Titel Logo
Eifel-Mosel-Hunsrück aktuell VG Traben-Trarbach
Ausgabe 27/2026
Andere Behörden und Stellen
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Deutsche Rentenversicherung RLP - Vertreterversammlung tagte in Speyer

Wechsel an der Spitze der Vertreterversammlung – Bericht der Rentenkommission im Fokus

Speyer, den 26. Juni 2026

Das Parlament der rheinland-pfälzischen Rentenversicherung tagte unter Vorsitz von Franziska Bliewert (Arbeitgeberseite) in Speyer. Bei der Sitzung der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Rheinland-Pfalz in Speyer standen drei Hauptthemen im Fokus:

Personeller Wechsel:

Mit viel Applaus verabschiedeten die Delegierten Thomas Breuer aus der Selbstverwaltung, der er über 20 Jahre als Vertreter der Versicherten angehört hat. Seit 2017 führte der 62-jährige Gewerkschafter den alternierenden Vorsitz in der Vertreterversammlung und gehörte der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung an.

Nicht nur auf der strategischen Ebene, auch im direkten Kontakt mit Versicherten und Rentnern hat Thomas Breuer die Ideale der Selbstverwaltung gelebt – Verantwortung, Interessenausgleich und Bürgernähe. Über zwei Jahrzehnte war er selbst als ehrenamtlicher Versichertenberater aktiv und stand zahlreichen Versicherten und Rentnern mit Rat und Tat zur Seite. Für seinen hohen persönlichen Einsatz über viele Jahre hinweg verlieh ihm Franziska Bliewert die Verdienstmedaille der Deutschen Rentenversicherung.

Zum Nachfolger von Thomas Breuer hat die Vertreterversammlung Malte Pertzsch als neuen alternierenden Vorsitzenden für die Versichertenseite gewählt. Der 40jährige ist hauptberuflich Regionalleiter der IG Bauen-Agrar-Umwelt Rheinland-Pfalz-Saar.

 

Weitreichende Vorschläge der Rentenkommission

Die Vorstandsvorsitzende Myriam Lauzi berichtete über die 33 Empfehlungen der Alterssicherungskommission für die Zeit nach 2031. Dazu gehören ein Gesamtversorgungsniveau von 70 Prozent, die Kopplung des Renteneintritts an die Lebenserwartung, besserer Schutz für Selbstständige sowie eine kapitalgedeckte Zusatzrente nach schwedischem Vorbild. Lauzi betonte die Notwendigkeit einer sorgfältigen Diskussion, um Verlässlichkeit und Vertrauen zu sichern.

Stärkung von Reha und Prävention:

Um die Erwerbsfähigkeit angesichts des Fachkräftemangels zu erhalten, empfiehlt die Kommission den Ausbau der Rehabilitation. Die DRV Rheinland-Pfalz setzt zudem verstärkt auf Prävention, wobei sich das digitale Programm „RV Fit“ im ersten Halbjahr steigender Beliebtheit erfreute.