Am 81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, bot die Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung ein Online-Zeitzeugengespräch mit der 90-jährigen Ruth Melcer an, die als Kind das KZ Auschwitz überlebte. Auch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Göttenbach-Gymnasiums nahmen im Rahmen des Religionsunterrichts daran teil.
Mit ihren Eltern wurde Melcer als Neunjährige im Sommer 1944 in einem Viehwaggon ins KZ Auschwitz deportiert. Das Schlimmste dort waren für sie der Hunger und die Angst.
Viele Jahre konnte sie nicht über das Erlebte sprechen, dennoch empfindet sie heute eine „innere Verpflichtung gegenüber denen, die gestorben sind.“
Durch ihre Erzählungen bekam das, was allgemein über den Holocaust bekannt ist, ein ganz konkretes Gesicht, was die Schülerinnen und Schüler des Religionkurses von Frau Angela Schumacher sehr betroffen machte. Sie sieht heute Parallelen zu damals. Ruth Melcer schloss mit der Warnung: „Denkt an diese Parallelen, fangt an euch zu wehren, setzt euch JETZT für Demokratie ein!“