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Zeller Land Nachrichten
Ausgabe 24/2019
Verbandsgemeinde
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Sie benötigen ein Führungszeugnis?

Es gibt zwei Arten von Führungszeugnissen

das Privatführungszeugnis (für eigene Zwecke)

das Führungszeugnis zur Vorlage bei einer deutschen Behörde

Die Daten des Führungszeugnisses stammen aus dem Bundeszentralregister. Das Führungszeugnis erhält auf Antrag jede Person ab 14 Jahren.

Führungszeugnisse geben Auskunft darüber, ob die im Zeugnis bezeichnete Person vorbestraft ist oder nicht. Arbeitgeber verlangen daher häufig vor der Einstellung einer neuen Arbeitnehmerin oder eines neuen Arbeitnehmers die Vorlage eines Führungszeugnisses.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Gültiger Personalausweis oder Reisepass

Das erweiterte Führungszeugnis

Ein erweitertes Führungszeugnis können Sie beantragen, wenn es durch Gesetz vorgesehen ist oder in bestimmten Lebensbereichen benötigt wird.

Wenn Sie hauptberuflich oder ehrenamtlich mit Minderjährigen oder mit Senioren arbeiten wollen, müssen Sie auf Verlangen ein "erweitertes Führungszeugnis" vorlegen.

Das erweiterte Führungszeugnis soll die Beschäftigung von einschlägig vorbestraften Bewerberinnen und Bewerbern in sensiblen Bereichen verhindern. Dazu zählen beispielsweise Tätigkeiten als Erzieherin oder Erzieher, Lehrerin oder Lehrer, Schulbusfahrerin oder Schulbusfahrer, Bademeisterin oder Bademeister, Sporttrainerin oder Sporttrainer, Altenpflegerin oder Altenpfleger.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Gültiger Personalausweis oder Reisepass

Schriftliche Aufforderung des Arbeitgebers beziehungsweise des Einrichtungsträgers zur Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses

Wo beantrage ich das Führungszeugnis?

Das persönliche Erscheinen bei Antragstellung ist erforderlich (Einwohnermeldeamt, Zimmer 1) oder wenn Sie im Besitz des neuen Personalausweises sind, können Sie das Führungszeugnis auch online unter www.fuehrungszeugnis.bund.de beantragen. Hierfür benötigen Sie ein Kartenlesegerät!

Welche Gebühren fallen an?

Die Gebühr beträgt 13,00 Euro. Dieser Betrag ist bei Antragstellung bei der örtlichen Meldebehörde zu entrichten. Das Bundesamt für Justiz kann im Falle von „Mittellosigkeit“ oder aus „sonstigen Billigkeitsgründen“ die Gebühr ermäßigen oder von der Erhebung der Kosten absehen. Nachweise sind zu erbringen.

Europäisches Führungszeugnis für EU-Bürgerinnen und -Bürger künftig verpflichtend

Für EU-Bürgerinnen und -Bürger ist die Ausstellung eines Europäischen Führungszeugnisses seit dem 31. August 2018 verpflichtend. Aufgrund einer Änderung des Bundeszentralregistergesetzes (BZRG) ist in das Führungszeugnis über Personen, die die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaates besitzen, die Mitteilung über Eintragungen im Strafregister ihres Herkunftsmitgliedstaates vollständig und in der übermittelten Sprache aufzunehmen, sofern der Herkunftsmitgliedstaat eine Übermittlung nach seinem Recht vorsieht.

Die Gebühr für ein Europäisches Führungszeugnis beträgt ebenfalls 13 €.

Rechtsgrundlage: § 30 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) ff.