Natürlich machte auch Sinzigs Tollität Christian I. seine Aufwartung
Teamwork war beim Spiel "Schnelle Post" gefragt
Nach schnellem Kostümwechsel ging es gleich tänzerisch weiter bei den Meninas
Das erfolgreiche Team aus Löhndorf bei der Siegerehrung
WESTUM. DG. Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit: „Schlag die Möhre“ heißt der beliebte Wettstreit, bei dem Teams aus den einzelnen Stadtteilen in ganz unterschiedlichen Disziplinen bereits seit 2014 gegeneinander antreten. Wegen der Corona-bedingten Pause war es diesmal das 11. Aufeinandertreffen, im rheinischen Fastelovend natürlich eine ganz besondere Zahl. Daniel Kohzer begrüßte die Teams und das zahlreich erschienene närrische Volk. Hierbei wies er darauf hin, dass die Kosten für das Festzelt mit inzwischen 25.000 € diesmal einen Rekordwert erreicht haben. Da Sinzig keine geeignete, ausreichend große Veranstaltungs-Location hat, schlug er -ein wenig süffisant, im Grunde aber sicher durchaus ernst gemeint- vor, dass die Stadt Sinzig doch die Hälfte dieser Kosten übernehmen könne, was mit lautem Beifall aufgenommen wurde. Als Co-Moderatoren fungierten Robin Odenthal und Simone Gasper, die die Instruktionen für die einzelnen Spiele gab. Für so einen Wettstreit braucht es natürlich auch Schiedsrichter: Franz-Hermann Deres, Markus Jüris, Dr. Stephan Schuck und Martin Thormann hatten im Folgenden immer ein waches Auge darauf, dass auch alles mit rechten Dingen zugeht. Um die Stimmung schon etwas anzuheizen, sorgten die Mini-Möhrchen, eine von vier Tanzgruppen der Westumer KG, für den richtigen Einstand. Nach der Vorstellung der Teams zeigten die „Aktiven Möhrchen“, was sie schon draufhaben. Und dann ging es mit den Spielen los. Insgesamt 11 Spiele in drei Blöcken mussten die Teams bewältigen. Hierbei waren ganz unterschiedliche Anforderungen gefragt: Mal ging es um reine Wissensfragen wie zum Beispiel: „Welcher war der dritte James-Bond Film“, oder welches Auto wurde „Schneewittchen-Sarg“ genannt. Dann war körperliche Geschicklichkeit und Gewandtheit gefragt, als man sich komplett um eine Brauereibank drehen musste, ohne dabei den Boden zu berühren. Teamwork war bei „Schnelle Post“ gefragt: Einer faltet, der nächste kuvertiert, Briefmarke drauf, stempeln und schnell in den richtigen Briefkasten zustellen, um nur einige Spiele zu nennen. Natürlich machte auch Sinzigs Prinz Christian I. (Schuldt) mit großem Gefolge dem Murreland seine Aufwartung. Wie nicht anders zu erwarten, bot er dabei wieder eine perfekte Bühnenshow. Nach dem zweiten Spielblock wurde es brasilianisch: In tollen Kostümen fegte eine große Schar Mädels über die Bühne und zeigte atemberaubende Tanzfiguren. Synchronität, tänzerisches Temperament und eine ungeheuer ausdrucksstarke Performance: Man könnte auch einfach sagen: Meninas! Und nach einem schnellen Kostümwechsel ging es noch mal richtig los. Ganz Westum kann wirklich stolz sein auf die vier Tanzgruppen der KG. Das Spektakel neigte sich langsam dem Ende zu. Punktestand vor dem letzten Spiel: Löhndorf 24, Bad Bodendorf 19 und Koisdorf 16. Sinzig und Westum waren etwas abgeschlagen und hätten den Gesamtsieg nicht mehr holen können. Es blieb spannend bis zum Schluss, schließlich holte Westum das letzte Spiel, schob sich mit 21 Punkten noch auf den 2. Platz, und machte damit das Team aus Löhndorf zum Gesamtsieger. Den tänzerischen Abschluss bildeten dann die „Fidelen Möhrchen“ mit einem anmutigen Tänzchen. Ein großer Dank ging abschließend noch an das Bau-, Orga- und Ideenteam. Es ist schon erstaunlich, welche Spiel-Ideen dort entwickelt werden. Das ganze Jahr über wird gesammelt, gebaut, ausprobiert und dann entschieden, welche Spiele am Ende tatsächlich gemacht werden. Zur Siegerehrung kamen noch einmal alle Teams auf die Bühne, ehe den erfolgreichen jubelnden Löhndorfern dann der Siegerpokal überreicht wurde. Es war wieder ein tolles Spektakel. Fastelovend ein klein wenig anders, aber mit viel Stimmung und Freude. Dreimol Westum Alaaf!