…wir mal über die letzten 2 Jahre.
Das ich im Urlaub bin, heißt nicht, dass ich nicht schreiben kann. Ist nur Quatsch, ich hab da mal was vorbereitet.
Vor kurzem wurde ich gefragt, wie es so ist nach 2 Jahren im Amt. Tja, in dem Gespräch kam ich eigentlich gut um eine Antwort herum, aber für die, die Interesse haben, möchte ich mal hier ein paar Zeilen lassen. In der Zeit ist mir sehr vieles begegnet, ein paar Sachen, die mich aus der Bahn warfen, und auf der anderen Seite auch wieder welche, die mich auf die Spur zurückbrachten. Vieles von den Bahnbrechern hätte auch vermieden werden können, wenn man sich einfach an die Regeln halten würde oder an sein Wort. In der Hinsicht ist es schon interessant, wie schnell man die Schuld für etwas bekommt, das auf den Fehlern anderer beruht. Aber so sind wir Menschen eben, wir sehen, was wir sehen möchten, jeder nach seinem Belieben, anstatt mal aus seiner Blase rauszukommen, sich selbst zu hinterfragen und alle anderen Belange dahinter zu sehen.
Das ist jetzt ein Moralthema, deswegen lassen wir das hier. Auf der anderen Seite sehe ich auch viele Menschen, die helfen und tun, ohne selber glänzen zu wollen, wo Güte und Menschlichkeit im Vordergrund steht. Echt selten heutzutage, aber auch die gibt’s.
Gesehen habe ich auch, was man mit der Gemeinde zusammen leisten kann und was für ultracoole Leute da sitzen, die Großes zu leisten bereit sind. Aber auch hier gibt’s Schatten wie überall. Eigentlich bin ich der Meinung, dass ich gar nicht da hingehöre, in die kommunale Politik. Ich rede nicht so, ich kleide mich nicht so, immer viel zu ehrlich und betrachte mit Gleichmut das Geschehen. Gerne mal googeln: Gleichmut. Und doch, wenn man sieht, was passieren kann, um dem Ort zu helfen, sprich Parkplatz, Spielplatz, Jugendraum oder Riedenburger Kirmes, und man dann auch noch sieht, dass ein paar den Weg mit einem gehen, macht es doch schon Laune.
Ich würde mich freuen, wenn noch mehr mitgehen würden, aber hey, da schaue ich auch über meinen Tellerrand und sehe, dass jeder andere Schuhe trägt. Jeder, wie er kann und mit dem, was er bereit ist zu geben. Auch weiß ich, dass nicht jeder mit mir einverstanden ist als Ortsvorsteher, dass ich wohl zu wenig Engagement zeige und so, aber das gehört wohl auch dazu. Ich bin nicht die Person, die immer in der 1. Reihe stehen und glänzen will, das sollte langsam jedem klar sein, oder jemand, der eine hohe politische Laufbahn anstrebt. Das werde ich auch nie sein, ich bin der, der mit euch ein Bier trinkt und zufällig eben Ortsvorsteher ist und im Hintergrund Gutes für Ort und Bürger tun möchte. Das schaffe ich aber nicht allein, das geht nur mit dem Ortsbeirat und natürlich mit euch. Helft mir und eurem Beirat, damit wir euch helfen können.
Gott, was ein Text, hab mich da wohl wieder irgendwo verloren. Belächelt das Ganze oder nehmt es ernst, ich versuche das Beste draus zu machen.