So wird die neue Kläranlage aussehen: Die Visualisierung zeigt eine nachhaltige Anlage mit begrünten Flächen, Photovoltaik und öffentlich zugänglichen Bereichen.
REMAGEN. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger informierten sich bei der dritten Informationsveranstaltung des Abwasserzweckverbandes (AZV) Untere Ahr in Kripp über den geplanten Neubau der Kläranlage und den aktuellen Stand der Planungen.
Nach der Begrüßung durch AZV-Vorsteher und Bürgermeister Björn Ingendahl stellten Martin Hoffmann, technischer Werkleiter, und der kaufmännische Werkleiter, Bernd Lischwé, das Projekt vor. Die neue Anlage wird als modernes und nachhaltiges Infrastrukturprojekt umgesetzt, das hohe Anforderungen an Umwelt, Energieeffizienz und Hochwasserschutz erfüllt.
Ein zentrales Anliegen vieler Bürgerinnen und Bürger wurde dabei direkt aufgegriffen. „Wenn Sie heute nichts riechen, werden Sie auch mit der neuen Kläranlage nichts riechen“, betonte Werkleiter Martin Hoffmann.
Neben der technischen Planung soll die Anlage künftig auch für die Öffentlichkeit erlebbar sein. Geplant sind unter anderem ein umlaufender Rad- und Fußweg mit Sitzmöglichkeiten und Informationstafeln sowie ein öffentlich zugängliches Dach eines Betriebsgebäudes, das einen Überblick über das gesamte Gelände ermöglicht – ein Aspekt, der auf besonderes Interesse stieß.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen vor allem Fragen zur geplanten Baustellenanbindung an die B 266 sowie die Gestaltung des neuen Gebäudekomplexes und dessen Einbindung in die Umgebung. Die Fragen wurden ausführlich beantwortet. Der direkte Austausch wurde von vielen als wichtiger Beitrag zu Transparenz und Bürgernähe bewertet.
Die neue Kläranlage ist für rund 175.000 Einwohnerwerte ausgelegt und wird künftig etwa 10,5 Millionen Kubikmeter Abwasser jährlich reinigen.