BROHL. Eine bereits bewährte Gemeinschaft zwischen dem Brohler Kulturverein, der Brohltaleisenbahn und dem Müllerehepaar Rita und Rainer Mosen engagierte sich erneut für Kinder der Leo-Stausberg-Schule. Die „Eulen“ der 3. Schulklasse wurden mit der Schulleiterin Frau Massion durch den Vulkanexpress sogar an der Brohler Schule abgeholt. Die Brohltaleisenbahn, in Person von Andreas Thiel, bot der Klasse zunächst eine informative Führung durch den Lokschuppen.
Mit dem planmäßigen Zug im offenen Waggon ging es dann weiter Brohltal aufwärts zur Schweppenburger Mühle. Müllermeister Rainer Mosen verstand es, die Kinder mit einzubinden und einiges über die Mühlenprodukte zu vermitteln. Natürlich konnte auch die alte Mühlentechnik erklärt und bestaunt werden. Das oberschlächtige Wasserrad, als Motor der Mühle, hat eine Höhe von 7 m und ist 1,60 m breit und trieb so zahlreiche große und kleine Räder über Zahnriemen an. Neben der Erläuterung der Anlage konnten die Kinder auch einzelne Stationen ausprobieren.
Das Interesse war immer dann am größten, wenn die Kinder mit eingebunden wurden, wie etwa beim Absacken von 25 kg Weizenmehl pro Sack. Diese wurden dann etikettiert und mit der Sackkarre durch die Kinder abtransportiert. Über Kinderarbeit gab es an diesem Tag keine Klagen, aber eine Erfrischung hatte man sich verdient, die durch den Brohler Mineral- und Heilbrunnen zur Verfügung gestellt wurde.
Um einiges schlauer fuhren die Eulen wieder mit dem planmäßigen Zug des Vulkanexpress zurück nach Brohl-Lützing. Man darf gespannt sein, wie viele Berufswünsche zum Lokführer oder Zugbegleiter geweckt wurden und ob es in Zukunft Nachfolger für den Müllerberuf geben wird.