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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Daun
Ausgabe 14/2020
Amtliche Bekanntmachungen und Mitteilungen für die Ortsgemeinden und die Stadt
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Quartierskonzept Darscheid - Gemeinsam geht's weiter!

Am 12. März 2020 fand in der Lehwaldhalle die Auftaktveranstaltung zum integrierten energetischen Quartierskonzept statt. Die Ortsgemeinde freute sich über gut 30 interessierte Bürger/-innen, die hierbei anwesend waren. Frau Bätzold vom beauftragen IfaS Birkenfeld stellte die Grundzüge des Quartierskonzeptes vor und beleuchtete die wichtigsten Punkte. So nimmt das Quartierskonzept den gesamten Ort, das „Quartier“ Darscheid in Blick und soll aufzeigen, wo durch bestimmte Maßnahmen eine Energieeinsparung, eine Steigerung der Energieeffizienz und eine CO2-Minderung erreicht werden kann. Dies kommt nicht nur für öffentliche Gebäude in Betracht, sondern auch für private Wohngebäude.

In ihrem Vortrag ging Frau Bätzold auf ein paar Klimafakten ein und stellte das Programm „Energetische Stadtsanierung“ vor, welches Grundlage für die Förderung dieses Quartierskonzeptes ist. Die Ortsgemeinde Darscheid erhält aus den Förderprogrammen von Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Land Rheinland-Pfalz eine insgesamt 85-prozentige Förderung. Die Laufzeit des Konzeptes beträgt 12 Monate. Es finden in dieser Zeit 4 Treffen der örtlichen Steuerungsgruppe statt (diese besteht derzeit aus dem Gemeinderat), hierbei werden stets die nächsten Schritte koordiniert. Das IfaS hat mit dem Ortsbürgermeister bereits eine Ortsbegehung durchgeführt und es wird nach dieser Auftaktveranstaltung noch einen themenbezogenen Workshop sowie eine Abschlussveranstaltung am Ende der Konzeptphase geben. Auch Gespräche mit Akteuren, die für die Umsetzung konkreter Maßnahmen von Bedeutung sind, finden im Rahmen der Konzeptphase statt. Es ist also spürbar, dass dieses Konzept nicht nur von planerischer Hand erstellt werden soll, sondern die Mitwirkung der Menschen vor Ort von hoher Bedeutung ist.

Handlungsfelder können neben der energetischen Sanierung von Gebäuden und der Optimierung der Wärmeversorgung (Stichwort Nahwärme) auch klimagerechte Mobilitätsthemen, Öffentlichkeitsarbeit mit Informationen zu gewünschten Themen und Beratungsangebote sein.

Frau Bätzold wies auch auf die neuen Fördermöglichkeiten für den Austausch von Ölheizungen hin. Hier gibt es seit Beginn des Jahres hohe Förderquoten von bis zu 45 % der Anschaffungskosten, wenn auf erneuerbare Energien umgestellt wird. Hierzu zählen Solarthermie, Biomasse wie z. B. Pellets, Wärmepumpen oder Gashybridheizungen. Informationen hierzu kann man beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) abrufen: www.bafa.de/ee. Die Förderung wird nur für Heizungen gewährt, die noch nicht von der gesetzlichen Austauschpflicht betroffen sind. Es werden quasi die Bürger/-innen mit der Förderung „belohnt“, die vor der Austauschpflicht ihrer Heizung schon den Wechsel vornehmen und somit das Klima schonen.

Auch andere energetische Sanierungsmaßnahmen wie die Dämmung der Außenfassade, der Dachflächen und der Geschossdecken sowie der Einbau einer Photovoltaikanlage oder einer solarthermischen Anlage können gefördert werden, dies über die KfW Bankengruppe. Auch hier bietet deren Internetseite www.kfw.de umfangreiche Informationen.

Im nächsten Schritt erläuterte Frau Bätzold auf die anstehende Fragebogenaktion. Hier sind alle Hauseigentümer/-innen gebeten und gefordert, einen Fragebogen zu ihrem Gebäude auszufüllen.

Im Anschluss an den Vortrag des IfaS waren die Teilnehmenden zur Mitarbeit aufgerufen. Die Ortsgemeinde und das IfaS interessieren, welche Themen den Bürger/-innen wichtig sind, was gut/erhaltenswert im Ort ist und wo man ggfls. energetisches Verbesserungspotential sieht. Auf Kärtchen trugen die Anwesenden viele Punkte zusammen und gaben dem IfaS somit den ein oder anderen Punkt zur weiteren Bearbeitung mit.

Die Ergebnisse werden derzeit vom beauftragten Büro ausgewertet und dann im nächsten Steuerungsgruppentreffen vorgestellt. Hieraus kann sich u. a. ergeben, welche Themen für den Workshop relevant sind.

Die Ortsgemeinde Darscheid dankte für das Interesse der Bürger/-innen und freut sich nun auf zahlreiche Rückläufe aus der Fragebogenaktion.