Laden zum Open-Air in die Moselauen: Wallis Bird und „Spark“ (Foto: Gregor Hohenberg)
Klarinettist David Orlowsky und die Jazzmusiker Daniel Stelter und Tommy Baldu lassen Düfte zu Klängen werden (Foto: Felix Broede)
Geigen-Virtuosin Franziska Hölscher und Jazz-Pianistin Johanna Summer kreieren ein Hörerlebnis im Kloster Machern (Foto: ACT)
Vom 23. Juli bis zum 3. Oktober präsentiert das älteste und größte Festival seiner Art in Rheinland-Pfalz erneut ein Programm mit hochkarätigen Künstler:innen, Orchestern und Ensembles an ganz besonderen Konzertorten.
Wenn das Mosel Musikfestival am 23. Juli in die neue Saison 2026 startet, ist das der Auftakt zu rund 50 Konzerten, die den gesamten Sommer über entlang des Moseltals erklingen. Für das vielfältige Programm konnten namhafte Orchester sowie erstklassige Ensembles und Instrumentalist:innen gewonnen werden, die erneut ein breites musikalisches Spektrum präsentieren: klassische Werke, internationaler Jazz sowie genre-übergreifende Stile, die den Einfluss verschiedener Kulturen verschmelzen und Musik neu interpretieren. Zu erleben sein werden die Künstler:innen erneut an außergewöhnlichen Spielstätten und Konzertorten der Mittelmosel – Pfarrkirchen, Schlösser, Klöster, Kulturstätten, Spitzen-Weingüter und in einmaligen Kulissen für Open-Airs an Sommerabenden.
Das erste Konzert dieser Saison gestalten der Mandolinen-Virtuose Avi Avital und der gefeierte Jazz-Pianist Omer Klein im legendären Barocksaal des Klosters Machern. Die beiden charismatischen Künstler tauchen am Donnerstag, 23. Juli in die klassische Musik ein, erkunden dabei aber auch den Jazz. Avi Avital und Omer Klein haben ein aufregendes Programm voller Raffinesse und Tiefgründigkeit entwickelt, das Eigenkompositionen, israelische Lieder und sehr freie Interpretationen von Jazzstücken miteinander verschmilzt. Beginn ist um 19 Uhr.
Ebenfalls am Eröffnungswochenende bietet die irische Ausnahmestimme Wallis Bird gemeinsam mit „Spark – die klassische Band“, ein Open-Air-Erlebnis in den Moselauen von Bernkastel-Kues. Die sechs Musiker:innen blicken mit ihrem Programm „Visions of Venus“ auf das reiche, farbenfrohe Klanguniversum, das von visionären Frauen vom Mittelalter bis heute geschaffen wurde. Sie bieten aufregende und fantasievolle Neuinterpretationen – dargeboten mit Hingabe, Leidenschaft und einer individuellen Note. (Konzerttermin: Sonntag, 26. Juli, 20 Uhr)
In der Heilig-Geist-Kirche in Bernkastel-Kues wird die Viola d'amore – die „Liebesgeige“ – von Valerio Losito am Freitag, 31. Juli, erklingen. Gemeinsam mit Diego Ares, einem der führenden Cembalisten seiner Generation, werden Werke von Heinrich Franz Ignaz von Biber und Johann Jakob Froberger, zwei bedeutenden und einflussreichen Komponisten des Barock, zu hören sein. Beginn ist um 20 Uhr.
Seit 1999 findet alle drei Jahre der „Internationale Orgelwettbewerb um den Hermann-Schroeder-Preis" für junge Organist:innen statt. Er ist dem Werk des Komponisten und früheren Trierer Domorganisten gewidmet, der zu den bedeutenden deutschen Orgelkomponisten des 20. Jahrhunderts zählt. Beim Wettbewerb 2024 stand Giacomo Gabusi nach zwei Durchgängen sowie dem öffentlichen Finalkonzert in Trier als Zweitplatzierter auf dem Siegerpodest – und damit winkte ihm unter anderem ein Engagement für das Konzert des Mosel Musikfestivals am Dienstag, 11. August, um 19 Uhr in St. Briktius.
Auch der Cellist Arne Zeller hat bereits bei mehreren internationalen Wettbewerben erste Preise abgeräumt. Im vergangenen Jahr begeisterte sein ebenso kraftvolles wie elegantes Spiel die Jury des Budapester Cellowettbewerbs derart, dass ihm als jüngstem Teilnehmer zugleich Grand Prix und Publikumspreis überreicht wurde. In dieser Saison debütiert der 20-Jährige beim Festival-„Weinklang“ am Mittwoch, 26. August um 19 Uhr im Weingut Markus Molitor.
Mit ihrem anspruchsvollen Saisonprogramm hat sich „Kammerata Luxembourg“ als wichtiger Akteur der luxemburgischen Musikszene etabliert. In der Saison 2025/26 feiert das Ensemble 40-jähriges Bestehen – und damit vier Jahrzehnte Engagement für eine lebendige und zugängliche Kammermusik. Das Streichtrio des Ensembles wird am Dienstag, 8. September vor der imponierenden Kulisse des Hotels Schloss Lieser und mit Werken von Bach, von Dohnányi und van Beethoven dies eindrucksvoll bestätigen. Das Konzert beginnt um 19 Uhr.
Es gibt Gerüche und Düfte, die man ein Leben lang nicht vergisst und gemeinsam mit Erinnerungen im Gedächtnis bleiben. Der Ausnahme-Klarinettist David Orlowsky ist nicht nur mit musikalischem Talent gesegnet, er hat auch die Gabe, beim Komponieren Düfte mit Klängen zu verbinden. Gemeinsam mit den Jazzmusikern Daniel Stelter und Tommy Baldu lädt der mit Klezmermusik berühmt gewordene Klarinettist am Freitag, 11. September um 20 Uhr zu einer musikalisch-olfaktorischen Entdeckungsreise in den Innenhof des Hotel Deinhard’s ein.
Bei „Grains of … Sound“ werden die musikalischen Themen zweier Klavierwerke – Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ und Ravels „Gaspard de la Nuit“ – durch die fesselnde visuelle Erzählkunst der Sandkunst-Animation von Erica Abelardo lebendig. Die Bezüge zu den Gemälden und die Erzählung der Gedichte bilden die Grundlage für die Live-Performance der italienischen Künstlerin. Auf einem Leuchttisch entwickelt sie das Kunstwerk in Echtzeit weiter und untermalt so die virtuose Darbietung des Pianisten Jacopo Petrucci. In der Festival-Reihe „Weinklang“ am Sonntag, 13. September, um 17 Uhr im Hotel Deinhard’s.
Bei einem weiteren besonderen Konzertabend am Donnerstag, 17. September im Barocksaal des Klosters Machern lassen zwei Ausnahme-Künstlerinnen komponierte Musik und Improvisation sich unmittelbar begegnen. Die gefeierte Jazz-Pianistin Johanna Summer nimmt Energie, Motive und Farben auf und lässt daraus spontan Neues entstehen. Gemeinsam mit der Geigerin Franziska Hölscher – eine der vielseitigsten Musikerinnen der heutigen internationalen Szene – entsteht so ein Zwiegespräch zwischen Original und Transformation, zwischen Historie und Gegenwart, zwischen Violine und Klavier. Ein Hörerlebnis voller Überraschungen und lebendiger Nähe.
Tickets zu allen Konzerten sind erhältlich über das Festivalbüro – Telefon: 06531-5000-95, per E-Mail an karten@moselmusikfestival.de, online über die Website www.moselmusikfestival.de – und persönlich in den 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional, telefonisch unter 0651-9790777 sowie zum Ortstarif aus Luxemburg unter 20301011.