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Amtsblättje - Rund um den Hochkelberg
Ausgabe 19/2019
Seite 2
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Nicht nur zur Karnevalszeit

Ein Bild aus dem Fotoalbum: Ausflug der Zermüllener Möhnen 1977 zum Drachenfels

Die Zermüllener Möhnen haben ihr Bestehen seit 50 Jahren gefeiert. Obermöhn ist Edith Christ (Neunte von links)

Die Anzahl der Möhnen im Kelberger Ortsteil Zermüllen ist kleiner geworden, die Entfernung und Dauer ihrer Touren kürzer. Aber der Spaß und die Freude sind groß wie eh und je, so wie seit der Gründung der Gruppe vor 50 Jahren.

„Das erste Fest, es war Gottlob sehr schön, als man es aus der Taufe hob“ – Was Anna Wolter (später Vogel) als die Chronistin der ersten 20 Jahre handschriftlich in Reimform so festgehalten hat, bezieht sich auf den Weiberdonnerstag des Jahres 1969. Da gründeten sich in Zermüllen die Möhnen. Adele Hens war die erste Obermöhn. Auf sie folgten von 1971 bis 2014 „Dreigestirne“ an der Spitze – Anna Wolter, Martha Theis und Agnes Eich als erste, Edith Christ, Brigitte Annas und Elfriede Weber zuletzt. Seit 2015 leitet Edith Christ allein die Geschicke. Sie war es auch - „natürlich nach Rücksprache mit den anderen elf Aktiven“, wie sie betont - die nun die Jubiläumsfeier im Gemeindehaus auf die Beine stellte.

„Eigentlich plane und organisiere ich lieber als zu feiern, und eine große Karnevalistin bin ich auch nicht“, meint die 66-Jährige, die 1985 aus Hilden bei Düsseldorf nach Zermüllen kam und umgehend von ihrer Schwiegermutter Franziska Christ zu den Möhnen angeworben wurde. Drei prall gefüllte Ordner mit Fotos und perfekt geführte Listen mit den Namen der Vorstände und Kassenwartinnen (letztere übrigens sehr überschaubar mit nur vier Namen, darunter Christel Christ ununterbrochen seit 1985) und eine Übersicht über die Aktivitäten und Touren im Laufe der Jahrzehnte werden nun beim Jubiläum von Hand zu Hand gereicht. „Schau mal hier“ und „Weißt du noch“, heißt die Devise. 18 Aktive und Ehemalige sind anwesend. Die Höchstzahl der Mitglieder habe bei um die 30 gelegen, erklärt Edith Christ, die auch den seit über 20 Jahren an jedem zweiten Mittwoch stattfindenden Spieleabend vorbereitet. Fest auf dem Jahresplan stehen zudem der Weiberdonnerstag, das Heringsessen an Aschermittwoch, ein Ausflug, zwei Wanderungen, das gemeinsame Abendessen zum Elften im Elften, die Weihnachtsfeier.

In früheren Jahren waren Mehrtagesfahrten unternommen worden: in den Schwarzwald (1988) und nach Tirol (1990). Später waren Tagesfahrten die Favoriten: nach Monschau (1992), nach Rüdesheim (2003), nach Köln (2009), nach Maria Laach (2012), um nur einige Ziele zu nennen. In der unmittelbaren Umgebung führten Wanderungen zum Schwarzenberg, zum Heilbachsee, nach Rothenbach und Nürburg.

„50 Jahre sind eine lange Zeit, und wir können stolz sein, dass die Frauen in diesem kleinen Dorf so viel zusammen unternehmen“, resümiert Edith Christ. Und ergänzt: „Wir haben viel Spaß zusammen, und das tut uns allen gut.“