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Eifel-Mosel-Hunsrück-Aktuell
Ausgabe 38/2020
Amtlicher Teil
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Herbstinformation der Verbandsgemeindewerke Traben-Trarbach

Verwaltungsstelle in Kröv

Die bevorstehende Weinbaukampagne gibt Anlass, wieder auf das Problem des Abwassers aus den weinbaubetreibenden und weinverarbeitenden Betrieben hinzuweisen.

Schlempe, Schönungstrub, Treber, Trester, hefehaltige Rückstände sowie Hefe aus der Weinbereitung dürfen nicht in das Kanalnetz eingeleitet werden (§ 5 Abs. 1, Nr. 1 und 6 der Allgemeinen Entwässerungssatzung der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach vom 14. Oktober 2014 in der zurzeit gültigen Fassung).

Bei Einleitung des besonders stark verschmutzten, vorwiegend organisch belasteten Abwassers aus den Weinbaubetrieben und weinverarbeitenden Betrieben wird die Reinigungsleistung der Kläranlage erheblich gemindert, unter Umständen auch völlig unterbunden. Dies führt dann zu dem strafrechtlichen Tatbestand der Gewässerverunreinigung.

Verstärkte Kontrollen der weinbautreibenden und weinverarbeitenden Betriebe in allen Orten werden durchgeführt.

Betriebe ab einer Betriebsgröße von 5 ha im Ertrag stehende Rebflächen – bei weinverarbeitenden Betrieben ab einem dieser Fläche entsprechenden Mengenumschlag – haben einen Nachweis über den Verbleib von Hefe- und Trubstoffen zu führen.

Da wegen der Abwasserabgabe die Gewässereinleitungen durch die Struktur- u. Genehmigungsdirektion Nord regelmäßig untersucht werden, führen unerlaubte Einleitungen von Stoffen – wie vorstehend beschrieben – auch zu einer wesentlichen Erhöhung der Abwasserabgabe.

An die weinbautreibenden und weinverarbeitenden Betriebe appellieren wir, auch im eigenen Interesse, durch Rückhaltemaßnahmen zur Verringerung der Abwasser- und Abgabenbelastung beizutragen.

Kröv, den 01. September 2020
Verbandsgemeindewerke Traben-Trarbach
Verwaltungsstelle Kröv
(Neumes) Werkleiter