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Stadt- und Landbote - Aktuelles aus dem Ferienland Cochem
Ausgabe 28/2019
Veröffentlichungen der Stadt Cochem und der Ortsgemeinden
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Grußwort des Ortsbürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für das große Vertrauen bedanken, das sie mir bei der Bürgermeisterwahl geschenkt haben. Den Menschen, die mich in den Monaten vor der Wahl begleitet und tatkräftig unterstützt haben, gilt mein ganz besonderer Dank.

Es erfüllt mich mit großem Stolz, mich als Ortsbürgermeister in den Dienst der Ortsgemeinde stellen zu dürfen und ich freue mich darauf, für die Bürgerinnen und Bürger und zum Wohle der Gemeinde dieses anspruchsvolle Amt in den nächsten fünf Jahren ausüben zu dürfen.

Die originären Aufgaben eines Ortsbürgermeisters sind in §47 der GemO RLP definiert. Sie beschränken sich dort auf die Leitung der Gemeindeverwaltung und Vertretung der Gemeinde nach außen, die Vorbereitung und Ausführung der Beschlüsse des Gemeinderats bzw. dessen Ausschüsse, die Erledigung der laufenden Verwaltungsaufgaben und staatlich übertragenen Aufgaben sowie die Ausübung der Vorgesetztenfunktion der Gemeindebediensteten und der damit verbundenen Pflichten.

Mir ist jedoch sehr wohl bewusst, dass die Aufgaben des Ortsbürgermeisters noch sehr viel umfangreicher sind und auch die Erwartungshaltung der Menschen sowie auch die meinige an dieses Amt um einiges höher ist.

Der ideale Ortsbürgermeister ist ein hervorragender Redner und vorbildlicher Repräsentant, der sich verwaltungsmäßig umfassend auskennt und in Recht und Gesetz bestens bewandert ist. Die Mitbürgerinnen und Mitbürgern und den Gemeinderat informiert er umgehend, verständlich und allumfassend über die unterschiedlichsten Medien. Er ist zu jeder Zeit ein aufmerksamer Zuhörer, Kümmerer, Vermittler und Diplomat in allen zwischenmenschlichen Beziehungen. Sämtliche Aufgaben, Nöte und Ziele in der Ortsgemeinde hat er verinnerlicht und setzt die Beschlüsse des Rates und der Ausschüsse umgehend um. Er koordiniert mit fachlichem Wissen und handwerklichem Geschick die Planer, Firmen, Vertragspartner, Gemeindebediensteten, freiwilligen Helfer und alle weiteren Beteiligten unter Berücksichtigung haushaltsmäßiger Vorgaben und ist Vermittler zwischen den Generationen. Er betreut und unterhält die gemeindeeigenen Einrichtungen angefangen von Straßen, Plätzen, Wegen, Grünanlagen und Wald bis hin zum Bürgerhaus, Kindergarten, Spiel- und Sportplätzen, Friedhöfen, Tourist-Info und noch viele mehr. Er erkennt frühzeitig Probleme in der Gemeinde, sei es auf emotionaler oder rein sachlicher Ebene und findet umgehend Lösungsvorschläge. Er ist Katalysator der vielfältigen Meinungen unterschiedlichster Beteiligter, sondert das unwesentliche klug aus und leistet die erforderliche Überzeugungsarbeit für eine mehrheitliche Meinungsbildung im Rat. Er motiviert die Menschen mitzuwirken und sorgt in den Gremien und den vielfältigen Beziehungen im Zusammenspiel mit Verwaltung, Behörden und Nachbargemeinden sowie als Dienstherr allzeit für eine gute Stimmung. Er betreibt die Öffentlichkeitsarbeit in der Gemeinde, ist belesen und in den Medien bestens bewandert, erkennt den Trend der Zeit und lenkt die Geschicke der Gemeinde geduldig, rücksichtsvoll und zukunftsorientiert. Er verhindert den Leerstand, schafft Bauplätze und ermuntert Familien und Firmen, in der Ortsgemeinde ansässig zu werden, Arbeitsplätze bereit zu stellen und die Landschaft und den Ort zu pflegen und den Berufsstand des Winzers zu erhalten, usw., usw.. Wie im Eingangssatz erwähnt: Das wäre der perfekte Bürgermeister!

Dass diese Ansprüche nicht alle in einer Person zu 100% vereinbar sind und dass es neben dem Amt auch noch ein Privatleben gibt, dürfte sicher jedem bewusst sein und das ist auch mir klar.

Ich habe dieses ehrenvolle Amt jedoch trotz dieser großen Erwartungen angenommen und möchte es verantwortungsvoll wahrnehmen, da mir sehr viel an diesem schönen Dorf und an den Menschen liegt und ich mir aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen in den unterschiedlichsten Gremien, Vereinen, Initiativen und der Dorfgemeinschaft sicher bin, dass mich sehr viele Mitmenschen hierbei unterstützen und wir diese Aufgaben gemeinsam bewältigen werden.

Es wird mir in den nächsten fünf Jahren eine Freude sein, mit all diesen Menschen und hoffentlich noch vielen weiteren zusammenzuarbeiten und unseren Ort lebens- und liebenswert zu erhalten, zu gestalten und weiterzuentwickeln. Denn eines haben die eben aufgeführten Zeilen, wie ein idealer Bürgermeister aussehen sollte, gezeigt: So etwas kann eine Person nicht alleine bewältigen. Der Bürgermeister und der gesamte Gemeinderat braucht die Unterstützung vieler Bürger. Nur gemeinsam sind wir stark und auch das ist eine große Herausforderung für die Zukunft!

An dieser Stelle möchte ich einmal all denen herzlich danken, die sich in unserem Dorf in irgendeiner Form bereits verantwortlich fühlen und Aufgaben zum Wohle der Gemeinde übernehmen bzw. dies in der Vergangenheit übernommen haben und damit unsere Gemeinde erst zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Hierzu zählen insbesondere die vielen ehrenamtlichen und in Vereinen organisierten Bürgerinnen und Bürger sowie die vielen Menschen, die im Hintergrund tätig sind und keinen Lohn, kein Lob oder Anerkennung für ihr selbstloses Handeln erwarten. Alle, die in unserem Ort bislang noch nicht erkannt haben, dass es gemeinsam viel besser geht und es Freude macht, sich in die Dorfgemeinschaft einzubringen, möchte ich aufrufen, es diesen Menschen gleichzutun.

Danken möchte ich nicht zuletzt auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ortsgemeinde und in der Verwaltung sowie meinen bisherigen und zukünftigen Mitstreitern im Gemeinderat, die durch ihr Handeln und ihr Mandat aktiv an der Gestaltung des Ortes mitgewirkt haben und sich auch zukünftig in irgendeiner Weise noch aktiv beteiligen werden. Ich bin froh darüber, dass sich wieder viele Mitbürgerinnen und Mitbürger bereit erklärt haben, sich der Wahl zu stellen und im neuen Rat mitzuwirken. Ganz besonders freut es mich, wieder ein paar junge, neue Gesichter dabei zu haben und ich bin sicher, dass es eine harmonische und konstruktive Zusammenarbeit geben wird. Ich möchte dies auch mit dem Aufruf an unsere Jugend verbinden, sich noch mehr in der Verantwortung für unseren Ort zu sehen. Bringt Euch bitte ein, denn wir brauchen Euch. Ihr seid die Zukunft des Dorfes! Von den Menschen, die ihr gestecktes Ziel vielleicht nicht erreicht haben, wünsche ich mir, dass sie sich nicht entmutigen lassen und sich auch weiterhin mit einbringen werden.

Ganz herzlich bedanken möchte mich ich auch im Namen des Rates und der gesamten Dorfgemeinschaft vor allem bei meiner Vorgängerin Heidi-Hennen Servaty, die sich in ihrer 20-jährigen Ratstätigkeit und 10-jährigen Aufgabe als Ortsbürgermeisterin mit herausragendem Engagement zum Wohle der Dorfgemeinschaft und einer guten Partnerschaft mit unseren Nachbardörfern eingesetzt hat. Den Titel der „Ortsbürgermeisterin des Golddorfes und des gemeinsam erreichten zweiten Platzes im Europäischen Dorferneuerungswettbewerb“ wird ihr keiner nehmen können.

Wir werden ihre Ratschläge, Erfahrung, Diplomatie und insbesondere ihr Einfühlungsvermögen für die Mitmenschen im zukünftigen Rat vermissen und bauen darauf, dass sie uns mit ihrem großen Erfahrungsschatz noch lange als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht.

Als Dank und äußeres Zeichen unserer Anerkennung für ihren langjährigen Einsatz haben wir ihr gerne einen Blumenstrauß und eine von unserer Künstlerin Karin gestaltete Fassdaube überreicht. Möge sie sie noch lange insbesondere an die schönen Zeiten im Gemeinderat erinnern.

Allen Mitmenschen in unserem schönen Dorf und auch mir wünsche ich für die nächsten fünf Jahre eine harmonische und konstruktive Zusammenarbeit bei guter Gesundheit und ohne größere Schäden und möchte schließen mit dem Aufruf: „Es gibt viel zu tun, packen wir es gemeinsam an“.

Die Veröffentlichung der Niederschrift der konstituierenden Sitzung vom 01.07.2019 erfolgt in einer der kommenden Ausgaben des Stadt- und Landboten. Es freut mich bereits vorab mitteilen zu dürfen, dass mit Helmut Brück als erstem Beigeordneten, Peter Seidel als zweitem Beigeordneten und Axel Probst als drittem Beigeordneten mit jeweils einstimmigen Beschlüssen ein Team mit einem großen Erfahrungsschatz in der Gemeindearbeit und umfangreichem Sachverstand gewählt wurde, bei dem ich mir einer tollen Zusammenarbeit sicher sein kann.

Die Sprechstunden finden zukünftig donnerstags von 18:30 bis 20:00 Uhr im Bürgerhaus statt.

Bernhard Himmen
Ortsbürgermeister