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Mitteilungsblatt Südeifel
Ausgabe 11/2026
Seite 8 - Wald und Holz im Neuerburger Land
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Internationaler Tag des Waldes

Der Wald der Zukunft vor unserer Haustür - das Forstamt Neuerburg lädt ein zum Internationalen Tag des Waldes

Ob als Trinkwasserspeicher und Nahrungslieferant, als Schützer vor Hochwasser oder Hangrutschen, als Heimat vieler Insekten, als Holzlieferant – der Wald erfüllt viele wichtige Funktionen für uns Menschen. Die Försterinnen und Förster in Rheinland-Pfalz laden alle Interessierten herzlich rund um den 21. März zu verschiedenen Veranstaltungen ein. Sie geben Antworten auf die Frage, warum der Mensch den Wald braucht und was die Leistungen des Waldes mit unserer Wirtschaft zu tun haben.

„Wälder leisten richtig viel“, bewundert Försterin Lara Allard ihren Arbeitsort. „Einfach so! Manchmal vergessen wir, wie bedeutsam der Wald eigentlich für uns Menschen ist. Deshalb ist es unser Hauptziel, den Wald mit all seinen Funktionen und Leistungen zu schützen und zu erhalten“. Dies wird aber gerade in Zeiten des Klimawandels immer schwieriger. Denn der Wald leidet unter den Folgen der Klimakrise. „Vor allem die extremen Klimaereignisse machen den Pflanzen und Tieren im Wald zu schaffen“, beschreibt die Revierleiterin den Sinn und die Herausforderungen ihrer Arbeit. Die Försterinnen und Förster unterstützen den Wald bei der Anpassung an die neuen Bedingungen. „Wer erfahren möchte, wie der Wald der Zukunft vor unserer Haustür aussehen wird, ist herzlich eingeladen“, so Frau Allard abschließend.

Die Abendliche Waldwanderung startet am 26. März um 17.00 Uhr am Wanderparkplatz zwischen Niederweis und Prümerburg. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

HINTERGRUND

Internationaler Tag des Waldes

Der 21. März wurde erstmals 1971 Jahren von der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) als „Tag des Waldes“ ausgerufen. Dies geschah als Reaktion auf die globale Waldvernichtung. Mit knapp vier Milliarden Hektar bedecken Wälder noch rund 30 Prozent der Erdoberfläche. Während sich – ausgehend von Deutschland – seit über 300 Jahren eine nachhaltige Forstwirtschaft in vielen Teilen Europas etablierte, ist die Sorge um die Regenwälder groß, die nach wie vor durch Raubbau und Klimawandel bedroht sind.

Ende des Jahres 2012 wurde dann auf Beschluss der Plenarsitzung der UN-Generalversammlung der traditionelle 21. März eines jeden Jahres zum „Tag des Waldes“ auf internationaler Ebene erklärt. Dieser Welttag der Forstwirtschaft soll die Wichtigkeit aller Arten von Wäldern und ebenso der Bäume außerhalb von Wäldern betonen und würdigen. Einer breiten Öffentlichkeit soll deutlich gemacht werden, dass es im internationalen Zusammenspiel gilt, die nachhaltige Bewirtschaftung, die Erhaltung und die Entwicklung aller Arten von Wäldern mit all seinen Funktionen und Bäumen zugunsten heutiger und künftiger Generationen zu stärken.

https://www.fao.org/international-day-of-forests/en

Mitmachtipps für eigenes Engagement

Verwenden Sie möglichst Holz und Holzprodukte aus zertifizierter, nachhaltiger Forstwirtschaft. Bekannte Siegel sind FSC, PEFC und Naturland. Der rheinland-pfälzische Staatswald ist beispielsweise nach FSC und PEFC zertifiziert. In vielen Teilen der Welt wird durch illegalen Holzeinschlag Raubbau am Wald betrieben.

Reduzieren Sie kurzlebige Wegwerfprodukte aus Holz wie unnötige Verpackungen und übermäßigen Papierkonsum. Holz ist ein nachwachsendes und im Vergleich zu Stahl, Beton, Aluminium oder Kunststoff umweltfreundliches Naturprodukt. Trotzdem steht es nur in begrenzten Mengen zur Verfügung und sollte vorrangig zur Herstellung langlebiger Produkte wie Häuser oder Möbel verwendet werden. Darin bleibt das gespeicherte CO2 lange Zeit gebunden und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Packen Sie beim Klimaschutz mit an, denn Klimaschutz ist der beste Waldschutz. Tipps gibt es zum Beispiel bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz oder beim Umweltbundesamt mit eigenem CO2-Rechner.