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Amtsblatt VG Ruwer
Ausgabe 23/2022
Amtliche Bekanntmachungen
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​​​​​​​Aus der Sitzung des Ausschusses für Tourismus, Kultur und Weinbau des Verbandsgemeinderates Ruwer vom 16.05.2022

Vorstellung des Projektes Beregnungsanlage im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens „Untere Ruwer“

Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens „Untere Ruwer“ wurden und werden unterschiedliche Maßnahmen durchgeführt, durch die eine Aufwertung der Weinkulturlandschaft erreicht und zugleich die weinbauliche Entwicklung positiv beeinflusst wird. Für die Weinbaubetriebe wurde eine Zukunftsperspektive geschaffen, um den zukünftigen Herausforderungen im Weinbau begegnen und diese meistern zu können. Den mit dem Klimawandel einhergehenden Problemen wird mittels verschiedener Maßnahmen entgegengewirkt. Neben dem Brachflächenmanagement, der Anlage von Querterrassen und dem Errichten von Anlagen zum Hochwasserschutz, ist die Ermöglichung einer Bewässerung der Weinberge ein zentrales Handlungsfeld. Bürgermeisterin Nickels informiert über ein erstes Gespräch mit Vertretungen der ADD, der Landwirtschaftskammer, dem Kreisbauernverband und der Teilnehmergemeinschaft zur Erprobung einer Beregnungsanlage im Gebiet des Flurbereinigungsverfahrens „Unteres Ruwertal“ als aktive Maßnahme zum Klimaschutz und zur Sicherung des Steillagenweinbaus unter veränderten klimatischen Bedingungen. Hierzu begrüßte zum TOP Herrn Torben Alles, Abtei-lungsleiter Landentwicklung und Bodenordnung beim DLR Mosel und Herrn Georg Roth, Sachgebietsleiter Planung und Vermessung beim DLR Mosel. Sie stellten das Projekt der Beregnungsanlage im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens “Untere Ruwer“ vor. Nach einleitenden Worten zu aktuellen Klimaentwicklungen und deren Folgen für den Weinbau wurden im Anschluss die Thesen für Bewässerung vorgestellt und erklärt warum Flurbereinigung für Projekte wie dieses geeignet ist. Dabei wurde ebenfalls der Antrags- und Genehmigungsprozess beschrieben. Dabei wurden detailliert auf die Gründung eines Wasser- und Bodenverbands eingegangen.

Mitteilungen

Bürgermeisterin Nickels informierte über den Gastgeberstammtisch, der am 03.05.22 statt-fand.

Außerdem informierte sie die Mitglieder über ein Gespräch mit dem LBM wegen der Beschilderung des Ruwertals und zum aktuellen Vorgehen.

Des Weiteren teilte sie den aktuellen Sachstand des geplanten Moselsteig – Seitensprungs in der VG Ruwer mit. Dabei informierte sie über die Arbeit der Tourist-Information und des Wegewarts, welche sich mit der potentiellen Wegeführung beschäftigen.

Zudem beschrieb sie rückblickend die kürzlich durchgeführten Eröffnungen des Walddistel-pfads in Farschweiler, des Osburger Panoramawegs sowie die geplante Eröffnung des neuen Wanderwegs in Riveris “Äppelkist & Schiefer“. Außerdem informierte sie über die geplante Veranstaltung am 03.07.2022, Mosel – Längste Musikmeile Deutschlands, welche auch im Ruwertal durchgeführt wird. Es werden Gespräche mit der Trier Tourismus und Marketing GmbH durchgeführt, im Hinblick auf deren neues Tourismus- und Hotelkonzept sowie der geplanten zukünftigen engeren Zusammenarbeit in verschiedenen touristischen Themenbereichen.

Wohnmobilstellplätze in der VG Ruwer

Seit der Ausweisung der ersten deutschen Reisemobilstellplätze in den 1980er Jahren hat sich der Reisemobiltourismus vom Nischenmarkt zu einem boomenden Segment im Deutschlandtourismus entwickelt. Den über 675.000 allein in Deutschland zugelassenen Reisemobilen (01.01.2021) stehen über 4.200 Stellplätze aller Größen- und Qualitätsstufen gegenüber. In der Tourismusstrategie der Verbandsgemeinde Ruwer wurde das Thema bereits aufgegriffen und als ein Handlungsfeld definiert. Die Bedarfe in den Ortsgemeinden wurden im Vorfeld schon abgefragt und am 07.04.2022 fand eine Informationsveranstaltung für die Ortsgemeinden statt, wo im Detail auf die Zielgruppen, deren Bedürfnisse, planungsrechtliche Grundlagen, Ausstattungsmöglichkeiten etc. eingegangen wurde. Die Ortsgemeinden hatten die Möglichkeit bis zum 31.05.2022 Rückmeldung zu geben, ob sie die Thematik weiterverfolgen möchten. In der Folge sind ggf. Maßnahmen der Bauleitplanung erforderlich. Die wichtigsten Inhalte der Informationsveranstaltung wurden dem Ausschuss durch Frau Marx, Leiterin der Tourist-Information in der Sitzung präsentiert. Die Verwaltung wird nach erfolgten Rückmeldungen der Ortsgemeinden die weiteren Optionen prüfen und dem Ausschuss über den Fortgang berichten.

Vorstellung der Machbarkeitsstudie „ankommen & aufatmen

Die beauftragte Machbarkeitsstudie zu der Neuanlage von 3 sogenannten Willkommensplätzen innerhalb der Verbandsgemeinde als weiteres touristisches Angebot ist abgeschlossen. Die Anlage solcher Plätze wird in der Studie befürwortet, sie sollen ein Baustein zur Stärkung und Wahrnehmung der VG Ruwer als eigenständige touristische Region sein und die große Vielfalt an Naturräumen in der VG Ruwer aufzeigen. Die Themen Wein, Wasser und Wald sollen als regionalspezifische Themen aufgegriffen werden, wobei jeder Standort in seiner Verortung und Ausgestaltung eines dieser Themen repräsentiert. Unter dem Slogan „ankommen & aufatmen“ sollen die Willkommensplätze dem Besucher einen freundlichen Empfang bieten, ihn einladen die VG Ruwer kennenzulernen und ihre Vielfalt zu erleben. Sie sollen die touristischen Schwerpunkte präsentieren und Orientierung bieten, die Verweildauer in der VG Ruwer erhöhen und eine Außen- und Innenwirkung ausstrahlen. Ziel der Machbarkeitsstudie war zunächst die Findung von potentiell geeigneten Standorten. Darauf aufbauend wurden der konkrete Planungsrahmen und die Grundzüge der Gestaltung erarbeitet und überschlägige Kosten für eine Umsetzung der 3 Standorte ermittelt. Da die Anlage der Plätze mit erheblichen Kosten einhergeht, sind weitergehende Planungen und die Realisierung nur mit Unterstützung durch Fördermaßnahmen durchführbar. Eine hohe Förderquote muss gegeben sein. Zudem soll sondiert werden, wie die Realisierung in Anbetracht der Haushaltslage und im Vergleich zu anderen anstehenden Projekten priorisiert werden kann. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung auf Grundlage der Machbarkeitsstudie das Projekt hinsichtlich möglichen Fördermitteln, Prioritäten, Realisierbarkeit, etc. zu überprüfen. Nach abgeschlossener Überprüfung wird die Verwaltung die Ergebnisse den Gremien entsprechend präsentieren.