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Bitburger Landbote
Ausgabe 21/2020
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Freizeitzentrum Stausee Bitburg in Biersdorf am See kann Attraktivität weiter erhöhen

(von links) Bürgermeister Josef Junk, Architekt Manfred Weber, Jörg Dawen (VG), Mitarbeiter der Fa. Dimmer und die Pächter des Kiosks bei der Bauabnahme der sanierten Seeterrasse (Foto: VG)

Seitens der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Stausee Bitburg wurde die Notwendigkeit zur Sanierung der Seeterrasse am Stausee Bitburg festgestellt und ein Ingenieurbüro beauftragt, Möglichkeiten der Sanierung zu erarbeiten. Sowohl der Holzbelag als auch die Unterkonstruktion aus Holzleimbindern der aus dem Jahre 2000 stammenden Terrasse waren marode. Zur Ausschreibung kam Anfang des Jahres eine Konstruktion in Stahlbauweise mit einem Holzbelag als Oberboden. Günstigster Anbieter war die Firma Metallbau Dimmer aus Mötsch, die die Terrasse Ende April fertiggestellt hat. Bei der Bauabnahme lobte Zweckverbandsvorsteher, Bürgermeister Josef Junk, die sehr gute Arbeit der ausführenden Firma und die ansprechende Planung von Architekt Manfred Weber. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 145.000 €. Kostenträger ist der Stauseezweckverband mit den beteiligten Mitgliedern Landkreis Bitburg-Prüm (58 %), Verbandsgemeinde Bitburger Land (30 %), Ortsgemeinden Biersdorf am See (9 %, Bickendorf, Hamm und Wiersdorf (je 1%). Die Seeterrasse kann nun auch wieder aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen mit Einschränkungen außengastronomisch genutzt werden.

Eine weitere Baustelle am Stausee tut sich nun in der Nähe des Dorint Seehotels auf. Hier ist die Errichtung eines barrierefreien Mehrgenerationenplatzes vorgesehen, wozu die vorhandenen Terrassen so umgestaltet werden, dass diese zumindest teilweise barrierefrei nutzbar sind. Mit dieser Umgestaltung werden unterschiedliche Personen-, Alters- und Interessengruppen angesprochen, so dass am Stausee Bitburg ein Ort der Inklusion entstehen kann. Im Einzelnen ist angedacht, eine Picknickfläche, ein Bouleplatz und Generationensportgeräte, ein Pavillon, ein nach der Initiative Baukultur EIFEL gestalteter Gartenbereich, ein Garten mit Hochbeeten und Wildblumen für den Insektenschutz, ein Kinderspielplatz, Sinnesareale mit Brunnen, Liege- und Schaukelmöglichkeiten barrierefrei anzulegen. Die Angebote sollen dabei so ausgestaltet werden, dass sie von der Zielgruppe der Menschen mit Mobilitätseinschränkung, ergänzt durch Angebote für sehbeeinträchtigte und für gehörlose Menschen genutzt werden können. Zudem ist ein Jugendareal mit Sportmöglichkeiten auch für „Wheelchair Motorcross“ (Rollstuhl-Skaten) in der Planung.

Nunmehr kam dieser Tage die Zusage aus Mainz, dass das Land das Projekt mit einer stattlichen Summe von 663.806 Euro fördern wird, bei geplanten Gesamtkosten von 755.000 €. Die Gelder stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln. Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing in der entspr. Pressemitteilung: „Rheinland-Pfalz hat einige Naturschätze zu bieten. Dass die Verbandsgemeinde Bitburger Land in den Stausee als Erholungsort für alle Generationen investieren möchte, freut mich als Wirtschafts- und Tourismusminister ganz besonders. Das ist gut angelegtes Geld und setzt Impulse für weitere Investitionen“. Aufgrund des vorliegenden Förderbescheides können nun die Planungen konkretisiert werden. (RSch)