16 Volkshochschulen und Kreisvolkshochschulen an 14 Standorten beteiligen sich in diesem Jahr an der Langen Nacht der Demokratie in Rheinland-Pfalz. Damit erreicht die vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit (MWWG) geförderte landesweite Veranstaltungsreihe einen neuen Beteiligungsrekord, nach dem im Vorjahr zehn Standorte dabei waren. Die Veranstaltungen finden am 24. und 25. September 2026 begleitend zum 21. Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz statt
Volkshochschulen sind Orte der Demokratie. Sie schaffen Räume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und sich Wissen für die eigene Meinungsbildung aneignen können. Genau das möchte der vhs-Landesverband Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den beteiligten Volkshochschulen und Kreisvolkshochschulen mit der Langen Nacht der Demokratie sichtbar und erlebbar machen.
„Demokratie lebt davon, dass Menschen sich informieren, zuhören, widersprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Volkshochschulen bieten dafür seit jeher offene und leicht zugängliche Orte der Begegnung. Mit der Langen Nacht der Demokratie zeigen sie, wie vielfältig demokratische Bildung sein kann und dass Demokratie ganz konkret vor Ort beginnt. Das Land fördert diese Reihe, weil politische Bildung für Erwachsene Orte braucht, die allen offenstehen, sagt Dr. Tamara Müller, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit.
Demokratie zum Mitmachen
Die Veranstaltungen greifen zentrale Fragen des demokratischen Zusammenlebens auf. Auf dem Programm stehen unter anderem demokratische Teilhabe, Medienkompetenz, der Umgang mit Desinformation und „Fake News“, jüdisches Leben und Antisemitismus, Respekt, Zukunftsfragen, Einsamkeit und der Dialog zwischen den Generationen.
In Remagen berichten Menschen bei der gemeinsamen Veranstaltung der Kreisvolkshochschulen Ahrweiler und Neuwied über ihre Erfahrungen mit dem Ankommen in Deutschland und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede demokratischer Systeme. In der kvhs Kaiserslautern geht es um finanzielle Bildung von Frauen als Grundlage gesellschaftlicher Teilhabe. Mainz-Bingen lädt zum Workshop „Demokratie-Fitness“ ein, während in der Südwestpfalz ein Vortrag mit einem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen verbunden wird.
In Bingen steht die Veranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam gegen Einsamkeit“. Bernkastel-Kues verbindet eine Ausstellung zum Winzersturm von 1926 mit einem Vortrag über Pressefreiheit und einer Podiumsdiskussion. In Frankenthal können Bürgerinnen und Bürger Kommunalpolitik kennenlernen und diskutieren, wie Entscheidungen im Stadtrat zustande kommen. Die vhs Hunsrück widmet sich dem Thema „Fake News in der Erinnerungspolitik“.
Auch in Ludwigshafen, Montabaur, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied und Trier laden die Volkshochschulen zu besonderen Formaten ein. Geplant sind unter anderem Workshops zur Zukunft der vhs als offenem Begegnungs- und Beteiligungsort, eine Podiumsdiskussion über Respekt in der demokratischen Gesellschaft, ein Impulsvortrag mit anschließendem Poetry Slam, ein generationenübergreifender Dialog sowie eine Fishbowl-Diskussion über inklusive Arbeit. In Trier wird außerdem die Ausstellung über das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und dessen Einsatz für die Weimarer Demokratie gezeigt.
Erstmals beteiligt sich auch die Kreisvolkshochschule in Altenkirchen an der Langen Nacht der Demokratie.
Räume für Austausch und demokratische Bildung
Die Lange Nacht der Demokratie knüpft an die Idee des Bündnisses „Demokratie vor Ort“ an und entwickelt sie weiter. Gemeinsam mit lokalen Partnern, Vereinen, Initiativen, Bildungseinrichtungen und Institutionen entstehen Veranstaltungen, die politische Bildung mit Begegnung, Kultur und Beteiligung verbinden.
„Volkshochschulen sind keine Orte, an denen Demokratie nur erklärt wird. Sie sind Orte, an denen Demokratie praktiziert wird: Menschen kommen zusammen, bringen ihre Erfahrungen ein, hören einander zu und entwickeln gemeinsam Ideen. Dass sich in diesem Jahr 16 Volkshochschulen an 14 Standorten beteiligen, ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung demokratischer Bildung in unserem Land“, erklärt Hendrik Hering, Vorsitzender des vhs-Landesverbands Rheinland-Pfalz. Er wird an der Veranstaltung der vhs Hunsrück zum Thema „Fake News in der Erinnerungspolitik“ teilnehmen.
Die Veranstaltungen richten sich ausdrücklich an Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen. Der Zugang soll niedrigschwellig sein und möglichst vielen Menschen die Teilnahme ermöglichen. Workshops, Diskussionsrunden, Ausstellungen, Lesungen und kulturelle Beiträge schaffen Raum für Austausch und gemeinsames Lernen.
„Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung, wachsender Desinformation und schwindender politischer Orientierung braucht es Orte, an denen Menschen miteinander im Gespräch bleiben. Die Volkshochschulen leisten dazu einen wichtigen Beitrag - flächendeckend, offen und nah an den Menschen“, so der Vorsitzende Hendrik Hering.
Die Lange Nacht der Demokratie findet am Donnerstag, 24. September, und Freitag, 25. September 2026, begleitend zum 21. Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz statt. Für einzelne Veranstaltungen ist wegen begrenzter Raumkapazitäten eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es bei den beteiligten Volkshochschulen und Kreisvolkshochschulen oder unter
https://www.demokratietag-rlp.de/2026/veranstaltungsorte-2026/
Kontakt und weitere Fragen:
Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.
Mareike Schams, stv. Verbandsdirektorin
Tel.: 0 61 31 - 2 88 89 17, E-Mail: schams@vhs-rlp.de, www.vhs-rlp.de
Der rheinland-pfälzische Volkshochschulverband ist der Interessen- und Fachverband der 57 nach rheinland-pfälzischem Weiterbildungsgesetz anerkannten Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz. Die Arbeit des Verbandes wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz gefördert. Der Verband der Volkshochschulen vertritt seine Mitgliedseinrichtungen auf Landes- und Bundesebene.