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Verbandsgemeinde Gerolstein aktuell
Ausgabe 27/2026
Verbandsgemeinde Gerolstein
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Kommunale Wärmeplanung für die Verbandsgemeinde Gerolstein

Auf der Abschlussveranstaltung wurden die Ergebnisse präsentiert und Fragen beantwortet.

Die Verbandsgemeinde Gerolstein und das mit der Durchführung beauftragte Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) haben die Arbeiten zur Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) erfolgreich abgeschlossen. Der Verbandsgemeinderat hat die Wärmeplanung am 18. Juni 2026 beschlossen. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am 23. Juni 2026 in der Stadthalle Rondell in Gerolstein wurden die Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse informiert.

 

 

 

 

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans Peter Böffgen stellte Emanuel Altmeier vom IfaS die wesentlichen Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung vor und beantwortete Fragen aus dem Publikum. Er erläuterte die einzelnen Arbeitsschritte sowie die Beteiligung von Fachakteuren und Kommunen im Planungsprozess.

Auf Grundlage der Bestandsanalyse, insbesondere der ermittelten Wärmedichten sowie der Einschätzungen der beteiligten Akteure, wurde das Gebiet der Verbandsgemeinde in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete eingeteilt. Als Wärmenetzgebiete wurden der Industrie- und Gewerbepark Wiesbaum sowie die Ortsgemeinden Ormont und Niederbettingen identifiziert.

Die Städte Gerolstein und Hillesheim sowie die Ortsgemeinden Bolsdorf, Dohm-Lammersdorf, Leudersdorf, Nohn, Ahütte und Üxheim wurden als Prüfgebiete eingestuft. Hier soll künftig untersucht werden, ob eine leitungsgebundene Wärmeversorgung wirtschaftlich und technisch sinnvoll umgesetzt werden kann. Alle übrigen Ortslagen werden derzeit als Gebiete mit dezentraler Wärmeversorgung eingeordnet.

Für die Bürgerinnen und Bürger ergeben sich aus dieser Einteilung derzeit keine unmittelbaren Konsequenzen. Die Kommunale Wärmeplanung ist ein informelles, strategisches Planungsinstrument und entfaltet zunächst keine rechtliche Bindungswirkung. Sie dient vielmehr als Grundlage für die langfristige Ausrichtung der zukünftigen Wärmeversorgung.

Für vertiefende Untersuchungen wurden der Industrie- und Gewerbepark Wiesbaum sowie der Ortsgemeindeverbund Bolsdorf/Niederbettingen/Dohm-Lammersdorf als Fokusgebiete ausgewählt. Dort sollen mögliche Wärmenetzlösungen näher untersucht werden.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte Emanuel Altmeier im Rahmen des Projekts Zero Emission Nature Protection Areas (ZENAPA) Möglichkeiten der dezentralen Wärmeversorgung vor. Der Schwerpunkt lag auf dem Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden. Dabei räumte er mit verbreiteten Mythen rund um diese Technologie auf und beantwortete zahlreiche Fragen aus dem Publikum.

Der Abschlussbericht zur Kommunalen Wärmeplanung steht auf der Internetseite der Verbandsgemeinde Gerolstein zum Download bereit.

Die Kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiger Baustein der Klimaschutzstrategie der Verbandsgemeinde. Als strategisches Planungsinstrument unterstützt sie den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis spätestens 2045.