Natur- und Geopark GmbH Daun
An der neuen Info Tafel: v. l. n. r. Friedhelm Jax, Ortsbürgermeister Winkel, Christiane Rauen, Vorsitzende der Gillenfelder Eifelvereinsortsgruppe, Ann-Marie Lerch, Natur- und Geopark GmbH
Der Vulkanweg, einer der Hauptwanderwege des Eifelvereins, verbindet zwischen Andernach und Gerolstein in großen Schleifen die östliche mit der zentralen Vulkaneifel und vermittelt auf seinem Verlauf den jungen und jüngsten Vulkanismus der Eifel. Somit führt der Weg auch durch unsere Region und die Gemarkung Winkel.
Auf dem Streckenabschnitt von der Kreisstraße 14 bei der Demerather Mühle bis zur Sammetbach Furt beim Lenzenhaus ist die Gillenfelder Eifelvereinsortsgruppe Wegepate des Vulkanweges, d. h. er ist für eine schlüssige wegweisung verantwortlich und achtet auf einen verkehrssicheren Zustand des Weges.
Verlief der Vulkanweg in früheren Jahren in Niederwinkel von der Straße „An der Ley“ kommend über die Kreisstraße nach Oberwinkel und von dort auf dem sich langziehenden geteerten Wirtschaftsweg Richtung Immerath, so wurde diese, nicht mehr zeitgemäße Wegführung korrigiert. Heute führt uns der Vulkanweg entlang des Bürgerhauses, von dort gemeinsam mit dem Apolloniaweg ins Brühlenbachstal und windet sich dort über unbefestigte Feldwege auf den Fuchsberg, die Höhe oberhalb Oberwinkel.
Von hier bietet sich dem Wanderer ein herrlicher Blick über die weitläufige Talmulde Richtung Pulvermaar. Doch wer ahnt, dass sich in dieser Talmulde ein vulkanisches Relikt, ein „Maar“ verbirgt? Versteckt haben es erosive Kräfte, die im Laufe der Jahrtausende seinen Trichter eingeebnet haben.
Da das Oberwinkeler Maar wesentlich älter als das Pulvermaar ist, konnte der Zahn der Zeit viel länger an ihm nagen.
Übrig blieb in der tellerförmigen Mulde ein typisches Trockenmaar.
Nun wäre es doch fatal, wenn gerade auf dem „Vulkanweg“ dem Wanderer diese Besonderheit entginge.
Aus dem Gedanken traten nach interner Abstimmung der Wegpate, also die Gillenfelder Eifelvereinsortsgruppe und die Ortsgemeinde Winkel mit der Initiative an die Natur- und Geopark GmbH Daun heran, einen Informationspunkt mit den entsprechenden Hinweisen auf das Oberwinkeler Trockenmaar und sinen Besonderheiten zu schaffen.
Auch diese stand der Anregung aufgeschlossen gegenüber und nach einigen Abklärungen war die Sache in trockenen Tüchern.
Inzwischen ist die von der Natur- und Geopark GmbH interessant gestaltete Infotafel aufgestellt und verrät dem Wanderer, dass er mit dem „versteckten Maar“ nun noch ein weiteres Maar auf seiner vulkanischen Exkursion kennen gelernt hat.
Auf der am Infopunkt aufgestellten Ruhebank, kann unter den gewonnenen Erkenntnissen das Landschaftsbild neu und vertieft betrachtet werden und der nun geschulte Blick erkennt einen recht großen Krater, als Folge eines wohl heftigen Vulkanausbruchs.
Dank allen Beteiligten für das unkomplizierte und konstruktive Miteinander zur Erreichung eines kleinen Beitrages zur Stärkung der touristischen Infrastruktur.