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Bitburger Landbote
Ausgabe 31/2020
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Höfken im Idenheimer Wald

Fotos: Landesforsten.RLP.de/Martin Lotze

Die Rheinland-Pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken bedankt sich im Idenheimer Wald bei den Soldaten

Zusammen mit dem Leiter von Landesforsten Rheinland-Pfalz, Dr. Jens Jacob, hat sich Frau Ministerin Ulrike Höfken im Juni im Idenheimer Wald bei den Soldaten der Bundeswehr für ihren bisherigen Einsatz bedankt.

Vor Ort machte sie sich ein Bild über den Einsatz der Bundeswehrsoldaten, die die Forstleute im Kampf gegen den Borkenkäfer unterstützen. „Wir danken den Soldatinnen und Soldaten ausdrücklich für ihr tolles Engagement“, so die rheinlandpfälzische Umweltministerin.

„Nur wenn wir mit allen Mitteln für die Rettung des Waldes kämpfen, können wir seine Leistungen für die Allgemeinheit erhalten!“

Für mehrere Wochen haben die 10 Freiwilligen ihren Arbeitsplatz am Schreibtisch gegen die harte körperliche Arbeit im Wald eingetauscht. Entsandt wurden sie vom Informationstechnikbataillon 281 aus Gerolstein.

Täglich halfen die Soldatinnen und Soldaten beim Aufsuchen befallener Bäume, beim Handentrinden und bei der Wiederbewaldung von Schadflächen. „Es ist zwar anstrengend, doch es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich dem Wald helfen kann“, so einer der Soldaten. Besonders dort, wo immer nur wenige Bäume betroffen sind, ist der Einsatz der Soldaten sehr effizient. „Bei großen Flächen mit einer hohen Anzahl von befallen Bäumen sind wir mit unserem eigenen Forstpersonal und mit Unternehmern gut aufgestellt“, so Jürgen Weis, Leiter des Forstamtes Bitburg. „Das Auffinden und Bekämpfen von einzelnen Bäumen ist sehr zeitaufwändig und daher sind wir froh über jede Hilfe“.

Oberst Mattes, Leiter vom Landeskommando Rheinland-Pfalz, nahm den Dank entgegen und bot weitere Unterstützung an: „Der Befall der Wälder durch den Borkenkäfer ist eine Katastrophe und die Bunderwehr ist bereit, die Waldbesitzer zu unterstützen“.

Auch Bürgermeister Josef Junk und Ortsbürgermeisterin Ingrid Penning aus Idenheim waren vor Ort im Idenheimer Wald und bedankten sich für die Unterstützung der Bundeswehr in den Gemeindewäldern.

Hintergrund: Schadensbilanz

Für das Jahr 2018:

Schäden durch Borkenkäfer:

• 1 Million Festmeter Fichte

• 1,1 Millionen Bäume

• 3500 ha Aufforstungsfläche

einschließlich Sturmwurf

Sturmschäden Sturm Friedericke

400.000 Festmeter

Für das Jahr 2019:

Schäden durch Borkenkäfer:

• 3,05 Millionen Festmeter Fichte

• 3,5 Millionen Bäume

• 6500 ha Aufforstungsfläche

Sturmschäden Sturmtief Eberhard:

März 2019 350.000 Festmeter

Für das Jahr 2020,

Stand Ende Mai:

• 1.250.000 Festmeter Borkenkäfer-Holz

Sturmschäden: 500.000 Festmeter, davon „Sabine“ mit 400.000 Festmetern