Informationen www.solarverein-goldene-meile.de