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Zeller Land Nachrichten
Ausgabe 40/2021
Aus den Gemeinden
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… aus dem Rathaus

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Herbst ist mit schnellen Schritten eingekehrt. Unsere Winzer sind in der Traubenlese. Nach einem nassen problematischen Jahr für den Weinbau hoffen wir und wünschen unseren Winzern, dass sie ihre Ernte zügig und trocken einbringen können. Allen Winzerinnen und Winzern ein herzliches Dankeschön für die Bewirtschaftung der Weinberge, der Pflege unserer fantastischen Landschaft und für die Bereitschaft zur oftmals schweren Arbeit im Weinberg - besonders in den Steillagen.

Freuen wir uns auf den „Neuen“, den Federweißen und den Zwiebelkuchen …. und für unsere Winzerinnen und Winzer nach harter Arbeit - ehrlichen Lohn.

Neben den Angeboten direkt bei den Winzern wird an diesem und am nächsten Wochenende der Federweiße auch im Herzen von Zell, an der Weinlounge angeboten. Zur Saisonverlängerung sowie zum Feiern hat die Stadt Zell (Mosel) wieder das Gastrozelt auf dem Marktplatz aufgebaut. Hier wollen wir den Gästen und Einheimischen auch bei kühlem Wetter die Möglichkeit bieten, sich zu treffen und die Weine in geselliger Runde zu genießen. Geplant und gemietet ist das Zelt bis Anfang Januar.

Die Erkrankungszahlen mit und durch Corona gehen zurück. Die Impfzahlen steigen. Dies ermöglicht nach und nach wieder ein einigermaßen normales Zusammenkommen. Ich denke, wir freuen uns alle darauf, in den gewohnten Lebensrhythmus zurückkehren zu können.

Hierzu gehört auch und insbesondere die Pflege der kulturellen Veranstaltungen.

St. Martins-Umzüge

In diesem Jahr dürfen auch wieder die Umzüge zum St.-Martins-Fest gehen. Wir haben bei der Stadt Zell überlegt, wie diese mit den Corona-Auflagen gehen können. Dazu hat die Kreisverwaltung Cochem-Zell mitgeteilt, dass nach Rücksprache mit dem zuständigen Ministerium in Mainz nur die Maskenpflicht eingehalten werden muss. Die Maskenpflicht gilt sowohl für alle Personen, die am Umzug teilnehmen, als auch für alle Zuschauer. Dies wird damit begründet, dass sowohl Testpflicht als auch Abstandsgebot nicht gewährleistet werden können, obwohl dies bei Veranstaltungen im Außenbereich verpflichtend ist.

Die Kreisverwaltung weist jedoch auch darauf hin, dass sich die Regelungen bis zum Martinstag nochmal ändern können.

In den Vorjahren konnten die Martinszüge in den Stadtteilen jeweils am Namenstag des St. Martin, dem 11.11. oder am Tag danach durch die Straßen ziehen. Begleitet mit der Musik der Orchestervereinigung der Stadt Zell.

Der 11.11. fällt in diesem Jahr auf einen Donnerstag. Viele Musiker der Orchestervereinigung kommen mittlerweile aus den Nachbargemeinden und einige arbeiten auch im Schichtdienst. Dies bringt mit sich, dass ein normaler Werktag für die Zusammenstellung der Kapelle große Schwierigkeiten bereitet. Die Orchestervereinigung kann deshalb leider nur einen Termin wahrnehmen. Stand heute werden die St. Martinszüge in Kaimt und Zell am Sonntag, den 7. November stattfinden. Der Sonntag nach St. Martin ist Volkstrauertag. Wir sind der Meinung, dass die Tradition der Martinsumzüge, das Fest des christlichen Teilens - dafür gibt es die Brezel - nicht aussterben darf. Aber wir müssen die Umzüge den heutigen Schwierigkeiten folgend örtlich und zeitlich anpassen.

Der Umzug in Kaimt beginnt um 17.00 Uhr und in Zell um 18.30 Uhr. Auch wenn an diesem Tag Sonntag ist, wird die Stadt Zell jedem Zugteilnehmer eine Brezel sponsern und durch St. Martin aushändigen lassen.

Wir bitten die Kinder vom Barl und aus Merl St. Martin auf dem Umzug durch die Straßen in Kaimt oder Zell zu begleiten. Im kommenden Jahr könnte dann getauscht werden.

Wie steht es um die Marienburg?

Die Gespräche der Kommunen mit dem Bistum Trier bzgl. der Zukunft der Marienburg verlaufen in einem guten Geist. Zwar ist der Beschluss, die Marienburg als Stätte der Jugend aufzugeben und diese pastorale Arbeit nach Himmerod zu verlegen endgültig. Aber es wurde mittlerweile vom Bistum zugesagt, dass die Kirche Marienburg als Mehrgenerationenkirche erhalten bleibt. Sie wird weiterhin vom Bistum mit einem Zuschuss unterstützt und wird nach Mitteilung des Bistums in die Pfarreiengemeinschaft Zeller Hamm eingebunden. Der Pfarrer aus Zell wird "rector ecclesiae". Der „Rector ecclesiae“ ist ein direkt vom Bischof eingesetzter Priester, dem die Obhut für eine Kirche anvertraut ist, die nicht Pfarrkirche oder Klosterkirche ist.

Der übrige Gebäudekomplex soll in einem zweistufigen Verfahren Dritten zur Nutzung möglichst auf Erbrechtsbasis angeboten werden. Im ersten Verfahren können sich Interessenten melden. Aus denen erhalten ausgesuchte Bewerber die Möglichkeit, sich konkret unter Vorlage eines Konzeptes zur Nutzung zu bewerben.

Für dieses Verfahren wird ein Vergabegremium gebildet, denen neben Vertretern des Bistums u.a. auch Vertreter von „Pro Marienburg“ und der Kommunen angehören. Landkreis Cochem-Zell, Verbandsgemeinde Zell, die Ortsgemeinden des Zeller Hamms sowie die Stadt Zell haben als sogenannte „kommunale Familie“ sich darauf verständigt, dass für die Kommunen Bürgermeister Karl Heinz Simon und Stadtbürgermeister Hans-Peter Döpgen ihre Interessen vertreten.

Im Vorfeld hat diese kommunale Familie durch Bürgermeister Simon ein Papier aufgestellt, in dem die Erwartungen an das Bistum dargelegt werden.

Hierin heißt es u.a.

„ Die Kommunen begrüßen, dass das Bistum Trier die Kirche auf der Marienburg als solche erhalten möchte und beabsichtigt, diese mit angemessener Personalausstattung der örtlichen Pfarrei zuzuordnen und auch künftig die Betriebskosten für die Kirche zu tragen.

Die Kommunen sprechen sich vorrangig dafür aus, dass das weitere Gelände der Marienburg im kirchlichen Eigentum verbleibt und lediglich die Nutzung über z.B. einen Erbbaurechtsvertrag an Dritte gegeben wird.

Die Kommunen erwarten, dass für die künftige Nutzung und die Entscheidung über die Vergabe an einen Bewerber in erster Linie die Qualität eines von diesem Bewerber vorzulegenden Konzeptes den Ausschlag geben sollte.

Die Kommunen können sich gegenwärtig in erster Linie eine Nutzung des Geländes/der Bauten der Marienburg mit nachfolgenden Zweckbestimmungen vorstellen:

  • Hotel-/Gastronomie
  • Bildungszentrum
  • Medizinische Versorgung

Dabei soll sichergestellt werden, dass eine gewisse „Öffentlichkeit“ des Geländekomplexes erhalten bleibt und Besucher nicht ausgesperrt werden.

In dem Zusammenhang erwarten die Kommunen auch, dass eine Bewirtung nicht nur für Hausgäste erfolgt, sondern in vernünftiger Qualität auch für Gäste und Wanderer.

Die Kommunen gehen davon aus, dass bei künftig notwendigen baulichen Investitionen das gegenwärtige stark prägende Gebäude-Ensemble mit seinem harmonischen Erscheinungsbild an dieser landschaftlich hervorragend gelegenen Stelle (weitestgehend) erhalten bleibt und dies in Vereinbarungen mit einem Dritten so festgehalten wird.

Die Kommunen bieten dem Bistum bzw. einem künftigen Nutzer an, dass die Räumlichkeiten auch durch öffentliche Institutionen der Kommunen bzw. private Nutzer für Veranstaltungen (z.B. durch Zeller Land Tourismus GmbH, Weinproben, etc.) angemietet werden.

Ebenso bietet die Verbandsgemeinde an, ansprechende Räumlichkeiten der Marienburg für die Nutzung für standesamtliche Trauungen anzumieten.

Die Kommunen werden sich bei der Problematik der äußeren Erschließung der Marienburg und der Sicherstellung des Brandschutzes wohlwollend mit einbringen.“

Im zweiten Gespräch mit dem Bistum am 16. September 2021 wurde diese Erwartungshaltung der Kommunen dem Bistum vorgetragen und auch akzeptiert.

In der weiteren Erörterung zur Zukunft der Marienburg wird die Frage der Zuwegung einen besonderen Problembereich darstellen. Hier heißt es Alternativen zu entwickeln.

Bezieher des „Paulinus“ können zu diesem Thema in der Ausgabe vom 3. Oktober die Mitteilung der Bischöflichen Pressestelle nachlesen.

Moselvorgelände

Auch die Planungen zum Moselvorgelände gehen zügig weiter.

In Video- und Präsenzgesprächen mit der Planungsagentur sowie den Fachbehörden wurden insbesondere die in der Bürgerversammlung vorgetragenen Bedenken und Anregungen erörtert und in die Planungen aufgenommen. Beispielhaft seien hier die Themen ruhender Verkehr -für Bürger / Gäste / Bedienstete-, fließender Verkehr, Bereich „alter Bahnhof“, Rad-/Fußweg, Fahrradstellplätze, Spielplätze, Pflegeaufwand genannt. Viele Interessen stoßen aufeinander. Hier die richtige Mischung und Lösung zu finden, wird Aufgabe der weiteren Planungen sein.

Die frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung im Stadium der Vorplanung brachte wertvolle Hinweise für die weitere Entwurfs- und spätere Ausführungsplanung.

Save the date:

Bitte merken Sie sich schon folgenden Termin vor:

Freitag, 7. Januar 2022: Neujahrsempfang der Stadt Zell (Mosel) in der Zeller Schwarze Katz-Halle.

Ich Ihnen allen eine angenehme Woche und bleiben Sie gesund

Ihr
Stadtbürgermeister
Hans-Peter Döpgen