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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Daun
Ausgabe 43/2020
Amtliche Bekanntmachungen und Mitteilungen für die Ortsgemeinden und die Stadt
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Aus der Niederschrift der Sitzung des Ortsgemeinderates am 28.08.2020

Einwohnerfragestunde

Ein Mitbürger erkundigte sich nach dem aktuellen Stand des geplanten Dorfladens. Der Ortsbürgermeister informierte, dass die Haushaltsbefragung eine Nichtrentabilität des ursprünglich geplanten Konzeptes `Dorfladen` ergeben hat und dass man nun nach Alternativen sucht.

Nach der Präsentation der Ergebnisse der Haushaltsbefragung fand am 28.07.2020 ein Treffen im kleinen Kreis statt, bei dem der weitere Fortgang besprochen wurde.

Die Ausgangsidee sieht vor, dass zwischen Gemeindehalle und Feuerwehrhaus eine neue Küche der Weggemeinschaft Vulkaneifel entsteht, aus der ein täglicher Mittagstisch angeboten werden soll. In den noch zu schaffenden Räumlichkeiten für dieses Angebot kann sich mit Hilfe von Ehrenamtlern ein Café-Betrieb etablieren, dem ein Verkauf von ausgewählten regionalen Produkten angeschlossen wird.

Als nächster Schritt soll geprüft werden, ob die angedachte Fläche wegen geringer Abstände, Gastank, Notausgang der Gemeindehalle und direkter Anbindung an den noch neu zu gestaltenden Gemeindeplatz überhaupt geeignet ist. Ebenfalls soll ein erstes Skizzieren des Vorhabens mit Bildern und Zahlen erfolgen, um zu prüfen, ob ein solches Projekt überhaupt umzusetzen ist.

Erstellung der Haushaltsplanentwürfe für das Haushaltsjahr 2021

Angesichts der zu erwartenden desaströsen Haushaltslage kommt vom Ortsbürgermeister lediglich die Anregung, die in der Zwischenzeit sehr schlechte Beschilderung der Gemeindewanderwege im kommenden Frühjahr zu erneuern. Hierfür sollen pauschal Mittel für benötigte Materialien angesetzt werden, die Begehung der Wege könne anstatt durch kostenintensive Planungsbüros durch Mithilfe von Bürgern selber gestemmt werden.

Keine Einwände seitens des Rates.

Informationen über den Ausbau eines Teilstücks der Hauptstraße

Der Ortsbürgermeister informierte, dass von den Besitzern der unbebauten Grundstücke nur einer von der Möglichkeit Gebrauch macht, im Zuge der Maßnahme einen Wasserhausanschluss ans Grundstück legen zu lassen.

Der Rat diskutierte die Problematik, dass bei einer späteren Bebauung unter Umständen wieder ein Eingriff in die Straße erforderlich ist. Da der Eigentümer aber nicht verpflichtet ist, etwaige vorgestreckte Kosten eines Wasseranschlusses zu übernehmen, sieht man von einer pauschalen Wasseranschlussverlegung für alle unbebauten Grundstücke ab.

Unabhängig davon werden auch alle unbebauten Grundstücke mit einem Kanalhausanschluss versehen um bei einer späteren Bebauung einen größeren Eingriff in der Straße zu verhindern.

Von den angeschriebenen Versorgern hat keiner Interesse signalisiert, ein Leerrohr für eine spätere Glasfaserversorgung der Haushalte zu legen. Wegen der Dringlichkeit hat der Ortsbürgermeister bei einem Ortstermin am 17.08.2020 entschieden, das Leerrohr auf Kosten der Ortsgemeinde zu verlegen. Wünschenswert wäre ein späterer Verkauf an einen möglichen Nutzer. Wolfgang Koch hat sich darum gekümmert, dass das Material zeitnah zur Verfügung steht.

Informationen

Waldbegehung

Bei einer Waldbegehung am 13.08.2020 zeigte Revierleiter Beck an verschiedenen Punkten die derzeit katastrophalen Auswirkungen von Borkenkäfer und Trockenheit im heimischen Revier auf.

Er hat den Auftrag bekommen, weiterhin Schadensbegrenzung zu betreiben, überall dort wo es sich lohnt. Angedacht für die Zukunft ist eine kleinflächige experimentelle Aufforstung, damit der Schaden bei einem Ausfall überschaubar gehalten wird.

Im Haushaltsplanentwurf des Forstes werden 10.000 EUR für Waldbegründung als Diskussionsgrundlage eingestellt.

Auf die Frage, inwieweit aktuell noch Holz für den Verkauf gehauen wird, berichtete der Ortsbürgermeister, dass aufgrund der Absatzschwierigkeiten nur noch auf Bestellung hin gehauen wird.

Ein Ratsmitglied regte an, bei der zukünftigen Brennholzbestellung eine verpflichtende Menge an Nadelholz durch die Käufer abnehmen zu lassen. Andere Ortsgemeinden praktizieren diese Vorgehensweise bereits. Dieser Vorschlag wird zu gegebener Zeit nochmals aufgegriffen.

Verschiedenes, Fragen, Wünsche, Anregungen

Neubeschichtung von Straßenlaternen

Bedingt durch eine Undichtigkeit der Schirmleuchten in der Hauptstraße, Obere Straße, Flürchen und im Baugebiet, würde die Fa. Westnetz gerne die Leuchten neu beschichten. Die Undichtigkeit entsteht an den oberen ovalen Gläschen der Leuchten. Diese jetzt weißen Gläser müssten dann im Farbton der Leuchte überstrichen werden.

Wenn die Fa. Westnetz dies jetzt macht, entstehen der Gemeinde keine Kosten. Eine Funktionsbeeinträchtigung bringt das Überstreichen nicht mit sich. Da eine spätere Reparatur außerhalb der Gewährleistung zu Lasten der Gemeinde gehen würde, spricht nichts gegen ein Überstreichen zum Erhalt der Laternen.

Der Rat beschloss, dass die Fa. Westnetz die Maßnahme durchführen soll.

Naturbegräbnisstätte

Für die Ausführung der Treppe stehen noch verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl.

Es werden 10 Blockstufen benötigt. Es wurden diverse Gestaltungsmöglichkeiten besprochen. Eine Stufenbreite von 1,50 m wird von allen favorisiert.

Ein Ratsmitglied fährt zu einem großen Hersteller dieser Blockstufen und erkundigt sich nach Preisen und optischen Möglichkeiten. Der Ortsbürgermeister wird einen ortsansässigen Schmied auf die Herstellung eines Handlaufes ansprechen.

In Sachen Bepflanzung der Beete haben sich der Ortsbürgermeister und die beiden Beigeordneten beraten lassen. Dabei wurde die Idee einer Staudenbepflanzung favorisiert.

Die Vorgehensweise wäre folgende, fasste der Ortsbürgermeister zusammen:

Einem Anbieter dieser Staudenkompositionen schickt man die Größe der Beete, Informationen über die Beschaffenheit des Bodens sowie Angaben zur Lage der Flächen und möglicherweise die Farbnuancen, die für die jeweiligen Beete gewünscht sind.

Der Anbieter erstellt ein Angebot, das bei Umsetzung nicht nur das Saatgut sondern auch einen Pflanz- und Pflegeplan enthält. Die Beete sollten dazu etwas größer angelegt werden als derzeit geplant.

Vorteile:

Die Kosten sind mit 25 bis 30 € pro Quadratmeter überschaubar und der Rat muss nicht selbst festlegen welche und wie viele Einzelpflanzen gekauft werden müssen. Durch unterschiedliche Pflanzen ist über weite Strecken im Jahr etwas am Blühen, sodass nicht nur für eine kurze Blühzeit ein ansehnliches Bild entsteht. Eine dauerhaft ansprechende Optik ist absolut wünschenswert. Da die Lieferung einen detaillierten Pflanz- und Pflegeplan beinhaltet, ist eine Fachkenntnis nicht unbedingt notwendig, um die Beete zu pflegen.

Wünschenswert wäre es trotzdem, wenn im Dorf jemand gefunden würde, der die Beet-Patenschaft übernimmt und sich zumindest in den beiden wichtigen Anfangsjahren um die Pflege kümmert.

Der Ortsbürgermeister nimmt Kontakt zu verschiedenen Anbietern auf und kümmert sich um Angebote, da sich alle Ratsmitglieder einig sind, dass die angedachte Staudenbepflanzung Sinn macht.