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Amtsblatt VG Ruwer
Ausgabe 9/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Unterrichtung der Einwohner über die gemeinsame Sitzung des Verbandsgemeinderates Ruwer und des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses am 28.01.2026

über die gemeinsame Sitzung des Verbandsgemeinderates Ruwer und des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses am 28.01.2026

Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Thomas Hoffmann fand am 28.01.2026 im Rathaussaal in Waldrach eine gemeinsame Sitzung des Verbandsgemeinderates Ruwer und des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses des Verbandsgemeinderates statt. Die gesamte öffentliche Niederschrift kann im Internet auf der Homepage der Verbandsgemeinde Ruwer unter der Rubrik Ratsinformationssystem eingesehen werden. Im Folgenden wird über die wesentlichen Beschlüsse aus der Sitzung berichtet.

Öffentlicher Teil

TOP 1 Mitteilungen

Der Vorsitzende teilte mit, dass die erste Ausschreibung für den Neubau des Feuerwehrhauses Pluwig-Gusterath diese Woche rausgeht.

Der auf Kreisebene erstellte Feuerwehrbedarfsplan wurde über IKZ-Mittel des Landes finanziert. Die erste Infoveranstaltung mit der beauftragten Firma „antwortING“ fand am 26.01.2026 statt. Die Fertigstellung des Bedarfsplans wird Ende des III. Quartals 2026 erwartet.

Die Auftaktveranstaltung zur Anentwicklung der Gewerbeturboflächen Osburg/Thomm hat beim Innenministerium in Mainz stattgefunden. Der VG-Bürgermeister und die beiden Ortsbürgermeister von Osburg und Thomm haben teilgenommen. Am 29.01.26 fand ein erster Werkstatttermin statt, in dem erste Schritte diskutiert wurden. Daran nehmen auch je zwei Mitarbeiter des LMdI und der SGD Nord teil.

TOP 2 Sanierung Sporthalle Pluwig - Vorstellung der Planung und Bewerbung Förderprogramm Sanierung kommunaler Sportstätten

Die Vorplanungen zur Sanierung der Sporthalle einschl. dem angrenzenden Bürgerhaus (Leistungsphase 1-2) sind erfolgt. Vorgesehen ist u. A. die Erneuerung der technischen Anlagen wie Sanitär, Heizung, Lüftung und Elektro mit zugehörigen baulichen Maßnahmen an Böden, Decken und Wänden. Da die Räume des Bürgerhauses aus der Technik der Sporthalle versorgt werden, sind auch hier umfangreiche Maßnahmen erforderlich. Des Weiteren sind bauliche Anpassungen im Bereich der Sanitärtrakte der Sporthalle und des Bürgerhauses zur Gewährleistung der Barrierefreiheit erforderlich. Zwischenzeitlich erfolgte seitens des Bundes ein Aufruf zum Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Hierbei ist die energetische Sanierung von Gebäuden Voraussetzung zur Erfüllung der Förderkriterien. Das Projekt „Sanierung der Sporthalle Pluwig“ kommt zur Förderung im Rahmen des o.g. Projektaufrufs in Frage. Da die energetische Sanierung des Gebäudes eine Fördergrundlage darstellt, wurden die Vorplanungen entsprechend ergänzt und dienen als Basis der Bewerbung. Zur Wahrung einer möglichen Förderung bis zu 75% wurde vorsorglich - gemäß Vereinbarung zwischen der Behördenleitung und den Fraktionsvorsitzenden des VG-Rates - die Projektskizze (Fristablauf 15.01.2026) am 12.01.2026 abgesendet. Eine Gremiensitzung konnte bis dahin nicht stattfinden, der notwendige Gremienbeschluss kann jedoch bis zum 31.01.2026 nachgereicht werden. Die energetische Sanierung des Gebäudes ist auch aus Sicht des Klimamanagements der VG Ruwer geboten:

Die anwesenden Planer gaben ausführliche Erläuterungen zur beabsichtigten Sanierung. Fragen der Ratsmitglieder zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen der Mehrzweckhalle wurden von den Planern beantwortet. Zur Frage einer möglichen Bundesförderung in Höhe von 75 % der zuwendungsfähigen Kosten und der damit verbundenen notwendigen Haushaltsnotlage der VG fragte ein Ratsmitglied, ob diese Haushaltsnotlage vorliegt. Der Fachbereichsleiter antwortete, dass es keine Definition einer Haushaltsnotlage gibt. Die entsprechende Haushaltslage wird aber von der Kommunalaufsicht bestätigt. Weiter wurde nachgefragt, was geschehe, wenn eine geringere Bundesförderung oder gar keine Förderung bewilligt wird. Der Vorsitzende antwortet, dass sollte die VG keinen Erfolg bei der Bewerbung haben, der VG-Rat nochmals beraten müsse. Der Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss (BUPA) und der Verbandsgemeinderat (VG-Rat) nahmen die Ergebnisse der Vorplanungen zur Sanierung der Sporthalle und dem angrenzenden Bürgerhaus zur Kenntnis. Der Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss empfahl und der VG-Rat beschloss die Fortführung der Planungen auf dieser Basis. Des Weiteren beschloss der VG-Rat auf Empfehlung des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses die energetische Sanierung des Gebäudes sowie die Teilnahme am Förderprogramm des Bundes zur Sanierung kommunaler Sportstätten zu billigen.

TOP 3 Beratung und Beschlussfassung zur Übernahme von Mehrkosten durch die Verbandsgemeinde beim Ausbau der Sporthalle Pluwig zur Mehrzweckhalle

Die Vorplanungen zur Sanierung der Sporthalle einschl. dem angrenzenden Bürgerhaus (Leistungsphase 1-2) sind erfolgt. Bestandteil dieser Planungen ist auch die Ermittlung der zusätzlichen Leistungen und der hierdurch bedingten Mehrkosten für den Ausbau der Sporthalle zu einer Versammlungsstätte für 400 Personen. Gegenüber einer reinen Sanierung der Sporthalle sind folgende Maßnahmen erforderlich:

Zusätzlicher Notausgang aus der Halle einschl. Herstellung eines sicheren äußeren Fluchtweges

Errichtung eines Stuhllagers in Form einer Fertiggarage

Mechanische Lüftungsanlage zur Be- und Entlüftung der Halle bei Veranstaltungen bis 400 Personen; diese kann auch die Beheizungsfunktion bei gleichzeitigem Entfall der Fußbodenheizung in der Halle übernehmen

Sicherheitsbeleuchtung als Antipanikbeleuchtung

Hausalarmanlage mit Auslösung über Handmelder

Rauch- und Wärmeabzugsanlage

Des Weiteren sind fest installierte Lautsprecheranlagen zur gleichmäßigen Beschallung bei guter Sprachübertragungsqualität sowie eine strukturierte EDV-Verkabelung als passives Netzwerk zur möglichen Errichtung eines WLAN-Netzes vorgesehen. Ein festinstallierter Deckenbeamer und eine ausfahrbare Leinwand runden das Angebot zur Nutzung als Versammlungsstätte ab. Der Gemeinderat Pluwig hatte in der Sitzung am 9.12.2025 den einstimmigen Beschluss zum Ausbau der Halle zur Mehrzweckhalle - unter Vorbehalt der Zustimmung durch den Verbandsgemeinderat und der Kommunalaufsicht – gefasst. Der Vorsitzende bedankt sich bei den Planern für die ausführlichen Informationen zur Sanierung der Halle. Es entstand eine eingehende Diskussion im Rat. Ein Ratsmitglied betonte, dass die Halle seit ihrer Entstehung als Mehrzweckhalle genutzt wird. Zudem sei der Ortsgemeinde Pluwig in der Vergangenheit bereits die Übernahme der Mehrkosten von der vormaligen Verbandsbürgermeisterin zugesagt worden. Der Vorsitzende erinnerte an den einstimmigen Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses aus dem Jahr 2023 in dem der Ausschuss empfohlen hatte, die Mehrkosten zu übernehmen. In der weiteren Beratung wurde darauf hingewiesen, dass bei einer fehlenden Förderung eine VG-Umlageerhöhung notwendig sein wird und evtl. Begehrlichkeiten anderer Ortsgemeinden entstehen. Weiterhin wurde darauf hingewiesen, dass die Ortsgemeinde Gusterath beschlossen hat, sich nicht an den Mehrkosten zu beteiligen. Es wurde vom Vorsitzenden und aus dem Rat darauf hingewiesen, dass bei den damaligen Beschlüssen der Gemeinderat von höheren Kosten ausgegangen war. Das könnte sich bei einer Förderung noch ändern. Ein Ratsmitglied wies darauf hin, dass es im oberen Ruwertal und im Hochwald bereits mehrere Mehrzweckhallen gebe. Andererseits fehle eine derartige Halle im unteren Ruwertal. Weitere Ratsmitglieder rieten dazu, keine Neiddebatte zu führen. Die SPD-Fraktion wies darauf hin, dass der im Antrag der CDU-Fraktion getroffene Vergleich zur seinerzeitigen Übergangshalle Waldrach nicht greift, da es sich dabei um ein hybrides Gebäude handelte. Auf Nachfrage, wie die Beteiligung der Kosten berechnet wird, antwortete der Vorsitzende, dass auf das Gesamtprojekt gerechnet wird. Die Aufteilung 50:50 bezieht sich lt. Vorsitzenden allein auf die Übernahme der Mehrkosten. Ein Ratsmitglied gibt bekannt, dass die CDU-Fraktion ihren Antrag zurückziehe. Auf Antrag eines Ratsmitglieds zur Geschäftsordnung erfolgte die Abstimmung. Der Verbandsgemeinderat beschloss den Ausbau der Sporthalle Pluwig zur Mehrzweckhalle und die Übernahme der damit verbundenen Mehrkosten gemäß Empfehlungsbeschluss des HFA vom 06.09.2023 zu einem Anteil von max. 50 % der ungedeckten Bau- und Unterhaltungskosten, sollte die Bewerbung im Rahmen des Sportstättenförderprogramms des Bundes erfolgreich sein und die Gesamtsanierungskosten zu 75 % gefördert werden. Der Vorsitzende schließt die Sitzung des Verbandsgemeinderates. Der Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss beriet danach noch über den Haushaltsplan-Entwurf 2026 zu den anstehenden Investitionen und Unterhaltsungsmaßnahmen.