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Zeller Land Nachrichten
Ausgabe 1/2021
Aus den Gemeinden
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Zum neuen Jahr

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich wünsche Ihnen allen einen wunderbaren Start ins neue Jahr und möchte Ihnen auf diesem Wege die besten Wünsche mitgeben, dass es ein Jahr wird, in dem wir positiv nach vorne schauen.

Wir wissen um die Herausforderungen, die jeder von Ihnen im letzten Jahr auf sich nehmen musste. Um so wichtiger ist es jetzt, dass wir im nächsten halben Jahr zusammenstehen und diese besondere Situation angehen und meistern.

Lassen sie mich sagen, dass wir mit viel Hoffnung nach vorne schauen können. Denn mit der Zulassung der ersten Impfmittel, die jetzt im nächsten halben Jahr mehr und mehr in der Bevölkerung zur Verfügung stehen werden, können hoffentlich auch wir wieder zu einer gewissen Form von Normalität zurückkehren.

Abseits dessen haben wir in Zell einiges bewegen können und dies möchte ich Ihnen in dieser Neujahr-Mitteilung in Kurzform näher bringen.

Politik ist in die Zukunft gerichtet. Wir wissen nicht immer was kommen wird. Wir versuchen aber bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen für ein lebenswertes Arbeiten und Leben vor Ort. Hier in Zell - in unserer Heimat.

Das ist unser aller Bemühen in Wirtschaft und Gesellschaft; nicht zuletzt bei den von Ihnen gewählten Vertretern im Stadtrat.

Es ist mir eine besondere Freude, dass alle im Rat vertretenen Gruppierungen hieran konstruktiv ohne Ansehung der farblichen Heimat nur der Sache dienend zusammenarbeiteten. Dafür gilt nicht nur mein, sondern der Dank der ganzen Bevölkerung.

In diesem Sinne einer vertrauensvollen Erörterung der vielfältigen Themen und Aufgaben, die unser Stadtrat in diesem Jahr zu erfüllen hat, wollen wir weiterarbeiten.

Viele Aufgaben haben wir in 2020 weitergeführt, neue begonnen und weitere neue Aufgaben warten auf uns in diesem Jahr.

Hierzu möchte ich Ihnen einige Beispiele nennen:

Neugestaltung des Moselvorgeländes

Für die Neugestaltung des Moselvorgeländes wurde das Architekturbüro ausgesucht. Mit ihm gilt es nun eine attraktive Gestaltung für den vielfältigen Aufenthalt im Einklang mit dem fließenden und ruhenden Verkehr zu entwickeln und mit den Arbeiten zu beginnen.

Stadtentwicklung:

Für die weitere Entwicklung der Stadt Zell (Mosel) stehen weiterhin öffentliche Mittel auch für private Investitionen im Sanierungsgebiet zwischen Schlossstraße und Merler Straße zur Verfügung.

In diesem Bereich wollen wir die Stadthalle weiter energetisch sanieren und einem Facelifting unterziehen.

In der Innenstadt werden wir die Wohnquartiere qualitativ verbessern. Durch den Abriss von Häusern in der Römer- und Jakobstraße werden wir die Belichtung und Verkehrsführung in der engen Innenstadt verbessern.

Für die „gute Stube“ unserer Stadt - die Balduinstraße - ist der Stadtrat dabei, mit vereinten Kräften die Attraktivität zu steigern. Vorschläge hierzu sind einerseits in den Untersuchungen der Vorjahre als auch in den neuen Vorschlägen der Arbeitsgruppe „Shop-Management“ enthalten.

Ein erster Ansatz ist die von unserer Stadtmarketing initiierte gelungene Neuinstallierung des Wochenmarktes. Er wird vor Ostern wieder öffnen und ich denke, wieder erfolgreich zur Belebung der Innenstadt beitragen.

Dorferneuerung Kaimt und Merl

Die Dorferneuerung ist ein wesentlicher Bestandteil ländlicher Strukturpolitik mit dem Ziel einer umfassenden Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Stadtteilen Kaimt und Merl.

Insbesondere die Gestaltung des demografischen Wandels und die damit verbundenen Herausforderungen stellen die Dorferneuerung vor große Herausforderungen. Die Ortskerne müssen künftig für junge und alte Menschen attraktiv und nachhaltig gestaltet werden. Die Dorferneuerungsplanung stellt das Instrument dar, mit dem heute - unter aktiver Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger - Leitbilder für die Zukunft formuliert werden.

Die Anträge für die Stadtteile Kaimt und Merl liegen den Landesbehörden vor. Nach Eingang der Bewilligung wird der Stadtrat ein Betreuungsbüro auswählen und gemeinsam mit den Bürgern werden in Bürgerversammlungen die weiteren Wege erörtert und festgelegt.

Straßenbau

Bei der Sanierung der Straßen wird das Programm 2017-21 in diesem Jahr auslaufen. Derzeit ist die beauftragte Fachfirma dabei, das Straßennetz aufzunehmen. Auf dieser Grundlage wird der Stadtrat zu entscheiden haben, wie und welche Sanierungen und Ausbauten durchgeführt werden.

Im Frühjahr beginnen im Rahmen des derzeitigen Programms die Ausbaumaßnahmen in der Willi-Gräbner-Straße, der Buchenstraße auf dem Barl und der Marienburgstraße in Kaimt. Die Ausbaupläne hierzu können Interessierte gerne bei der Stadtverwaltung einsehen.

Mit zwei Baggern haben wir im vergangenen Jahr begonnen, die Trassen der Weinbergs- und Wirtschaftswege im gesamten Stadtbereich zu erneuern und die Vorfluter zu sanieren. Hierdurch wird sowohl die Wasserführung als auch die Befahrbarkeit wieder hergestellt und verbessert. Die Arbeiten werden lfd. fortgeführt. Anschließend werden die Wege an den erforderlichen Stellen mit Schotter befestigt.

Fußgängerbrücke

Eine wichtige Verbindung zwischen den Stadtteilen bedarf ebenfalls der Sanierung. Unsere Fußgängerbrücke ist in die Jahre gekommen und der Zahn der Zeit nagt doch sehr heftig an dem Bauwerk. Derzeit laufen die baulichen Untersuchungen. Hoffen wir, dass die Substanz noch so gut erhalten ist, dass eine zwar sehr teure aber machbare Sanierung uns dieses wichtige Verbindungsglied zwischen den Stadtteilen erhalten lässt.

Bauplätze

Starke Nachfrage nach baureifen Grundstücken führte dazu, dass die letzten zum Verkauf stehenden Grundstücke in Barl III Käufer fanden.

Die weitere rege Nachfrage an Bauplätzen wollen wir mit der Erschließung von neuem Bauland in Kaimt-Nord bedienen.

Nachdem mit allen Grundstückseigentümern die Sachlage abgeklärt wurde, kann nunmehr der Bebauungsplan aufgestellt und die Erschließung des Geländes in die Wege geleitet werden.

Tourismus

Für den Tourismus waren und sind die Reisebeschränkungen einerseits eine sehr einschneidende Blockierung. Andererseits zeigen die Reisebeschränkungen ins Ausland, dass sie für die Moselregion und unsere Stadt auch eine Chance darstellen. Chancen, die es zu nutzen gilt.

Noch nie hatten wir so viele Wanderer und Radfahrer im Moseltal. Familien und besonders auch junge Urlauber fanden den Weg zu uns. Dies gilt es aufzugreifen und durch entsprechende Angebote auszubauen.

Bei dem erfreulich großen Zuspruch der Gäste zum Moseltal zeigte sich, dass sich im gastronomischen Bereich die Möglichkeiten einer erweiterten Angebotspalette bietet.

Eine Erweiterung der Angebotspalette im Bereich der Unterkünfte zeigen Gespräche der Stadt Zell auf, die wir mit einem Investor führen, mit dem Ziel der Errichtung einer größeren Hotelanlage.

Unsere Feste

Das Weinfest der „Zeller Schwarze Katz“ fiel in 2020 Corona zum Opfer. Das „Virtuelle Zeller Festgefühl“ wurde zwar sehr gut angenommen, kann aber kein Ersatz für das Treffen in fröhlicher Runde sein; sondern nur Ergänzung.

Sofern es die Corona-Situation zulässt, wollen wir in diesem Jahr unser Weinfest in der Innenstadt feiern. Die Baustelle des Neubaues der Verbandsgemeindeverwaltung sowie die Vorarbeiten zur Neugestaltung des Moselvorgeländes lassen eine sichere Planung an alter Festplatzstätte nicht zu. Lassen Sie uns die Zeller Schwarze Katz am und um den Marktplatz feiern, wenn es denn möglich sein sollte.

Energie

Für neue Formen der Energiegewinnung werden wir in diesem Jahr weiter den Weg freimachen. Während im Bereich Vogthof eine rd. 26 ha große Freiflächenfotovoltaik-Anlage mit Gewinnung von Wasserstoff entstehen wird, steht auf dem Barl die Umsetzung des Projektes Nahwärme mit einem Hackschnitzelheizwerk vor der unmittelbaren Umsetzung.

Die Anregung, die Kernstadt Zell an die überörtliche Gasversorgung anzuschließen wird nach den Gesprächen mit den zuständigen Stadtwerken Trier keine einfache Angelegenheit. U.a. der Aufwand für die mehrere Kilometer lange Leitungsverlegungen und die mit Heizöl vergleichbare Umweltbelastung gestalten die weitere Verfolgung dieses Weges sowohl wirtschaftlich als auch umweltpolitisch schwierig. Zunächst ist durch die Stadtwerke Trier eine Befragung nach dem tatsächlichen Bedarf und die daraus resultierende Investitionsgröße für eine weitere Bewertung des Vorhabens notwendig.

Gesundheit

Im Bereich der Gesundheit kann das Klinikum Mittelmosel berichten, dass es auf gutem Weg ist, das vor dem Eintritt der neuen Geschäftsführung aufgelaufene Defizit zu reduzieren. Ziel der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen ist eine wirtschaftlich tragfähige, dauerhafte Lösung gemeinsam mit allen Beteiligten für den Standort als Gesundheitsversorger für die Bevölkerung in unserem Einzugsgebiet..

Die Stadt Zell hat mit der Geschäftsführung der Katharina Kasper ViaSalus GmbH als Trägergesellschaft innerhalb der Dernbacher Gruppe Katharina Kasper sowie mit örtlich ansässigen Haus- und Fachärzten gemeinsam Wege erörtert, wie die gesundheitliche Versorgung unserer Region verbessert werden kann.

Die Katharina Kasper ViaSalus GmbH ist äußerst interessiert, den Standort Zell nicht nur zu erhalten, sondern auch weiter auszubauen. Hier nehmen Überlegungen immer weitere konkrete Formen an. Die Stadt Zell unterstützt dieses Bemühen weiterhin mit allen ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und hat hierzu auch einen Experten im Gesundheitswesen als Berater hinzugezogen.

So konnten auf Vermittlung der Stadt Zell für den vakanten Sitz in der Allgemeinmedizin (Hausarzt) Gespräche mit einem Interessenten geführt werden, der bereits sehr zeitnah im an das Klinikum Mittelmosel angegliederten Medizinischen Versorgungszentrum Mittelmosel seine Tätigkeit aufnehmen könnte.

Gemeinsam mit dem Klinikum Mittelmosel plant die Stadt Zell für die zweite Mai-Woche in diesem Jahr eine „Gesundheitswoche“. Vorbehaltlich: soweit die Corona-Einschränkungen es ermöglichen.

Herzlichen Dank

Trotz aller Einschränkungen durch Corona haben viele freiwillige Helfer sich intensiv ehrenamtlich engagiert. Angefangen bei der Freiwilligen Feuerwehr, den aktiven Rentnern in der Gruppe „Wir für Zell“ bis zu Einzelpersonen, die sich in der Betreuung Kranker, Hilfsbedürftiger, Flüchtlingen usw. einbrachten.

Ihnen gebührt heute unser besonderer Dank für ihre ehrenamtlichen aufopferungsvollen Tätigkeiten im vergangenen Jahr.

Hinzu kommen die Helferinnen und Helfer, die im beruflichen Einsatz in den vergangenen Monaten besonders gefordert waren und weiter gefordert sind.

Ihnen allen gebührt unsere volle Anerkennung und unseren herzlichsten Dank für ihre Bereitschaft, ihren Beitrag zu einem mitmenschlichen Miteinander zu leisten.

Danke an die Leitung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verbandsgemeindeverwaltung Zell und der Kreisverwaltung Cochem-Zell, die in bewährter Art und Weise zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben mit ihrer fachlichen Kompetenz beigetragen haben

Dank auch an unsere einheimischen Unternehmen, die trotz Lock- und Shutdown sich intensiv für die Erhaltung der Arbeitsplätze stark gemacht haben.

Allen Vereinen sowie Gewerbetreibenden, die sich für das Wohl der Bürger, Gäste und Urlauber im vergangenen Jahr unermüdlich eingesetzt haben sei unser aller Dank ausgesprochen.

Lassen Sie uns gemeinsam mit allen politischen Gruppen, Vereinen, Behörden, Unternehmen, Institutionen und vielfältigen insbesondere ehrenamtlichen Helfern unsere Stadt gemeinsam weiter voranbringen und noch attraktiver gestalten.

Ich wünsche Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Gesundheit und Wohlergehen im neuen Jahr.

In diesem Sinne allen ein gelingendes 2021 bei bester Gesundheit.

Ihr
Stadtbürgermeister
Hans-Peter Döpgen