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Stadt- und Landbote VG Cochem
Ausgabe 41/2025
Veröffentlichungen der Stadt Cochem und der Ortsgemeinden
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Aus der Niederschrift

über die 6. Sitzung des Gemeinderates Pommern am 17.09.2025 im Bürgerhaus "Alte Schule", Am Spilles

- Einladung vom 08.09.2025-

Beginn:

19:03 Uhr

Ende:

20:05 Uhr

Anwesend

Als Vorsitzende:

Ortsbürgermeisterin Hildegard Moritz

Als Mitglieder:

Norbert Eiden

Christina Frevel

Markus Gebert

Kay Massion

Ruth Mentenich

Dieter Müller

Thorsten Stein

Andreas Sturm

Auf Einladung:

Bürgermeister Wolfgang Lambertz, VGV Cochem

Schriftführerin:

Elke Heidler, VGV Cochem

Vor Eintritt in die Tagesordnung stellt die Vorsitzende die ordnungsgemäße Einberufung und die Beschlussfähigkeit des Gemeinderates fest. Gegen die Einladung sowie die Tagesordnung werden keine Bedenken erhoben. Die Niederschrift über die Sitzung vom 15.07.2025 wird einstimmig gebilligt. Die Vorsitzende begrüßt die Damen und Herren des Rates, die Vertreter der Verwaltung, sowie die Zuhörer und eröffnet die Sitzung.

Tagesordnung

Öffentliche Sitzung

1. Mitteilungen der Ortsbürgermeisterin

a)

Die Vorsitzende gibt die aktuellen Sachstände über die

- Verpachtung des Moselimbisses und

- einer freigewordenen Gemeindemietwohnung in der Zehnthofstraße 18 bekannt.

b)

Am 13.09.25 hat der diesjährige Mosel-Clean-Up stattgefunden. Sie dankt allen Teilnehmenden für ihren Einsatz.

c)

Das Martberg-Cafe hat zwischenzeitlich eine Gaststättenkonzession erhalten und kann somit weiter betrieben werden.

d)

Mit der Verlegung des Radweges am Campingplatz/Ortsdurchfahrt Pommern bis Einmündung Pommerbach soll in Kürze begonnen werden.

e)

Die Baumkontrolle ist durch die Verbandsgemeindeverwaltung Cochem neu ausgeschrieben worden. Das Baumkataster wird auch wieder dort geführt. Aufgrund der Verlegung des Radweges müssen die Nussbäume an der B49 gefällt werden, daher sind diese nicht mehr ins Baumkataster aufzunehmen.

Der Gemeinderat nimmt dies zustimmend zur Kenntnis.

f)

Die Ortsgemeinde Pommern kann durch das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) für die Umrüstung der Innenbeleuchtung des Gemeindehauses „Am Spilles“ einen Zuschuss in Höhe von 5.381 Euro erhalten. Hierfür ist ein Angebot eines Elektrounternehmens erforderlich, aus dem die CO2 Stromeinsparung hervorgeht.

2. Bekanntgabe der Beratungsergebnisse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 15.07.2025

Die Vorsitzende gibt die Beratungsergebnisse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 15.07.2025 bekannt.

3. Bebauungsplanentwurf "Moselvorgelände Pommern";

a) Beratung und Beschlussfassung über die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit eingegangenen Anregungen

b) Beratung und Beschlussfassung über die Durchführung der Offenlage

Der Gemeinderat hat sich zuletzt in seiner Sitzung am 03.12.2024 mit der Angelegenheit befasst. Ziel der Planung ist die Festsetzung einer Grünfläche für Freizeit, Erholung und Kultur im Moselvorgelände. Für den Bebauungsplan „Moselvorgelände Pommern“ wurde die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange in der Zeit vom 30.06.2025 bis 01.08.2025 durchgeführt.

a)

Der Gemeinderat wägt die vorliegenden Bedenken und Anregungen unter Zugrundelegung der Vorschläge des Planungsbüros West ab:

-

Struktur- u. Genehmigungsdirektion Nord, Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz

1.

Oberflächenwasserbewirtschaftung

Die vorliegenden Anregungen werden unter Berücksichtigung der Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

2.

Schmutzwasserbeseitigung

Die vorliegenden Anregungen werden unter Berücksichtigung der Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zurückgewiesen.

3.

Wasserhaushaltsbilanz

Die Anregungen nach Erstellung einer Wasserhaushaltsbilanz wird gemäß den Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme nicht berücksichtigt.

4.

Starkregenvorsorge

Die vorliegenden Anregungen werden gemäß den Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme berücksichtigt.

5.

Allgemeine Wasserwirtschaft

Die vorliegenden Anregungen werden unter Berücksichtigung der Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen und zurückgewiesen.

6.

Abschließende Beurteilung

Die Mitteilung wird unter Berücksichtigung der Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen und zurückgewiesen.

Abstimmungsergebnis: Einstimmig

-

Kreisverwaltung Cochem-Zell

1.

Untere Bauaufsichtsbehörde

Die Mitteilung wird zur Kenntnis genommen.

2.

Untere Naturschutzbehörde

Die vorliegenden Anregungen werden unter Berücksichtigung der Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

3.

Untere Abfall- und Bodenschutzbehörde

Die vorliegenden Anregungen werden unter Berücksichtigung der Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

4.

Untere Denkmalschutzbehörde

Die vorliegenden Anregungen werden unter Berücksichtigung der Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

5.

Untere Immissionsschutzbehörde sowie weitere beteiligte Fachbehörden der Kreisverwaltung

Die Mitteilung wird unter Berücksichtigung der Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

Abstimmungsergebnis: Einstimmig

-

Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz

1.

Bergbau/Altbergbau

Die vorliegenden Anregungen werden gemäß den Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme berücksichtigt.

2.

Boden und Baugrund - allgemein

Die fachliche Bestätigung der in den Testfestsetzungen enthaltenen Hinweisen wird zur Kenntnis genommen.

3.

Boden und Baugrund - mineralische Rohstoffe

Die Mitteilung wird unter Berücksichtigung der Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

4.

Geologiedatengesetz

Die vorliegenden Anregungen werden gemäß den Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

Abstimmungsergebnis: Einstimmig

-

Eisenbahn-Bundesamt

Die vorgetragenen Anregungen werden gemäß den Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

Abstimmungsergebnis: Einstimmig

-

Deutsche Bahn AG, DB Immobilien

Die vorgetragenen Anregungen werden gemäß den Ausführungen in der auswertenden Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

Abstimmungsergebnis: Einstimmig

b)

Des Weiteren beschließt der Gemeinderat die Fortschreibung des Bebauungsplanes unter Berücksichtigung der vorgebrachten Anregungen und Hinweise und beauftragt die Verbandsgemeindeerwaltung mit der Durchführung der Offenlage gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch.

Abstimmungsergebnis: Einstimmig

4. Sanierung der Brücke über dem Pommerbach "Am Spilles"; Antrag zum Investitionsstock

Aufgrund des schlechten Bauwerkszustandes im Bereich des Gewölbes sowie des Rahmenbauwerks und der zwischenzeitlich veranlassten Lastbeschränkung für den lokalen Straßenverkehr beabsichtigt die Ortsgemeinde Pommern, die Brücke zu ertüchtigen bzw. zu sanieren. Die Prüfberichte nach DIN 1076 zur Brückenprüfung aus dem 2021 (Einfache Prüfung) und dem Jahr 2023 (Hauptprüfung) sowie der Sonderprüfung im Jahr 2025 weisen mehrere Substanzschäden und weitere Mängel aus, welche die Dauerhaftigkeit und Standsicherheit dieses Bauwerks erheblich beeinträchtigen. Diese Feststellung konnte durch eine objektspezifische Schadenanalyse (OSA) im Jahr 2024 bestätigt werden. Der Umfang, die Art und die Ausprägung der festgestellten Schäden lassen eine wirtschaftliche und fachgerechte Instandsetzung nicht mehr zu.

Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf ca. 1 Million Euro.

Der Gemeinderat beschließt, auf Grundlage der vorliegenden Planung unter Berücksichtigung der Kosten von Erschütterungsmessungen eine Zuwendung aus Mitteln des Investitionsstockes für die fachgerechte Instandsetzung der Brücke „Am Spilles“ in Pommern zu beantragen.

Abstimmungsergebnis: Einstimmig

5. Stützmauer am Friedhof;

Herstellung von Entwässerungsbohrungen an der Stützwand

Die Verbandsgemeindeverwaltung Cochem wurde von der Ortsgemeinde Pommern damit beauftragt, eine Preisanfrage vorzunehmen, um die Stützwand vom Friedhof mit Kernbohrungen zu entwässern. Es werden horizontale Löcher durch die Wand in einem bestimmten Winkel nach unten gebohrt, um das Wasser aufzufangen, das sich hinter dem Mauerwerk sammelt. Diese „Sickerlöcher“ ermöglichen einen ungehinderten Abfluss des Wassers, wodurch sich kein Druck auf die Mauer aufbaut und strukturelle Schäden verhindert werden.

Für die erforderlichen Arbeiten wurden zwei Firmen zur Angebotsabgabe im Zuge einer freihändigen Vergabe aufgefordert, welche dem Gemeinderat vorliegen.

Der Gemeinderat beschließt, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter zu erteilen.

Zunächst soll nur eine Probebohrung durchgeführt werden. Durch ein sogenanntes Riss-Monitoring könnte eine zusätzliche Maßnahme ergriffen werden, um die Risse in der Mauer festzuhalten und zu dokumentieren.

Abstimmungsergebnis: Einstimmig

6. Beratung und Beschlussfassung über das Forderungspapier der Initiative "Jetzt reden wir"

Die Lage der Kommunen in Rheinland-Pfalz - insbesondere der verbandsangehörigen Gemeinden - verschlechtert sich zusehends; fehlende finanzielle Mittel und damit Spielräume für Interessen und Bedürfnisse der örtlichen Gemeinschaft, überlastetes Ehrenamt, mangelnde Unterstützung und eine überbordende Bürokratie sind nur einige wenige Aspekte, die ernsthaft angegangen werden müssen. Die Politik auf Bundes- und Landesebene „muss sich endlich ehrlich machen“, soll die kommunale Selbstverwaltung i. S. d. Art. 28 Abs. 2 GG und Art. 49 Abs. 1 bis 3 LV-RP nicht kollabieren.

Nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stärker - jetzt handeln“ haben sich zahlreiche Gemeinde- und Stadträte überparteilich und sachlich mit nachstehenden - ausgewählten - Forderungen an die Bundes- und Landesebene eingehend beschäftigt und tragen diese nach Beschlussfassung an Herrn Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer mit der dringenden Bitte um Einleitung spürbarer und ernsthafter Schritte - auch im Bundesrat - heran.

Der Ortsgemeinderat der Ortsgemeinde Pommern befasst sich mit dem vorliegenden Forderungspapier zur Stärkung bzw. Revitalisierung der kommunalen Selbstverwaltung für eine lebenswerte Heimat. Dieses beinhaltet zusammengefasst:

Abstract - Forderungspapier „Jetzt reden WIR - Ortsgemeinden stehen auf!“

Die Ortsgemeinden in Rheinland-Pfalz sehen ihre kommunale Selbstverwaltung insbesondere durch eine unzureichende Finanzausstattung, überbordende Bürokratie, eingeschränkte Planungshoheit und überlastetes Ehrenamt akut gefährdet. Das Forderungspapier richtet sich an Landes- und Bundespolitik mit dem Ziel, die Handlungsfähigkeit vor Ort nachhaltig zu sichern.

Zentrale Forderungen sind:

-

Finanzielle Eigenständigkeit:

Reformansätze des bundesstaatlichen Finanzausgleichs zur Finanzierung von Sozial- und Jugendhilfelasten; Einführung eines bundesstaatlichen Konnexitätsprinzips bzw. Schärfung des Konnexitätsprinzips nach Art. 49 Abs. 5 LV-RP; Stärkung und Verstetigung der Finanzausgleichs- bzw. Gesamtschlüsselmasse und Abbau zweckgebundener Zuweisungen zugunsten allgemeiner Zuweisungen.

-

Planungs- und Handlungshoheit:

Einschränkung übergeordneter Eingriffe; Sicherung von Abstandsflächen bei Energieanlagen; Erhalt wiederkehrender Straßenausbaubeiträge und bedarfsgerechte Finanzierung von Infrastruktur.

-

Entbürokratisierung und Stärkung des Ehrenamtes:

Vereinfachung von Vergabe- und Verwaltungsverfahren; Digitalisierung; flächendeckende Aufgabekritik und Reduzierung von Standards auf ein unabdingbares Maß sowie Unterstützung des Ehrenamtes durch das Land gegenüber Arbeitgebern.

Die Gemeinden fordern spürbare gesetzliche und finanzielle Maßnahmen, um ihre Rolle als Fundament von Demokratie und Heimat im ländlichen Raum zu erhalten und zu stärken.

Verfasser:

Berthold Schäfer, Ortsbürgermeister Ortsgemeinde Alflen

Thomas Schäfer, Erster Beigeordneter Ortsgemeinde Dohr

Stefan Thomas, Ortsbürgermeister Ortsgemeinde Faid

Matthias Hetger, Ortsbürgermeister Ortsgemeinde Hambuch

Johannes Hammes, Ortsbürgermeister Ortsgemeinde Zettingen

Kontakt: ortsgemeinden-stehen-auf@web.de

Der Gemeinderat schließt sich der Initiative „Jetzt reden WIR - Ortsgemeinden stehen auf!“ an und beschließt das vorliegende „Forderungspapier zur Stärkung bzw. Revitalisierung der kommunalen Selbstverwaltung für eine lebenswerte Heimat“.

Die Verwaltung wird beauftragt, den Beschlussauszug digital bis spätestens Ende Oktober den Initiatoren der Initiative an ortsgemeinden-stehen-auf@web.de vorzulegen.

Das Forderungspapier soll Mitte November 2025 am Rande des Plenums an Herrn Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer mit Vertretern der angeschlossenen Gemeinden übergeben werden.

Abstimmungsergebnis: 6 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung

Vor Beendigung der „Öffentlichen Sitzung“ gibt die Vorsitzende den Zuhörern Gelegenheit Fragen zu stellen.

Bezüglich einer Frage der Talseitigen Wasserführung des Wirtschaftsweges „Neuer Weg“ wird an Herrn Revierförster Bleser verwiesen, da dieser die Maßnahme betreut.