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Verbandsgemeinde Gerolstein aktuell
Ausgabe 25/2026
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Spatenstich zum Neubau der Hochbrücke

"Die Anstregung wird sich lohnen", ist Stadtbürgermeister Winfried Wülferath zuversichtlich.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder will Plan- und Genehimigungsverfahren beschleunigen.

"Endlich Baustelle" ist für Verkehrsminister Patrick Schnieder (re.) Zeichen, dass es voran geht.

Spatenstich zum Neubau der Hochbrücke

Modernisierungsschub, der Gerolstein nach vorne bringt

 

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder kennt die Hochbrücke in Gerolstein seit seiner Schulzeit. Am vergangenen Sonntag besiegelte er – gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Achim Schwickert, Stadtbürgermeister Winfried Wülferath, Bürgermeister Hans Peter Böffgen, dem Ersten Kreisbeigeordneten Alois Manstein sowie LBM-Leiter Bruno von Landenberg und weiteren Vertretern des Landesbetriebs Mobilität Gerolstein – mit dem symbolischen Spatenstich den für die Stadt Gerolstein und die Region wichtigen Neubau der Brücke. Seit März laufen die vorbereitenden Arbeiten. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant.

 

 

 

 

Auch Stadtbürgermeister Winfried Wülferath ist die Brücke seit Jugendtagen vertraut: Sie sei damals schon die Hauptader gewesen, aber mit deutlich weniger Verkehr. Er betonte: "Der Neubau ist das größte und wichtigste Bauvorhaben, das wir in Gerolstein seit Jahrzehnten angehen. Und sie trifft einen Nerv: Denn Gerolstein ist verkehrstechnisch ein Knotenpunkt für die ganze Region." Wülferath verglich das Projekt mit einer „Operation am offenen Herzen" der Stadt: "Während der Eingriff läuft, muss der Organismus weiter versorgt werden, sprich Gerolstein muss erreichbar bleiben." Die Hochbrücke werde daher auch erst im März 2027 abgerissen, so dass alle Vorbereitungen bis dahin abgeschlossen seien.

 

 

 

 

  

"Die Hochbrücke ist zugleich Teil eines größeren Modernisierungsschubs, der Gerolstein insgesamt nach vorn bringt", so Wülferath. Parallel werde der zentrale Omnibusbahnhof fertig gestellt und die Elektrifizierung der Bahnstrecke vorangetrieben. Er dankte allen Beteiligten und besonders auch den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung und Geduld: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in zweieinhalb Jahren sagen können: Die Anstrengung hat sich gelohnt."

 

 

 

 

  

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder versprach, sich für schnellere und digitale Planungs- und Genehmigungsverfahren einzusetzen. Ein entsprechendes Gesetz liege dem Bundestag bereits vor. "Endlich Baustelle" sei für ihn ein positives Signal, denn es gehe voran. Auch die Anforderungen von Natur- und Umweltschutz müssten handhabbar sein. "Wir schützen die Population gefährdeter Arten, nicht das einzelne Haselhuhn." Bis 2032 seien 4.000 Brücken zu sanieren. „Eine leistungsfähige, moderne und effiziente Verkehrsinfrastruktur ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von zentraler Bedeutung. Das gilt auch für wichtige Maßnahmen wie hier in Gerolstein. Davon profitiert die gesamte Region.“ Achim Schwickert, Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz, wünschte dem Vorhaben gutes Gelingen und allen Beteiligten Gesundheit: „Mit Fertigstellung bis Ende 2028 wird in Gerolstein eine moderne, leistungsfähige Verkehrsader entstehen.“

 

 

 

 

  

Auch Bruno von Landenberg, Leiter des Landesbetriebs Mobilität Gerolstein, betonte, dass man die Einschränkungen für die Öffentlichkeit so gering wie möglich halten wolle. "Wir kommunizieren deshalb proaktiv regelmäßig zu den Baufortschritten." Er verwies auf die Projektwebsite des LBM, auf der alle Informationen sowie Videos zu den Bauphasen zu sehen seien. "Außerdem stehen seit Projektbeginn jeden Mittwoch im ehemaligen Postgebäude LBM-Mitarbeitende um 14:30 Uhr für Fragen zur Verfügung."

 

 

 

 

  

Die im Jahr 1952 errichtete Hochbrücke verbindet die nördlichen und südlichen Stadtteile miteinander und ist damit von zentraler Bedeutung für die Erreichbarkeiten innerhalb des Stadtgebiets und darüber hinaus. Da sie den heutigen baulichen und verkehrlichen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde, waren eine Modernisierung und Erneuerung der Verkehrsanlage erforderlich. Mit Vorliegen des Baurechts, dem Abschluss der bauvorbereitenden Planungsarbeiten durch den Landesbetrieb Mobilität und der Sicherstellung der Finanzierung durch den Bund konnte im März mit den Gründungsarbeiten für die Fundamente der Widerlager der neuen Hochbrücke begonnen werden. Neben einer breiteren Fahrbahn mit beidseitigen Radfahrstreifen und Gehwegen wird auch die lichte Höhe über den Gleisen erhöht, um die Voraussetzungen für eine spätere Elektrifizierung der Eifelstrecke zu schaffen. Zudem werden die angrenzenden Knotenpunkte nördlich und südlich der Brücke als Kreisverkehre neugestaltet.

 

 

 

 

  

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen bei rund 20,5 Millionen Euro. Der Bund stellt für die Straßenbrücke einschließlich des Anteils der Deutschen Bahn AG am Brückenbauwerk mit rund 16 Millionen Euro den überwiegenden Teil der Kosten bereit. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit rund 1,5 Millionen Euro. Die Stadt Gerolstein investiert für den Ausbau der kommunalen Verkehrsinfrastruktur rund 3 Millionen Euro. Ergänzend werden im Auftrag der Stadt Gerolstein ein Park-and-Ride-Parkplatz sowie ein Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) errichtet. Das Land beabsichtigt, diese Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro zu unterstützen. Fotos: Verbandsgemeinde Gerolstein/LBM Gerolstein

Bitte beachten Sie dazu auch die Ansprache von Stadtbürgermeister Winfried Wülferath unter der Rubrik „Stadt Gerolstein“.