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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Daun
Ausgabe 14/2020
Amtliche Bekanntmachungen und Mitteilungen für die Ortsgemeinden und die Stadt
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Auszug aus der Niederschrift über die öffentliche Sitzung des Ortsgemeinderates vom 26.02.2020

Bürgerfragestunde

Der Vorsitzende begrüßte die anwesenden Bürger und äußerte sich erfreut über die große Beteiligung an der Fragestunde.

Zunächst meldeten sich Vorstandsvertreter des Karnevalsvereins (KV) Dockweiler zu Wort. Nachdem in 2019 der Beschluss gefasst wurde, keine Mehrzweckhalle zu bauen, baten sie um Vorschläge seitens der Ortsgemeinde, wie künftig größere Veranstaltungen wie z. B. die Kappensitzung und der Kinderkarneval durchgeführt werden können.

Da eine Sanierung aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Betracht kam, hatte sich die Verbandsgemeinde Daun (VG) für einen Neubau entschieden.

Beim Bau einer reinen Turnhalle gehen alle Kosten (Abriss und Neubau) zu Lasten der VG. Die Kosten für den Bau eines Mehrzweckteils und anteilig auch Abrisskosten sind durch die Ortsgemeinde zu tragen.

Da der vorherige Gemeinderat in dieser Sache keine endgültige Entscheidung getroffen hatte, wurden zu den Sitzungen am 18.09.2019 Herr Dietmar Krämer, Finanzabteilung der VG Daun, sowie am 25.09.2019 der Bürgermeister der VG Daun, Herr Klöckner, eingeladen, um den neuen Ratsmitgliedern einen Überblick über die veranschlagten Baukosten sowie über die aktuelle Haushaltslage zu verschaffen.

Demnach lagen die geschätzten Baukosten (aus dem Jahr 2018) bei insgesamt 2,1 Millionen Euro; davon wurde der Mehrzweckteil mit ca. 400.000,00 EUR veranschlagt. Die Kosten für den Abriss sind hierin noch nicht enthalten.

Eine Förderung durch den Investitionsstock (bis zu 60 %) sei für den Mehrzweckteil möglich, aber nicht gesichert; die Höhe wird auf Grundlage der geschätzten Baukosten berechnet; eine Nachförderung bei unvorhersehbaren Ausgaben ist nicht möglich.

Herr Klöckner führte seinerzeit aus, dass der Ortsgemeinde durch den zu leistenden Schuldendienst für die aufzunehmenden Kredite Kosten in Höhe von ca. 8.000,00 EUR jährlich entstehen. Hinzu kämen die anteiligen Unterhaltungskosten für die Mehrzweckhalle. Alles in allem führe dies zu einer weiterhin negativen Finanzspitze.

Insbesondere im Hinblick auf den unhaltbaren Zustand der Lüftungsanlage und der schlechten Qualität des Trinkwassers machte Herr Klöckner die Dringlichkeit eines Beschlusses deutlich.

Seitens des Ortsgemeinderates wurden in der Sitzung vom 25.09.2019 Pro und Contra einer Mehrzweckhalle diskutiert und abgewogen. Hierbei hat sich gezeigt, dass die Argumente gegen den Bau einer Mehrzweckhalle deutlich überwogen. Aufgrund des hohen Investitionsvolumens würde über Jahre hinweg jede Möglichkeit für die Finanzierung weiterer Projekte und Vorhaben genommen. Dieser Preis war für zwei jährliche Veranstaltungen des Karnevalsvereins zu hoch; der Ortsgemeinderat muss die Interessen und das Wohl ALLER Bürger berücksichtigen.

Abschließend sagte der Vorsitzende dem Vereinsvorstand des KV Unterstützung bei der zukünftigen Planung und Gestaltung von Veranstaltungen zu. Es bestehe beispielsweise die Möglichkeit, zur Anmietung von Zelten. Auf 20 Jahre hochgerechnet, sei dies immer noch deutlich günstiger als der Bau einer Mehrzweckhalle. Die Halbwertszeit einer solchen Halle läge im Übrigen bei lediglich 25 Jahren.

Der Vorsitzende schlug die Anberaumung eines Termins mit Vertretern des Ortsgemeinderates und dem Vorstand des KV zur Problemlösung vor. Hiermit zeigten sich die Vorstandsmitglieder des KV einverstanden.

Vorstellung Projekt „KREADONIS“

Herr Herres (Jugendpfleger der VG Daun) führte aus, dass das Projekt „KREADONIS“ auf 4-5 Jahre ausgerichtet sei. Finanziert würde dieses durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Es wird die Durchführung von drei verschiedenen Projekten angestrebt. In Dockweiler käme die Gestaltung der Bahnbrücke in Betracht.

Neben der Lage (Publikumsverkehr durch Sportplatz, Radweg, Grüngutstelle) eigne sich die Bahnbrücke u. a., da ggf. die Sanitäranlagen des Sportplatzes genutzt werden könnten.

Auf Frage des Vorsitzenden, erklärt sich der anwesende Vorsitzende des Sportvereins, Herr Dietmar Uder, hiermit einverstanden.

Ziel des Projektes sei das Aufwerten der Orte. Stichwort: „Kultur auf’s

Land“.

Eine erste Aktion habe im Atelier des Herrn Stephan Will in Form des

Kreativ-Wochenendes am 25./26.01.2020 bereits stattgefunden.

Der Vorsitzende führte aus, dass sich der Ortsgemeinderat für eine

Unterstützung des Projektes entschieden habe.

Zunächst soll ein Flyer erstellt und dieser in der Ortsgemeinde verteilt

werden. Hierin wird zu einem Workshop eingeladen. Die Ausgestaltung

(Art und Form) des Projektes soll sich dann in Zusammenarbeit mit den

Bürgern entwickeln; es wird die aktive Unterstützung der Teilnehmer

benötigt.

Die Ortsgemeinde Dockweiler wird finanziell nicht belastet. Nach Gestaltung des Flyers wird der Ortsgemeinderat weiter beteiligt.

Jugendraum

Jugendpfleger Herres äußerte sich sehr positiv über die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen. Das Engagement im Hinblick auf die Finanzierung der Sanierung durch das Sammeln von Spenden sei „TOP“!

Nunmehr müsste die Verwendung der Spendengelder geklärt werden. Ein erster Arbeitseinsatz wurde terminiert, weitere Treffen sollen dann jeweils nach Vereinbarung stattfinden.

Der Ortsgemeinderat sagte seine Unterstützung zu.

Beratung und Beschlussfassung über die Aufstellung des Maibaumes

Die Diskussion über den Standort des Maibaumes besteht bereits seit mind. 10 Jahren, u. a. wegen Lärmbelästigung und Luftverschmutzung.

Der derzeitige Standort befindet sich zudem in Privatbesitz.

Weiter ist der Maibaumständer marode und muss erneuert werden.

Daher wurde ein Wechsel des Standortes z. B. zum Sportplatz beantragt.

Nach ausführlicher Diskussion schlug der Vorsitzende einen Ortstermin mit dem Bauausschuss und dem Dorfpflegeausschuss vor. Die Kosten für den neuen Baumständer in Höhe von ca. 500,00 EUR werden durch die Ortsgemeinde übernommen.

Im Vorfeld sollen die Jugendlichen weitere Überlegungen in Bezug auf mögliche Alternativen anstellen sowie einen „Verhaltensplan“ ausarbeiten.

Anschließend soll die Angelegenheit im Rat erneut besprochen und sodann entschieden werden.

Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2020

Wegen diverser anderer Aktivitäten im Ort entschied der Ortsgemeinderat in diesem Jahr nicht am Wetbewerb teilzunehmen.

Die ausführliche Niederschrift kann auf der Homepage der Ortsgemeinde nachgelesen werden.