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Zeller Land Nachrichten
Ausgabe 15/2020
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Ostern 2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wie alle Jahre wünsche ich Ihnen an dieser Stelle ein frohes Osterfest.

Doch nichts an diesem Oster-Wochenende ist wie alle Jahre.

Unsere aktuelle Situation ist außergewöhnlich. Die Corona-Krise zwingt uns allen Verhaltensweisen auf, die in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zu erleben waren. Wir erleben tiefe Einschnitte in die persönlichen Freiheiten des Einzelnen.

Unsere Schulen und Kitas sind seit 3 Wochen geschlossen. Die Gastronomie, Übernachtungsbetriebe, die meisten Einzelhändler haben geschlossen. Zahllose Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Der Besuch im Seniorenheim ist verboten, das tut weh! Dinge, die wir bisher für eine Selbstverständlichkeit gehalten haben, sind zurzeit nicht möglich: Reisen, Stadtbummel, der Besuch im Restaurant. All das ist für eine unbestimmte Zeit vorbei. Das öffentliche Leben steht still.

Verständlicherweise führt das zu Verunsicherung, Sorge und Angst. Wir alle hoffen, dass keiner aus unseren Familien, aus unseren Freundeskreisen oder niemand von anderen uns nahestehenden Menschen am Corona-Virus erkrankt. Und wenn doch, dann wünschen wir uns für die Patienten die bestmögliche Behandlung und schnelle Genesung.

Um dies zu ermöglichen traten und treten auf Landes- und Bundesebene strikte Regelungen in Kraft. Diese sollen dazu beitragen, unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und dadurch die Verbreitung des Corona-Virus so gut wie möglich zu verlangsamen.

Denn kommen zu viele Patientinnen und Patienten mit schweren Symptomen gleichzeitig in die Kliniken, dann hilft es auch nicht, dass Deutschland über eines der weltbesten Gesundheitssystem verfügt. Selbst das beste System bricht bei Überlastung zusammen.

Wir erleben aber auch, dass die Menschen zusammenrücken. Solidarität wird in unseren Gemeinden gelebt. Jeder und jedem, die sich zum Wohle ihrer Mitmenschen engagieren danke ich aus ganzem Herzen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

an dieser Stelle will ich Ihnen Mut machen. Mut durchzuhalten und daran zu denken, dass die Corona-Epidemie irgendwann vorbei sein wird. Die derzeitige Krisenerfahrung, davon bin ich überzeugt, führt dazu, dass unsere Gesellschaft enger zusammenrückt. Und dass wir alle aus dieser Phase neue Kraft schöpfen - ungeachtet aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die die Situation auch bei Vielen von Ihnen bereits ausgelöst hat.

Ich glaube, wenn die Krise vorbei ist, werden wir eine enorme Wiederkehr von Lebensfreude erleben. Es wird eine große Lust da sein, wieder loszulegen. Zu arbeiten und zu feiern. Die zweite Jahreshälfte wird voll sein mit beruflichen Terminen, mit sozialen Ereignissen, mit Konzerten mit Treffen im Familien- und Freundeskreis. Darauf freue ich mich schon.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest im kleinen Kreis Ihrer Familie. Vielleicht einmal Zeit für die Besinnung auf die wirklichen Inhalte von Ostern. Ostern - das Fest von Hoffnung und Glück.

Besinnen wir uns in diesen Tagen auf die Werte, die unsere Gesellschaft ausmachen. Zusammenhalt, Gemeinschaft, Verantwortung.

Ihr
Karl Heinz Simon, Bürgermeister