Junge Muslime beseitigten in Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Stadt Wittlich die Überreste der Silvesternacht von Straßen und Plätzen (Fotos: Privat).
Mit einem Friedensgebet und praktischem Engagement für die Stadt ist die Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation ins neue Jahr gestartet. Am frühen Morgen des 1. Januar trafen sich die jungen Muslime zunächst in der Moschee zu einem gemeinsamen Gebet, in dem sie unter anderem für den gesellschaftlichen Frieden und ein respektvolles Miteinander beteten.
Nach einem gemeinsamen Frühstück machten sich die Mitglieder der muslimischen Jugendorganisation auf den Weg in die Wittlicher Innenstadt. Dort beseitigten sie in Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Stadt Wittlich die Überreste der Silvesternacht von Straßen und Plätzen.
Die Maßnahme ist Teil einer bundesweiten Neujahrsaktion der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation, an der sich jährlich mehrere Tausend Jugendliche in mehr als 280 Städten beteiligen. Was vor rund drei Jahrzehnten als kleine Initiative begann, ist inzwischen eine feste Tradition und ein sichtbares Zeichen zivilgesellschaftlichen Engagements.
Der Bundesvorsitzende der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation, Imtiaz Ahmad Shaheen, betont die Bedeutung der Aktion: „Seit nahezu 30 Jahren beginnen unsere Mitglieder das neue Jahr mit einem Friedensgebet und einem sichtbaren Beitrag für ihre Städte. Gerade in Zeiten, in denen kontrovers über Stadtbild und Zugehörigkeit diskutiert wird, ist unsere Botschaft klar: Junge Muslime sind Teil dieser Gesellschaft und übernehmen Verantwortung.“
Das Friedensgebet am Neujahrsmorgen sei ein Moment der Besinnung, so Shaheen weiter. Es stehe für den Wunsch nach Frieden und für das Überwinden gesellschaftlicher Krisen. Das anschließende Aufräumen sei Ausdruck des Anspruchs, die eigenen Heimatorte nicht nur zu bewohnen, sondern aktiv mitzugestalten.
Auch in Wittlich zeige die Neujahrsputzaktion, wie ehrenamtliches Engagement und Zusammenarbeit mit der Stadt einen positiven Beitrag für das Stadtbild und das gesellschaftliche Miteinander leisten können.