Die Weltchronik des Hartmann Schedel, 1493 erstmals erschienen, ist ein Gesamtkunstwerk. Zu ihren optischen Höhepunkten zählen detaillierte Stadtansichten, alltestamentarische Stammbäume sowie absonderliche Darstellungen von allerhand Fabelwesen und skurrilen "Randsiedlern" mit Ziegenhörnern und Schlappohren.
Schedels Weltchronik ist aber nicht allein ein Bilderbuch des Absonderlichen ebenso wie des Schönen und Erhabenen. Sie erzählt die Geschichte der Welt. Anhand ihrer fantasievollen Darstellungen widmet sich Simeon Elias Hüttel, Bibliothekar des Cusanusstifts, den "Sieben Weltaltern" und stellt sich die Frage, wie sich die Menschen vor mehr als fünf Jahrhunderten in Zeit und Raum orientierten.
Im Anschluss an den musikalisch begleiteten Vortrag lässt sich über einem Glas Wein diskutieren. Ein Einblick in die Ausgabe der Schedelschen Weltchronik, die sich im Besitz des St. Nikolaus-Hospitals/Cusanusstifts befindet, ist möglich. Der Eintritt ist frei.