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Zeller Land Nachrichten
Ausgabe 8/2021
Aus den Gemeinden
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„….aus dem Rathaus“

Unter dieser Rubrik will ich Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zukünftig in loser Reihenfolge aus dem Rathaus berichten.

Das können Mitteilungen aus der lfden. Verwaltung, den Arbeiten des Bauhofes oder auch nähere Erläuterungen zu Beschlüssen in den Ausschüssen und dem Stadtrat sein.

Vielleicht fragen Sie sich manchmal, was die Verwaltung und der Rat macht und beschließt.

Dann möchte ich Ihnen Hinweise und Erläuterungen anhand geben, damit Sie aus „erster Hand“ informiert sind. Es geht nicht um Bewertung, sondern nur um Information.

Für konstruktive Anregungen, Fragen und Hinweise zu den Themen danke ich Ihnen. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, die öffentlichen Ratssitzungen zu besuchen und auch hier sich eingehend zu informieren. Die Sitzungen sind in der Zeller Schwarz-Katz-Halle. Die Hygienevorschriften können hier eingehalten werden.

Baugebiet Kaimt-Nord

Es hat sich herumgesprochen, dass -nachdem das Baugebiet auf dem Barl- keine freien Bauplätze mehr bietet, die Stadt Zell den Bereich Kaimt-Nord im Anschluss an die jetzige Bebauung als neues Wohnbaugebiet in die Planung genommen hat.

Zunächst wollen wir die Flur 21 erschließen. Das ist das Gelände bis zum Grünstreifen, der an die Weinberge der Flur 22 angrenzt. Unsere Gespräche mit den Eigentümern des Neubaugebietes sind so weit gediehen, dass wir nunmehr die Bauleitplanung in Auftrag geben können. Es ist vorgesehen, dass der Auftrag hierzu in der nächsten Sitzung des Stadtrates am 22.3. vergeben wird.

Manche Anfragen haben uns erreicht, die in die Richtung Reservierung eines Bauplatzes gehen.

Hierzu will ich mitteilen, dass wir zwar die Meldung entgegen nehmen, aber damit ist keine Reservierung verbunden. Zum Zeitpunkt der Bauplatzvergabe werden wir unter den Bedingungen, die der Stadtrat rechtzeitig beschließen wird, die Bauplätze ausschreiben. Bauleitplanung, Umlegungsverfahren, Straßenbau mit Erschließungsmaßnahmen nehmen sicherlich 1-2 Jahre in Anspruch.

Moselpromenade Zell

Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Innenstadt von Zell und in Merl hatten Glück, dass die Mosel nicht in ihre Häuser kam. Nicht so viel Glück hatten leider unser Kaimter Bürger. Hier stand die Mosel wieder im Erdgeschoss.

Unsere Mitarbeiter im Bauhof sind derzeit dabei, die letzten Spuren der „hohen Mosel“ auf den Radwegen und Straßen zu beseitigen. Gleichzeitig werden wieder die in den Moselanlagen abgebauten Parkautomaten, die Bänke, Fahrradständer, Mülleimer usw. aufgebaut und angebracht.

Auch die Elektrosäule für die Aufladung der Fahrzeuge wurde vom Versorger wieder aufgebaut. Damit verbunden ist die elektrische Versorgung der öffentlichen Toilettenanlage. Mit dem Aufbau der Säule kann dann auch die öffentliche Toilettenanlage wieder in Betriebe genommen werden.

Zum Thema „öffentliche Toilettenanlage“ am Marktplatz ist die Architektenleistung vergeben und wir erwarten in nächster Zeit Vorschläge für den Umbau. Dies ist nicht unproblematisch, da der Bereich der Behindertentoilette nach den Anforderungen der DIN evtl. einen Anbau erfordert. Die Abstimmung hier mit den zu beteiligenden Behörden wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, dass wir schnell eine einvernehmliche Lösung erarbeiten und alsbald mit den Bauarbeiten beginnen können.

Bänke im Stadtgebiet

Die vielen Bänke im Stadtgebiet wurden vor dem Winter teilweise abgebaut. Derzeit sind unsere Arbeiter dabei die verschlissenen Hölzer zu ersetzen, sie mit Pflegemittel zu streichen und für den Wiederaufbau vorzubereiten. Für Ostern wollen wir unseren Bürgern und Gästen wieder eine „eingerichtete“ Stadt präsentieren.

Dorferneuerung Kaimt und Merl

Zur Zeit laufen die Anträge, unsere Stadtteile Kaimt und Merl als Dorferneuerungsgemeinden anzuerkennen bzw. für Merl wieder aufzugreifen.

Sobald die Bewilligungsbescheide eingegangen sind, werden wir im Stadtrat ein Betreuungsbüro mit der weiteren Durchführung auswählen und beauftragen. Mit zu den ersten Maßnahmen gehört, dass wir zu einer Bürgerversammlung einladen, die Dorferneuerung näher vorstellen und Ihre Meinung zur Entwicklung der Stadtteile erfragen.

Nahwärme Barl

Die Barler Bewohner in den Wohngebieten I und II fragen sich, wann und wie es mit der Nahwärme weitergeht.

Nach Mitteilung der Kreiswerke Cochem-Zell wird nach Auswahl der Planungsbüros für Bau des Heizwerkes sowie für die Verteilungsleitungen nochmals eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt.

Für den Bau des Heizwerkes hat die Stadt Zell in der Kurve der Barlstraße - Nord gegenüber dem Ausgang des Gehweges vom Fichtenweg ein Grundstück den Kreiswerken angeboten. Prüfen der Wirtschaftlichkeit, Beschlussfassung zum Bau durch den Kreistag, Ausschreibung der Leistungen usw. werden bis Baubeginn noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Kreiswerke gehen davon aus, dass die Anschlusszeiten, die in den Verträgen genannt werden, eingehalten werden können.

Pflege Baumbestand im Stadtgebiet

Im Gebiet der Stadt Zell befinden sich über 1.000 Bäume, die nach der Rechtsprechung einer laufenden Kontrolle und Unterhaltung unterliegen. Der Stadtrat hat ein Fachunternehmen beauftragt, das in den letzten Wochen alle Bäume kontrollierte. Hiernach müssen 350 kranke oder abgestorbene Bäume gefällt oder in ihnen Totholz entfernt werden. Dies wird in den kommenden Tagen und Wochen wiederum von einer Fachfirma vorgenommen.

Den jährlichen Rückschnitt der Bäume und Hecken führen unsere Arbeiter wie in den Vorjahren derzeit planmäßig durch.

Weinbergswege

Seit einigen Monaten führen wir in den Weinbergsgebieten Bestandspflegearbeiten an den landwirtschaftlichen Wegen durch. Neben einem beauftragten Unternehmen haben wir einen zweiten Bagger angemietet, mit dem wir mit unseren Arbeitern an den Wegen die Unterhaltungsarbeiten vornehmen.

Oftmals war die Entwässerung der Wege wieder so herzustellen, dass der jeweilige Anlieger das in seinem Bereich anfallende Wasser wieder aufnehmen kann. Rümmel und Ablagerungen entlang der Wege wurden beseitigt. Leider ist bereits wieder festzustellen, dass Winzer entlang ihrer Grundstücke Erde ablagern oder anhäufen und die Wasserführung wieder verändern.

Es sei nicht nur eine Bitte, dass dies unterbleibt.

Wir haben mit den Wegebauarbeiten im Bereich Zell-Süd in Richtung Zeller Kehr begonnen; zwischenzeitlich auch in Kaimt die Wege instandgesetzt und werden in Kürze in Merl beginnen.

In Merl werden größere und teurere Aufwendungen erforderlich, da hier entstandene Grasnarben abgetragen und abtransportiert werden müssen.

Nach und nach kommen alle Weinbergs-Wirtschaftswege und Vorfluter unserer Stadt in die Überarbeitung, damit die Wasserführung und Wege wieder hergestellt wird bzw. erhalten bleibt.

An den erforderlichen Stellen werden in nächster Zeit die Wege zusätzlich mit Schotter befestigt.

Kinderspielplätze

Für die Spielplätze unserer Kinder erfolgt regelmäßig eine fachliche Überprüfung durch Sachverständige.

Dabei muss leider immer wieder festgestellt werden, dass die aus Holz bestehenden Spielgeräte teilweise erhebliche Schäden aufweisen. Ursache ist die Verwitterung der anfälligen Teile. Deshalb werden wir zukünftig -soweit es finanziell möglich ist- die defekten Geräte durch Metallgeräte ersetzen. Diese sind leider nicht billig. Zur Zeit erstellen wir eine Prioritätenliste für Ersatzbeschaffungen. Der Stadtrat wird im Rahmen der Haushaltsberatungen dann entscheiden, wie viele Mittel für Ersatzbeschaffungen zur Verfügung gestellt werden können. Neben Neu- und Ersatzbeschaffungen erfolgt durch unsere Arbeiter eine lfd. Instandhaltung der Spielgeräte.

Die Seilbahn in Brandenburg musste stillgelegt werden, weil die Gleitrollen und die Anlage verschlissen sind.

Zäune um Spielplätze wurden im letzten Jahr mit erheblichem finanziellen Aufwand erneuert. In diesem Jahr stehen u.a. die Erneuerung der Umzäunung des Spielplatzes Heinzenberg und am Kindergarten auf dem Barl „auf dem Programm“.

Gesundheit

Unsere Hausärzte werden in Kürze in Ruhestand gehen und wir brauchen dringend Ersatz und Nachwuchs.

Wir konnten gemeinsam mit dem Klinikum Mittelmosel einen Hausarzt gewinnen, mit dem Ziel am 1. April im Rahmen des MVZ am Klinikum Mittelmosel seine Praxis zu eröffnen. Mit dazu beigetragen hat, dass die Stadt Zell gegenüber dem MVZ eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 30.000 Euro in Aussicht gestellt hat, sollten zu wenig Patienten die neue Praxis aufsuchen und für das MVZ ein Defizit aus seiner Anstellung entstehen.

Unter Einbeziehung eines Unternehmensberaters arbeiten wir derzeit an einer Vernetzung der Kliniken an der Mittelmosel zu einer „Gesundheitsregion Mittelmosel“. Hierdurch soll die überbetriebliche Ausbildung von Ärzten und die interkommunale Zusammenarbeit hergestellt und intensiviert werden.

Daneben sind wir in weiteren intensiven Bemühungen zur Verbesserung des Angebotes im gesundheitlichen Bereich für ambulante sowie stationäre Versorgung unserer Bevölkerung aktiv.

Soweit für heute. Weitere Themen und Infos beim nächsten „…aus dem Rathaus“

Ihr
Stadtbürgermeister
Hans-Peter Döpgen