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Eifel-Mosel-Hunsrück-Aktuell
Ausgabe 16/2020
Amtlicher Teil
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Neustrukturierung und Modernisierung der überörtlichen Trinkwasserversorgung

in der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach

Vielen Menschen ist es bereits aufgefallen: Zwischen Bengel und Traben-Trarbach fällt ihnen zurzeit eine Vielzahl von Baumaschinen und Baustellen ins Auge. Die Verbandsgemeindewerke arbeiten hier an der Erneuerung und Modernisierung der Wasserversorgung in der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach.

Neubau Hochbehälter Kröver Berg

Neubau Pumpwerk Bengel

Traben-Trarbach, 15. April 2020 - Mehrere Einzelmaßnahmen sorgen insgesamt für die Neustrukturierung und Modernisierung der überörtlichen Trinkwasserversorgung in der Verbandsgemeinde.

Im Wasserschutzgebiet bei Bengel werden die drei bestehenden Brunnen saniert. Zusätzlich wurde ein vierter Brunnen mit einer Tiefe von rund 100 m für die Wassergewinnung gebohrt.

Von Bengel aus wird das Wasser mithilfe einer neuen Pumpstation in einen ebenfalls neuen Hochbehälter auf der Kröver Höhe gepumpt. Von hier kann das Wasser weiter nach Traben-Trarbach befördert werden.

Der über Traben-Trarbach liegende Hochbehälter Römerstraße wird nach den neuesten Anforderungen der Technik saniert. Damit das Wasser über die verschiedenen Strecken transportiert werden kann, sind mehrere Wasserleitungen mit einer Gesamtlänge von rund 18 km zwischen den einzelnen Stationen erforderlich.

Im Rahmen der Projektplanung wurde eine Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Mosel initiiert. So werden in der Wasserversorgung künftig Synergieeffekte geschaffen und genutzt werden können. Des Weiteren wird eine Gasleitung von der Kläranlage Bengel nach Traben-Trarbach verlegt, wodurch eine Kooperation mit den Stadtwerken Trier entstanden ist.

Ein weiterer Schritt für eine zukunftsfähige Infrastruktur ist die Vorbereitung zur Glasfaserverlegung. Hierzu werden während der Baumaßnahme mehrere Kabelleerrohre mitverlegt, die künftig eine einfache Glasfaserverlegung ermöglichen.

Damit diese Leistungen umgesetzt werden können, sind auf den Baustellen bis zu 28 Firmen tätig und verbauen zwischenzeitlich rund 800.000 € pro Monat. Das Gesamtprojekt umfasst eine Summe von rund 18 Mio. € und ist eine vom Land Rheinland-Pfalz geförderte Maßnahme.

Aufgrund der Größe des Projektes wurde zu Beginn der Bauarbeiten am 08.08.2019 ein offizieller Spatenstich durchgeführt, bei dem die Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz Ulrike Höfken die Maßnahme vor Ort besichtigte.

Mit viel Engagement arbeiten die Mitarbeiter der VG-Werke, Planer und Baufirmen daran, dass trotz der aktuellen Corona-Krise die einzelnen Maßnahmen zügig abgeschlossen werden. Dennoch können Sperrungen oder Baustellenverkehre auf den Straßen während der Arbeiten nicht vollständig vermieden werden.