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Morbacher Rundschau
Ausgabe 7/2026
Seite 2
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Jugendschutz (nicht nur) im Karneval

Bürgermeister Arianit Besiri appelliert an Gastwirte, Einzelhändler, Veranstalter, Karnevalsvereine sowie Erziehungsberechtigte

Jugendschutz (nicht nur) im Karneval

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die schöne fünfte Jahreszeit steht an. Das vielfältige Karnevalstreiben genießt in unserer Gemeinde einen hohen kulturellen und sozialen Stellenwert und steht für Gemeinschaft, Lebensfreude und Zusammenhalt. Ich bin begeistert von der Kreativität unserer Vereine und vom Engagement der Menschen hier vor Ort.

Bei aller Ausgelassenheit darf jedoch nicht aus dem Blick geraten, dass der Jugendschutz im Karneval eine besondere Rolle spielt – insbesondere im Hinblick auf den Verkauf und den Konsum von Alkohol. Alkohol ist eine Droge.

Leider ist immer wieder festzustellen, dass Alkoholabgabestellen die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes nicht ausreichend kennen oder beachten, Eltern ihrer Verantwortung nicht in vollem Umfang gerecht werden und Kinder sowie Jugendliche die Wirkung von Alkohol unterschätzen. Im allgemeinen Karnevalsgeschehen entsteht dabei nicht selten der Eindruck, Alkoholkonsum gehöre zwangsläufig zum „Dazugehören“.

Das ist weder zeitgemäß noch richtig.

Es ist vollkommen in Ordnung und ausdrücklich zu unterstützen, keinen Alkohol zu trinken. Nicht-alkoholische Getränke sind eine selbstverständliche Alternative. Gemeinschaft, Spaß und Lebensfreude hängen nicht vom Alkoholkonsum ab, sondern von der gesellschaftlichen Akzeptanz, an der wir alle arbeiten können.

Gemeinsam mit den Karnevalsvereinen, der Polizei und der Verwaltung appelliere ich auch in diesem Jahr an alle Verantwortlichen, dem Jugendschutz im Interesse unserer Kinder und Jugendlichen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Dies schließt ausdrücklich Eltern und Erziehende mit ein, die ihre Verantwortung und Vorbildfunktion wahrnehmen, um zu verhindern, dass Minderjährige sich selbst oder andere durch nicht erlaubten oder übermäßigen Alkoholkonsum gefährden. Ich appelliere an Ihre Vernunft.

Gleichzeitig weise ich darauf hin, dass nach dem Jugendschutzgesetz Tabakwaren in der Öffentlichkeit generell nicht an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden dürfen.

Die Gemeinde Morbach wird in Kooperation mit der Polizei durch das Ordnungsamt und das Jugendamt im Rahmen von Kontrollen die gebotenen Möglichkeiten wahrnehmen, um eine unerlaubte Abgabe von Alkoholika und Tabakwaren zu unterbinden beziehungsweise zu ahnden. Zudem werden Kinder und Jugendliche direkt angesprochen und sensibilisiert. Unsere Jugend ist unsere Zukunft.

Ich bitte Sie herzlich, das Anliegen des Jugendschutzes gerade im Karneval aktiv zu unterstützen. Lassen Sie uns gemeinsam verantwortungsvoll feiern und lachen.

Herzliche Grüße

Ihr Arianit Besiri

Bürgermeister