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Zeller Land Nachrichten
Ausgabe 28/2019
Verbandsgemeinde
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Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Zell konstituiert sich

Das Foto zeigt Bürgermeister Karl Heinz Simon mit den neugewählten Beigeordneten (von links Hans-Peter Döpgen, Karl Heinz Simon, Alois Hansen, Walter Justen)

Am 26. Juni konstituierte sich der neu gewählte Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Zell in seiner ersten Ratssitzung im Bürgerhaus in Mittelstrimmig.

Bürgermeister Karl Heinz Simon gratulierte den im Mai gewählten Ratsmitglieder zu ihrer Wahl und verpflichtete diese per Handschlag auf ihre Aufgaben. „15 der 32 Ratsmitglieder gehörten dem Rat in der abgelaufenen Wahlperiode nicht an, ein großer Umbruch hat stattgefunden“, bemerkte Simon.

Er wies darauf hin, dass sich die in den Rat gewählten Personen erneut zu Fraktionen zusammenschlossen haben. Die größte Fraktion mit 13 Mitgliedern stellt die CDU, deren Vorsitzender wurde erneut Frank Koch aus Bullay und dessen neuer Stellvertreter Karlheinz Weis aus Zell. Mit 9 Ratsmitgliedern stellt die SPD erneut die zweitgrößte Fraktion. Ihr neuer Vorsitzender ist Christian Simon aus Pünderich und sein Stellvertreter Jochen Hansen aus Blankenrath.

Die FWG Zeller Land ist mit 8 Ratsmitgliedern vertreten. Ihr Vorsitzender bleibt Matthias Müller aus Bullay; neuer Stellvertreter ist hier Andreas Manderscheid aus St. Aldegund. Die FDP-Fraktion ist wie bisher mit zwei Ratsmitgliedern vertreten. Vorsitzender würde Jürgen Hoffmann aus Sosberg, sein Stellvertreter ist Sebastian Adler aus Blankenrath.

Auch die wieder- oder neugewählten Ortsbürgermeister begrüßte Simon ganz herzlich in dieser Runde. Diese werden zu Sitzungen des Verbandsgemeinderates ebenfalls eingeladen und können zu Angelegenheiten, die ihre Gemeinde betreffe, ebenfalls im Rat das Wort ergreifen.

In seiner Eröffnungsansprache gab Bürgermeister Simon der Hoffnung auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung Ausdruck und bot den Ratsmitgliedern im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung eine gute Zusammenarbeit an.

Er erinnerte an die Ziele der kommunalen Selbstverwaltung, wie sie der große Wegbereiter der kommunalen Selbstverwaltung, der Freiherr vom und zum Stein, in seiner Nassauer Denkschrift bereits 1807 wegweisend vorausgedacht habe. Dieser habe bereits vor mehr als 200 Jahren angeregt, die in der örtlichen Gemeinschaft lebenden Menschen zur Erledigung ihrer eigenen Angelegenheiten zu aktivieren und damit Demokratie auf der lokalen Ebene zu praktizieren.

Bürgermeister Simon wagte dann auch die These, dass die Gemeinde nicht die unterste Ebene unseres Staatsaufbaus sei, sondern die wichtigste. „So viel wie möglich und sinnvoll soll auf der örtlichen Ebene gestaltet und entschieden werden. Hier erleben die Menschen hautnah und direkt, was mit ihren Steuergeldern passiert, wie Entwicklungen angestoßen werden, wie sich etwas bewegt. Und hier begegnen sie jeden Tag den von ihnen Gewählten und sagen, ob ihnen etwas gefällt oder auch nicht! Diese lebendige Begegnung, diesen fast täglichen Austausch zwischen Wähler und Gewähltem gibt es bei keiner anderen Ebene in unserer demokratischen Struktur.“ Das ehrenamtliche Engagement als Ratsmitglied in Gemeinde oder Verbandsgemeinde bezeichnete er als für das Gemeinwesen unverzichtbar und als Grundpfeiler der kommunalen Selbstverwaltung.

Neben der Wahl der Ausschüsse, die aufgrund gemeinsamer Wahlvorschläge aller Fraktionen einmütig erfolgte, stand dann die Wahl der drei Beigeordneten, also der Vertreter des Bürgermeisters, im Mittelpunkt der Sitzung.

Jeweils mit großer Mehrheit wurden Alois Hansen aus Blankenrath zum Ersten Beigeordneten sowie Walter Justen, ebenfalls aus Blankenrath, zum zweiten Beigeordneten und Hans-Peter Döpgen aus Zell (Mosel) zum dritten Beigeordneten gewählt.