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Amtsblättje - Rund um den Hochkelberg
Ausgabe 16/2020
Nichtamtlicher Teil
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Die Herkulesarbeit mit der Herkulesstaude

Daun / Kelberg:

Die Herkulesstaude – eine gefährliche Schönheit

Unsere Bekämpfungsmaßnahmen beginnen Mitte April.

Bitte halten Sie Abstand von den Pflanzen und melden Sie Standorte der Verbandsgemeindeverwaltung.

Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, ist eine bis zu 5 m hohe, meist zweijährige Krautpflanze mit sehr starker Ausbreitungsdynamik und Wuchskraft. Sie verdrängt einheimische Kräuter und Sträucher und beeinträchtigt die biologische Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Menschen und Tiere werden durch die Dämpfe, den Pflanzensaft und die Nesselhärchen durch Verätzungen, Verbrennungen, Allergischen Reaktionen, sogar Hautkrebs geschädigt.

Das Forstamt Daun und die Verbandsgemeindeverwaltung Kelberg organisieren und finanzieren die Bekämpfung der gefährlichen Pflanze seit Jahren durch geeignete Maßnahmen, insbesondere an den Ufern der Uess und ihren Nebenbächen.

Die Samen der Herkulesstaude verbreiten sich vor allem über die Gewässer. Daher muss stets das gesamte Einzugsgebiet eines Gewässers (einschließlich der Bäche und ortsnahen Vorfluter) in die langjährige Bekämpfung einbezogen werden.

Die Beseitigung muss möglichst früh im Jahr und vor der Blüte erfolgen, da kleine Pflanzen einfacher und ungefährlicher beseitigt werden können.

Bewährte Praktiken sind

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Ausstechen oder Ausgraben der Speicherwurzeln, sowie

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Abschlagen der Pflanzen vor der Blüte und Verfüllen der hohlen Stängel mit Streusalz.

Die anstrengenden und gefährlichen Arbeiten werden in Abhängigkeit der Pflanzengröße mit Schutzausrüstung und Atemmasken von besonders geschultem Personal, meistens unter Anleitung von Forstwirt Kurt Kappes, ausgeführt.

VG Kelberg: willi.schmitz@vgv-kelberg.de