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Wittlicher Rundschau
Ausgabe 12/2026
Aktuelles aus der Stadt
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Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Wittlich:

Bürgermeister Joachim Rodenkirch bei seiner Ansprache.

Gruppenfoto anlässlich der Jahresdienstbesprechung (Fotos: Feuerwehr Wittlich).

Rückblick, Ausblick und Ehrungen

Wehrleiter Christian Vollmer hatte am Samstag, 21. Februar, zur jährlichen Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wittlich in den großen Lehrsaal der Einheit 1 – Stadtmitte eingeladen. Neben zahlreichen Feuerwehrangehörigen begrüßte er unter anderem Bürgermeister Joachim Rodenkirch, den Ersten Kreisbeigeordneten Dennis Junk, den Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Jörg Teusch sowie weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung.

In seinem Jahresbericht blickte Vollmer auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück. Insgesamt absolvierte die Feuerwehr Wittlich 324 Einsätze mit 3.759 Einsatzstunden. Der Personalbestand blieb mit rund 150 Kräften stabil. Wichtige Projekte konnten angestoßen oder weitergeführt werden: So wurde der Haushalt für die Ersatzbeschaffung eines neuen Rüstwagens beschlossen, die Umgestaltung der Räumlichkeiten der Einheit 1 begonnen und die Umstellung auf digitale Alarmierung nahezu abgeschlossen. Auch die Einführung einer neuen Feuerwehrverwaltungssoftware ist in vollem Gange und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Im Bereich der Fahrzeugbeschaffung sind ein Mehrzweckfahrzeug für die Einheit 3 sowie ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug für die Einheit 1 bestellt, deren Auslieferung für 2027 erwartet wird. Zudem arbeitet die Stadt derzeit gemeinsam mit einem externen Unternehmen an einem gesetzlich vorgeschriebenen Feuerwehrbedarfsplan, der voraussichtlich Anfang kommenden Jahres fertiggestellt wird.

Ein positives Bild zeichnete Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Monzel von der Nachwuchsarbeit. Die Jugendfeuerwehr zählt aktuell 55 Mitglieder – ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Neben regelmäßigen Übungen und Veranstaltungen stand unter anderem das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Burg/Salm auf dem Programm. Auch die Bambini-Feuerwehr mit 25 Kindern zeigte großes Engagement und konnte erneut Nachwuchs an die Jugendfeuerwehr übergeben.

In seinem Grußwort richtete Bürgermeister Joachim Rodenkirch eindringliche und zugleich anerkennende Worte an die Feuerwehrangehörigen. Er betonte, dass die geleistete Arbeit alles andere als selbstverständlich sei und großen Respekt verdiene – insbesondere angesichts teils belastender Einsätze.

„Ich ziehe meinen Hut vor dem, was Sie leisten. Viele Einsätze sind spektakulär – aber man darf nicht vergessen, dass sie oft auch körperlich und psychisch sehr fordernd sind“, so Rodenkirch. Die Feuerwehrangehörigen stünden in Situationen Verantwortung, in denen andere längst zurücktreten würden.

Gleichzeitig stellte er die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr im Gesamtsystem des Bevölkerungsschutzes heraus. Gerade in Zeiten zunehmender Krisen gewinne deren Rolle weiter an Gewicht. Mit Blick auf aktuelle geopolitische Entwicklungen, insbesondere den anhaltenden Krieg in der Ukraine, machte Rodenkirch deutlich, dass auch der zivile Katastrophenschutz verstärkt in den Fokus rücke.

„Wir erleben derzeit, dass Themen wie zivile Verteidigung und Katastrophenschutz wieder eine ganz neue Bedeutung bekommen. Hier sind Sie ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Systems“, betonte der Bürgermeister.

Besonders hob er auch die gelebte Kameradschaft innerhalb der Wittlicher Feuerwehr hervor. Diese sei ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit und den Zusammenhalt – gerade in schwierigen Zeiten.

„Was hier an Zusammenhalt und Teamgeist gelebt wird, ist nicht selbstverständlich. Genau diesen Geist braucht unsere Gesellschaft – heute mehr denn je.“

Abschließend dankte Rodenkirch nicht nur den Einsatzkräften selbst, sondern auch deren Familien und Arbeitgebern, die das ehrenamtliche Engagement ermöglichen und mittragen.

Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung waren die zahlreichen Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen, die durch Bürgermeister Joachim Rodenkirch vorgenommen wurden:

Daniel Aigeldinger (Einheit 4), Leon-Sebastian Günter (Einheit 1), Ajla Schäfer (Einheit 3), Alexander Vogt (Einheit 2) wurden in den aktiven Feuerwehrdienst verpflichtet und zu Feuerwehrmann-Anwärter bzw. Feuerwehrfrau-Anwärterin ernannt. Louisa Ensch (Standort 1) wurde in den aktiven Feuerwehrdienst verpflichtet und zur Feuerwehrfrau ernannt. Florian Görgen wurde in den aktiven Feuerwehrdienst verpflichtet und zum Oberfeuerwehrmann ernannt. Jan Bauer, Nerman Schäfer (Standort 3), David Fletcher (Standort 2) wurden zum Feuerwehrmann befördert. Tim Bastgen, Tobias Gries, Max Hommerding, Maximilian Kohlei, Alexander Poth, Fabian Wirtz, Sandra Weißkopf (Standort 1) wurden zum Oberfeuerwehrmann bzw. Oberfeuerwehrfrau befördert. Philipp Daus, Sophia Kaufmann, Dominik Rensch, Felix Wenner (Standort 1) wurden zum Hauptfeuerwehrmann bzw. Hauptfeuerwehrfrau befördert. Christian Vollmer (Standort 2) wurde zum Hauptbrandmeister befördert.Lukas Pesch (Standort 1) wurde als Jugendwart der Wache 1 entpflichtet. Jens Weyer (Standort 1) wurde zum Jugendwart der Wache 1 ernannt. Philipp Daus, Jannik Gessinger, Mathis Kaspers, Marius Pesch, Marcel Schmitz (Standort 1) sowie Stefan Greßnich wurden zum Gruppenführer bestellt und zum Brandmeister befördert. Lukas Pesch, Moritz Muscheid (Standort 1) wurden zum Zugführer bestellt und zum Oberbrandmeister befördert. Patrick Rensch (Standort 1) und Markus Simon (Standort 2) wurden zum Verbandsführer bestellt. Andreas Diedrich (Standort 3) wurde auf eigenen Wunsch aus dem aktiven Dienst entpflichtet. Marko Daus, Jannik Gessinger (Standort 1), Sandra Weißkopf (Standort 3) bekamen durch den Bürgermeister das Ehrenabzeichen in Bronze, für 15 Jahre im aktiven Dienst verliehen. Roman Bauer (Standort 3), Steve Nonnweiler (Standort 4), Michael Stoffel (Standort 1) bekamen durch den Kreisbeigeordneten Dennis Junk das Ehrenabzeichen in Gold für 35 Jahre im aktiven Dienst verliehen. Michael Becker, Andreas Fatter, Jürgen Pesch (Standort 1) bekamen das Ehrenabzeichen in Gold für 45 Jahre aktive Dienstzeit.

Auch BKI Jörg Teusch ging auf die Herausforderungen durch gesetzliche Neuerungen im Brand- und Katastrophenschutz ein. Insbesondere die Erstellung von Feuerwehrbedarfsplänen sowie umfangreiche Investitionen in den kommenden Jahren stellen Kommunen vor große Aufgaben. Gleichzeitig berichtete er von wichtigen Beschaffungen auf Kreisebene und der geplanten Entwicklung eines neuen Katastrophenschutzzentrums.

Der Präsident des Kreisfeuerwehrverbandes, Peter Gerhardts, lobte die hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität der Wittlicher Feuerwehr. Er wies zugleich auf die zunehmenden Herausforderungen bei der Nachwuchsgewinnung hin und unterstrich die besondere Bedeutung von Motivation, Teamgeist und Ausbildungsbereitschaft im Feuerwehrdienst.

Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung waren die zahlreichen Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen. Mehrere neue Feuerwehrfrauen und -männer wurden in den aktiven Dienst aufgenommen. Zahlreiche Einsatzkräfte konnten befördert werden, unter anderem bis hin zum Hauptbrandmeister. Zudem wurden verdiente Feuerwehrangehörige für 15, 35 und sogar 45 Jahre aktiven Dienst mit Ehrenabzeichen ausgezeichnet.

Zum Abschluss sprach der Erste Kreisbeigeordnete Dennis Junk den Feuerwehrangehörigen seinen Dank aus. Er betonte, dass der Katastrophenschutz im Landkreis parteiübergreifend als wichtige Gemeinschaftsaufgabe verstanden werde. Investitionen in Personal, Ausstattung und Infrastruktur seien notwendige Schritte, um den zukünftigen Herausforderungen wirksam begegnen zu können.

Die Jahresdienstbesprechung machte deutlich: Die Freiwillige Feuerwehr Wittlich ist sowohl personell als auch organisatorisch gut aufgestellt und leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.