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Zeller Land Nachrichten
Ausgabe 5/2021
Aus den Gemeinden
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Umweltministerin Spiegel besucht Zell (Mosel) und besichtigt Hochwasserschutz

Am 30. Januar 2021 weilten die rheinland-pfälzische Umweltministerin Anne Spiegel gemeinsam mit Herrn Dr. Erwin Manz vom Umweltamt aus der Abteilung Wasserwirtschaft des Ministeriums und Herrn Uwe Hüser Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) in Zell, um sich über den Hochwasserschutz der Stadt Zell (Mosel) zu informieren. Begrüßt wurden Sie von Stadtbürgermeister Hans Peter Döpgen und Bürgermeister Karl-Heinz Simon sowie den Beigeordneten der Stadt Zell (Mosel).

Der Umweltministerin war es wichtig, sich selbst ein Bild über die Hochwassersituation direkt vor Ort zu machen. Sie bedankte sich beim Bauhof der Stadt Zell (Mosel) für die Vorbereitung und den Aufbau des Hochwasserschutzes und bei allen Einsatzkräften für ihren Einsatz.

Ministerin Spiegel führte aus: „Als Land haben wir in zahlreiche Maßnahmen für den bestmöglichen Schutz investiert. Die größten Investitionen haben wir für technische Hochwasserschutzmaßnahmen wie Deiche, Polder, Hochwasserschutzmauern und Rückhaltebecken getätigt. Nicht zuletzt aufgrund der Veränderungen im Hochwassergeschehen und zunehmender Starkregenereignisse wegen des Klimawandels bleibt der Hochwasserschutz weiterhin ein politischer Schwerpunkt der Landesregierung Rheinland-Pfalz. Das Land hat in den letzten 25 Jahren rund 1,2 Milliarden Euro in den vorbeugenden Hochwasserschutz investiert“.

Der Hochwasserschutz in Zell (Mosel) wurde 1990 durch eine natursteinverblendete Mauer am Ufer mit einem Kostenrahmen von 4,35 Mio. Euro fertig gestellt und schützt die Altstadt vor Hochwasser bis zu einem Wasserstand von ca. 8,40 Metern am Pegel Trier/Zeltingen. 2002 erfolgte eine Erhöhung durch ein mobiles Hochwasserschutzsystem.

Die Kosten des mobilen Dammbalkensystems betrugen 235.000 Euro. Damit wurde ein Schutzgrad bis zu einem 5-jährigen Hochwasserereignis sichergestellt und schützt seitdem die Altstadt bis zu einem Pegel von ca. 8,70 Meter.

Stadtbürgermeister Hans-Peter Döpgen erläuterte den Hochwasserschutz und machte dabei deutlich, dass die Technik des Entwässerungssystems in die Jahre gekommen und auch nur für einen Höchststand von 8,20 m am Pegel Trier ausgelegt sei. Die noch analoge Technik muss in den nächsten Jahren erneuert werden. Hier bat er die Landesregierung um entsprechende Unterstützung.

Nach der Besichtigung der Hochwassermauer zeigte Stadtbürgermeister Hans-Peter Döpgen den Gästen bei der Fährgasse an der Schautafel zum Hochwasser, wie hoch zum Zeitpunkt des Besuches das Wasser in der Stadt Zell (Mosel) stehen würde ohne den Schutz von Mauer und Technik.

Neben der erforderlichen Ertüchtigung des bestehenden Hochwasserschutzes zeigen die Überflutungen der Innenstadt, dass die Energieversorgung in diesen Bereichen von Heizölbewirtschaftung auf Gasversorgung oder noch besser auf Nahwärme mit Hackschnitzel umzustellen sei. Hierzu erfolgen derzeit aktuelle Überlegungen. Diese stoßen noch auf verschiedene Schwierigkeiten wie Länge und Kosten der Gasanschlussleitung bzw. geeigneter Standort für ein Heizwerk.

Stadtbürgermeister Hans-Peter Döpgen bat bei diesen Themen um begleitende Unterstützung der Projekte durch die Landesregierung.

Zell, den 1. Februar 2021
Hans-Peter Döpgen, Stadtbürgermeister