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Zeller Land Nachrichten
Ausgabe 12/2020
Aus den Gemeinden
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Corona-Pandemie

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem; auch bei uns, in unserem Landkreis Cochem-Zell, sind Mitmenschen nicht von einer Infektion verschont geblieben.

Die Auswirkungen betreffen uns alle, da das öffentliche / gesellschaftliche Leben zunehmend Einschränkungen erfährt. Diese sind jedoch notwendig, um Infektionsketten zu unterbrechen und Neuinfektionen nach Möglichkeit zu verlangsamen oder – wenn möglich – sogar zu verhindern.

Hierzu ist u.a. ein entschlossenes und einheitliches Handeln auf allen politischen Ebenen erforderlich. Bund, Länder und Kommunen sind gefordert, durch einheitliche Maßnahmen im öffentlichen Bereich nach Kräften zu versuchen, einer unbeherrschbaren Ausbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken.

So wurde bereits Ende letzter Woche die Schließung der Schulen und Kindertagesstätten in unserem Landkreis verfügt, die zunächst bis Ende der Osterferien andauern soll. Notbetreuungen wurden zwischenzeitlich für eng begrenzte Ausnahmefälle eingerichtet.

Weiterhin wurden öffentliche Veranstaltungen ab einer Personenzahl von 75 Teilnehmern durch Allgemeinverfügung des Landkreises verboten. Veranstaltungen von Vereinen wurden bereits abgesagt.

Angesichts weiter steigender Infektionszahlen haben sich die Bundesregierung sowie die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer am 16.03.2020 zu weiteren, einschneidenden Maßnahmen im Kampf gegen Corona entschlossen. So sind u.a. Kneipen zu schließen, der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen ist einzustellen. Auch öffentliche Spielplätze sind hiervon betroffen.

Zu verbieten sind danach u.a. auch Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen, daneben auch Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.

Vor diesem Hintergrund gilt ab sofort und bis auf Weiteres in der Gemeinde Blankenrath:

1.

Das Bürgerhaus der Gemeinde Blankenrath, das Musikerheim nebst Jugendhaus, die Jugendfreizeitstätte sowie die Krähenhütte sind für jedwede Veranstaltung und Zusammenkunft geschlossen; hiervon betroffen sind auch die Kursangebote des örtlichen Bildungswerks im Bürgerhaus.

Eine Vermietung des Ratskellers im Bürgerhaus, der Jugendfreizeitstätte sowie der Krähenhütte findet bis auf Weiteres nicht mehr statt. Bezüglich bereits vorgenommener Vermietungen muss im Einzelfall abgeklärt werden, sofern hier nicht bereits eine Absage der Veranstaltung durch die Mieter erfolgt ist, ob eine Verschiebung der geplanten Veranstaltung zu einem späteren (bislang ungewissen) Zeitpunkt denkbar und möglich ist.

2.

Die öffentlichen Spielplätze der Gemeinde sind gleichfalls geschlossen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

auch wenn notgedrungen diese für uns schmerzlichen Einschnitte in unserem dörflichen Leben erfolgen müssen, um uns und unsere Mitmenschen nach den gegebenen Möglichkeiten vor einer Infektion mit dem Corona Virus zu schützen sind wir dennoch in dieser Ausnahmesituation auch aufgerufen, nicht in Panik zu verfallen sondern mit Besonnenheit und Umsicht in dieser uns alle betreffenden Situation zu handeln.

Dort wo es nötig sein sollte bitte ich Sie, sich – unter Beachtung der Regeln und Empfehlungen zum Eigenschutz – solidarisch mit denjenigen in unserer Gemeinde zu zeigen, die zu der besonders durch eine Corona-Infektion gefährdeten Risikogruppe (Generation 65+ und Personen mit Vorerkrankungen) gehören. Dies kann z.B. dadurch geschehen, dass im Bedarfsfall im Wege der Nachbarschaftshilfe für diese Personen der nötigste Einkauf miterledigt wird. Weitere Dinge in dieser Richtung – jedoch immer auch mit Blick auf den notwendigen Eigenschutz – sind denkbar.

Mag die gegenwärtige Situation für uns alle auch einschneidend sein, so darf sie dennoch nicht zu sozialer Kälte führen!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wird die an uns durch die Corona-Pandemie vielfältig gestellten Herausforderungen annehmen und ihnen besonnen und mit dem nötigen Augenmaß, getragen von Solidarität und dem Blick für alle Betroffenen begegnen.

So grüße ich Sie mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Jochen Hansen, Ortsbürgermeister