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Amtsblättje - Rund um den Hochkelberg
Ausgabe 19/2020
Amtlicher Teil
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Flächenhaftes Abbrennen, sowie Verbrennen von sonstigen pflanzlichen Abfällen

Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen und das flächenhafte Abbrennen von Stoppelfeldern ist nach dem Landespflegegesetz grundsätzlich verboten. Ausnahmen können bei wichtigen Gründen zugelassen werden.

Das Verbrennen von Stroh (das bei er Ernte anfällt) ist nur zulässig, wenn:

-

die pflanzlichen Abfälle dem Boden aus landbaulichen Gründen oder wegen ihrer Beschaffenheit nicht zugeführt werden können

-

eine anderweitige Verwertung nicht zumutbar ist (ausschließlich wirtschaftliche Gründe sind nicht ausreichend).

Wer mehr als 3 cbm pflanzliche Abfälle verbrennen will, muss dies bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kelberg, Zimmer 117, anmelden.

In der Anzeige müssen die Gemarkung, Flur-Nr. und Parz-Nr. angegeben werden.

Zwischen dem 3. und dem 20. Tag nach Eingang der Anzeige, dürfen die Abfälle verbrannt werden. Die Ordnungsbehörde kann notwendige Anordnungen treffen, das Verbrennen untersagen oder Abweichungen zulassen.

Unzulässig ist:

1.

Das flächenhafte Verbrennen von Wiesen und Stoppelfeldern.

2.

Das Verbrennen innerhalb eines Mindestabstandes von

a) 100 m zu Wäldern, Mooren und Heiden

b) 50 m zu Gebäuden jeder Art und zu öffentlichen Verkehrswegen (Straßen)

c) 10 m zu gefährdeten Nachbarkulturen sowie zu angrenzenden Rohr- und Riedgrasbeständen und Feldrainen und Wirtschaftswegen.

3.

Das Verbrennen zwischen 18.00 Uhr und 08.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen.

4.

Das Mitverbrennen von nichtpflanzlichen Abfällen, z.B. Altreifen, Pflanzenschutzmittelbehältern u.ä.

Vor dem Verbrennen sind die Abfälle in Haufen oder Schwaden zusammenzufassen. Dazwischen und zur Sicherung der Mindestabstände sind mind. 3 m breite Bodenbearbeitungsstreifen zu pflügen oder zu fräsen. Die pflanzlichen Abfälle müssen beim Verbrennen trocken sein. Das Feuer ist der dem Wind abgekehrten Seite zu zünden. Bei aufkommendem starken Wind ist das Feuer zu löschen. Der Verbrennungsvorgang ist so zu steuern, das kein gefahrbringender Funkenflug und keine Verkehrsbehinderungen oder sonstige erhebliche Belästigung durch Rauchentwicklung entstehen.

Zum Schutz der Bodendecke und der Tier- und Pflanzenwelt ist sicherzustellen, dass größere Flächen nicht gleichzeitig in Brand gesetzt werden und dass das Feuer auf die Bodendecke möglichst kurz und ohne stärkere Verbrennung einwirkt.

Der Verbrennungsvorgang ist ständig von mind. einer mit geeignetem Gerät ausgestatteten über 18 Jahre alten Person zu beaufsichtigen. Feuer und Glut müssen vor dem Verlassen der Verbrennungsquelle gelöscht werden oder erloschen sein. Die Verbrennungsrückstände sind unverzüglich in den Boden einzuarbeiten.

Das Verbrennen in Trockenzeiten sollte wohl bedacht sein und eventl. verschoben werden!

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass, wenn es durch die Nichtbeachtung der Vorgaben zu Feuerwehreinsätzen kommt, diese dem Verursacher in Rechnung gestellt werden müssen.

Informationen zu Verbrennungsanzeigen: Verbandsgemeindeverwaltung: Tel. 02692/872-43 oder 872-44

Verbandsgemeindeverwaltung Kelberg
-örtliche Ordnungsbehörde-