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Bitburger Landbote
Ausgabe 12/2026
Seite 3 - 4c
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Land unterstützt den Zweckverband Stausee Bitburg mit rund 10,7 Mio. Euro aus dem Wiederaufbaufonds – Störstoffe und Sedimente werden aus dem Stausee Bitburg beseitigt

Am Freitag, 6.3.2026, übergab Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer einen Förderbescheid aus dem Wiederaufbaufonds an den Zweckverband Stausee Bitburg. Die Förderung in Höhe von bis zu 10.737.539 Euro nahm die Verbandsvorsteherin des Zweckverbandes, Bürgermeisterin Janine Fischer, am Stausee Bitburg entgegen.

Hauer betonte, dass gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels und zunehmender Extremwetterereignisse funktionierende Hochwasserschutzanlagen von großer Bedeutung seien. Das Hochwasser im Jahr 2021 habe gezeigt, wie stark Naturereignisse Infrastruktur beeinträchtigen können. Der Stausee habe dabei seine wichtige Funktion im Hochwasser erfüllt. „Es ist wichtig, die Funktionsfähigkeit des Stausees wieder vollständig herzustellen“, so Hauer.

Der Stausee Bitburg ist ein zentrales Element des regionalen Hochwasserschutzes. Durch das Hochwasser 2021 war der See nahezu voll gelaufen, wobei große Mengen Sedimente, Treibgut und Unrat eingetragen wurden. Diese beeinträchtigen bis heute die Funktion des Stausees, weshalb eine umfassende Räumung notwendig ist. Die fachgerechte Entsorgung der belasteten Sedimente und Abfälle ist technisch anspruchsvoll und mit hohen Kosten verbunden.

Janine Fischer betonte, dass der Zweckverband sehr froh über die bewilligte Vollförderung ist. Sie ermögliche die Beseitigung der flutbedingten Einträge und bilde die Grundlage für eine umfassende Revitalisierung des Stausees. Neben dem Hochwasserschutz habe die Entsedimentierung auch positive Auswirkungen auf Gewässerökologie, Wasserqualität sowie auf die Attraktivität des Stausees als Ferien- und Naherholungsgebiet.

Der zwischen 1970 und 1972 errichtete Stausee dient neben dem Hochwasserschutz für den Unterlauf der Prüm auch der Energiegewinnung durch Wasserkraft sowie als touristischer Erholungsort. Sedimente aus dem rund 330 km² großen Einzugsgebiet der Prüm lagern sich regelmäßig am Gewässergrund ab und müssen in der Regel etwa alle zehn Jahre entfernt werden.

Nach einer hydrografischen Vermessung konnten rund 60.000 bis 66.000 m³ an Schutt- und Sedimentablagerungen nach dem Hochwasser 2021 nachgewiesen werden. Diese gelten als flutbedingte Schäden und machen eine Räumung erforderlich.

Michael Hauer dankte der Verbandsgemeinde Bitburger Land und dem Zweckverband Stausee Bitburg für die enge Zusammenarbeit mit den Fachbehörden. Ziel sei es, gemeinsam die wichtige Schutzfunktion des Stausees langfristig zu sichern und die Region widerstandsfähiger gegenüber künftigen Extremwetterereignissen zu machen.