Am 24. November fand im Emil-Frank-Institut in der Schloßstraße 10 der Workshop ‚Antisemitismus im digitalen Raum erkennen‘ statt, der durch eine Kooperation des Emil-Frank-Instituts, des Kulturamts der Stadt Wittlich und der ‚Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung‘ (IIA) der Universität Trier. Ziel des Workshops war es den Teilnehmern Werkzeuge zu vermitteln Antisemitismus zu erkennen und Handlungsmöglichkeiten zu erlernen. Mit vor Ort war auch der Referent des SWR3-Kulturbüros, der in einem eigenen Beitrag über den Workshop und die örtliche Gedenkarbeit berichtete. Der Workshop kann auch von Schulen für Schülerinnen und Schüler oder Lehrkräfte angefragt werden. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nahmen wertvolle Erkenntnisse mit und bewerteten den Workshop als informativ und lehrreich. Besonders wichtig sei es, so Workshopleiterin Franziska Thurau, nicht nur antisemitistische Strukturen erkennen und Gegenrede erbringen zu können, sondern auch auf sich selbst und sein Wohlbefinden zu achten. Fake News, Hassrede und antisemitistische Hetze in den Sozialen Medien können einen nicht unwesentlichen Einfluss auf das eigene Wohlbefinden haben – hier gelte es emotionale Distanz zu üben und sich nicht negativ beeinflussen zu lassen.
Am 27. November schloss die Gedenkarbeit mit einem Vortrag des ehemaligen Universitätspräsidenten Prof. Dr. Michael Jäckel mit dem Thema ‚Ein labyrinthischer Lebensfluss. Soziologie im Exil‘. Prof. Dr. Jäckel erörterte Erfahrungen, Anpassungen und Aneignungen verschiedener Denkstile, die sich in der Zeit zwischen 1933 und 1945 bemerkbar machten und beschrieb Exil-Erfahrungen aus soziologischer Perspektive. Prof. Dr. Michael Jäckel, Soziologe, habilitierte in Mainz und war von 2011 bis August 2023 Präsident der Universität Trier. Er publiziert unter anderem soziologische Schriften zu Themen wie Konsum, Medienwirkung und der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Zeit.