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Wittlicher Rundschau
Ausgabe 29/2026
Aus den Stadtteilen
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Von 007, jungen Trommlern, Teitalämmchen und reichlich guter Laune – Eindrücke vom Sommerfest „Lukesinga 2026“

Stimmungsvoll endete das Jubiläumskonzert des Musikvereins Lüxem am Samstagabend auf dem Festplatz in der Dorfmitte: „You raise me up“, mitgesungen von vielen Konzertbesuchern und Festgästen, Feuerzeug oder Handylicht inklusive. Es war die Zugabe eines vielseitigen und anspruchsvollen Konzerts des inzwischen 70 Jahre alten Orchesters, unter der bewährten Leitung von Dirigent Stefan Barth und bereichert durch die Sängerin Meike Anlauff, die den sehr gut gefüllten Festplatz schnell für sich gewinnen konnte. Begonnen hatte das Konzert standesgemäß mit der Hymne „Lukesinga“, eigens von Martin Sebastian Schmitt für den Musikverein Lüxem im Jubiläumsjahr 2023 (1000 Jahre Lüxem) komponiert. Lukesinga – unter dieser Bezeichnung wurde Lüxem im Jahr 1023 erstmals urkundlich erwähnt.

Mit einer weiteren Hymne, nämlich der britischen Königshymne, tauchte das Orchester ein in die Welt einer der legendärsten Rockbands des Vereinigten Königreichs – „God save the Queen“ – und in die Filmmusik rund um den bekanntesten Geheimagenten Ihrer/Seiner Majestät, James Bond. Meike Anlauff begeisterte, begleitet vom Orchester, mit Adeles „Skyfall“, später auch mit Klassikern wie „Hallelujah“ und „Simply the Best“. Ortsvorsteher Matthias Linden, der auch im Namen der Lüxemer Vereine nochmals zum 70-jährigen Jubiläum gratulierte, zog Parallelen zwischen dem Musikverein und dessen Programm und würdigte das „beste Orchester der Region“, welches „Forever Young“ zu bleiben scheint.

Das Jubiläumskonzert des Musikvereins prägte den Samstagabend und war zweifellos eines der Highlights des diesjährigen Sommerfestes der Lüxemer Dorfgemeinschaft, welches seit dem Jubiläumsjahr 2023 seinen festen Platz in „Wittlich’s schönster Tochter“ hat.

Eröffnet wurde „Lukesinga 2026“ am Freitagabend von der „Gerd Blume Show“, präsentiert von der Gruppe „Mexül“. Bereits zum dritten Mal zu Gast in Lüxem, sorgte die Band aus der Eifel erneut für ein Feuerwerk der guten Laune sowie für eine laue und stimmungsvolle Sommernacht. Starke Unterstützung hatten die Musiker vom laut mitsingenden Publikum, den „Sterenbach-Nachtigallen“.

Am Sonntagvormittag trafen sich zum zweiten Mal Lüxemerinnen und Lüxemer, aber auch zahlreiche Gäste, zu einem Musik-Frühstück in Weiß. Unter dem schattenspendenden großen Nussbaum wurde zu Klängen von Susanne Ambrosius und Uwe Lames ausgiebiggebruncht; Urlaubsfeeling pur. Beide präsentierten „feinstes DumDidelDei im Taitalämmchen-Style“. Wer wissen will, warum die Bombogener einst ihren Nachbarn aus Lüxem den Spitznamen „Taitalämmchen“ verpassten, dem sei ein Besuch der nächsten Auflage des Sommerfestes „Lukesinga“ oder ein Blick in die Chronik „1000 Jahre Lüxem“ empfohlen.

Apropos Bombogen: der dortige Musikverein betrachtete die Worte des Lüxemer Ortsvorstehers augenscheinlich als Herausforderung und konnte am Sonntagnachmittag die Festbesucher, die dem Badesee- bzw. Klimaanlagen-Wetter trotzten, davon überzeugen, mindestens das zweitbeste Orchester der Region zu sein. Zuvor unterhielt der musikalische Nachwuchs des MV Lüxem die Gäste; zunächst das Orchester „DeLüx“ unter der Leitung von Susanne Ambrosius und sodann die Lüxemer Drum-Kids, die bewiesen, dass in jedem Haushalt zahlreiche Gegenstände aufzufinden sind, auf die sich wunderbar trommeln lässt – unter anderem „We will rock you“, Lüxem sucht den neuen Roger Taylor.

Den erfahrenen Musikern von PaD („Probe am Dienstag“) gehörte fast schon traditionell der Fest-Kehraus am Sonntagabend; mit einem Repertoire, das insbesondere SWR1-Hörer begeistert.

Ein Programmpunkt (fast) frei von Musik zog die Festbesucher am Sonntag zur Mittagszeit in seinen Bann – „LukeBingo“, zum zweiten Mal humorvoll und schlagfertig präsentiert von René Pschierer, professionell unterstützt von Michaela Linden-Kaspari und Birgit Bremer. Jung und Alt spielten mit und die Spannung war bei allen spürbar. Der Sieger durfte sich über immerhin 300 EUR „Kirmesgeld“ freuen. „LukeBingo“ 2027? Schon beschlossen…

Zufrieden zeigten sich die Organisatoren der IG Lukesinga – bestehend aus Dorfverein, Musikverein, Sportverein und der Gruppe „Mexül“ – mit dem diesjährigen Sommerfest und bedankten sich bei allen Gästen sowie und insbesondere den zahlreichen Helferinnen und Helfern, ohne deren Einsatz dieses Fest nicht möglich gewesen wäre. In diesen Dank eingeschlossen wurden auch die beiden Gastropartner der Veranstaltung, der Gastronomiebetrieb Krimmel mit seinem reichhaltigen Fest-Catering und Getränke W. Eifel aus Trier. Daneben ließen sich die Besucherinnen und Besucher unter anderem auch selbstgebackenen Kuchen der Lüxemer Frauen, Flammkuchen frisch aus dem Backofen, vor Ort zubereiteten Spießbraten mit Kartoffeln aus der Pfanne, Wein der Wittlicher Winzer und natürlich auch Eis aus der Mühlenbäckerei Lüxem schmecken.

Lukesinga 2026 – Musik und Kulinarik, aber vor allem auch Zeit für gute Gespräche. Fortsetzung folgt.

(Collage: Stephan von St. Vith, Fotos: Valentin Klas und Stephan von St. Vith)