Wittlich stand in den vergangenen Tagen ganz im Zeichen der fünften Jahreszeit. Mit der traditionellen Erstürmung des Alten Rathauses am Weiberdonnerstag, dem 12. Februar 2026, läuteten die Wittlicher Möhnen offiziell die Herrschaft der Narren ein.
Angeführt von Obermöhne Bianca Anuth erklommen die Möhnen über eine Leiter das Alte Rathaus und übernahmen symbolisch die Macht in der Stadt. Auf der großen Hauptbühne am Marktplatz übergab Bürgermeister Joachim Rodenkirch den Stadtschlüssel an die närrische Delegation. Als Zeichen der übernommenen Regentschaft musste er zudem seine Dienstkrawatte lassen, die traditionell von den Möhnen abgeschnitten wurde. Im Anschluss verwandelte sich der Marktplatz in eine fröhliche Feiermeile: Es wurde gelacht, gesungen, getanzt und ausgelassen gefeiert.
Ein weiterer Höhepunkt folgte am Sonntag mit dem bunten Faschingsumzug. Zahlreiche kreativ gestaltete Wagen, fantasievolle Fußgruppen und gut gelaunte Jecken sorgten für Begeisterung entlang der Zugstrecke und verbreiteten beste Stimmung bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern.
Mit einem wehmütigen Abschied endete die närrische Zeit am Fastnachtsdienstag. In schwarzer Trauerkleidung beerdigten die Möhnen die Fastnacht auf dem Marktplatz. Bei der symbolischen Verbrennung einer Stoffpuppe wurde die fünfte Jahreszeit feierlich verabschiedet. Anschließend gaben die Möhnen den Stadtschlüssel zurück an Bürgermeister Joachim Rodenkirch.
Nach einer rundum gelungenen Faschingszeit bleibt die Vorfreude auf das kommende Jahr – wenn es wieder heißt: Erstürmung, Machtübernahme und ein kräftiges „Kreiau!“ in Wittlich.
Impressionen der Fastnachtstage in Wittlich
Weiberdonnerstag
Fastnachtsumzug
Fastnachtsverbrennung
Fotos: Kulturamt, Theresia Rodenkirch und Christian Leisch