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Amtsblatt VG Schweich
Ausgabe 30/2026
Mitteilungen der Römischen Weinstraße
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Wunderschöne Tage bei lieben Freunden in Murialdo / Italien

Michele Franco, Bürgermeister Murialdo; Sebastian Krewer, Beigeordneter VG Schweich

 

 

Seit längerer Zeit fand wieder einmal eine offizielle Busfahrt in unsere italienische Partnergemeinde Murialdo in Ligurien statt. Um es vorwegzunehmen: Nicht einer der 24 Mitfahrer bereut es, bei dieser Fahrt mit dabei gewesen zu sein. Zu beeindruckend war der Empfang durch die italienischen Freunde, zu beeindruckend die Landschaft zwischen Bergen und Meer. Und an die nahegelegene Riviera führte gleich der erste Tagesausflug. Bei strahlendem Sonnenschein ging es nach Albisola, wo die italienischen Freunde stolz eine traditionelle Keramikmanufaktur präsentierten. Danach stand ein Empfang mit Picknick in einem Weinberg auf dem Programm. Der Weinberg ist deshalb etwas Besonderes, weil ihn eine junge Familie aus Murialdo mehr als 800 Meter über dem Meer angelegt hat und aus den Trauben seit zwei Jahren naturbelassenen Weißwein und Rotwein produziert. Auf unzähligen Festen feiern die Freunde aus Murialdo ihre kulinarischen Spezialitäten wie z.B. Trüffel, Maronen, Steinpilze und Nudeln mit Pesto verschiedenster Art. In den Aufenthalt fiel das Fest des "Fazzino", eines köstlichen würzigen Pfannkuchens, in dessen Verlauf offizielle Grußworte und Gastgeschenke ausgetauscht wurden. Dass jeder der Freunde dies in seiner Muttersprache tat, tat der außergewöhnlichen Herzlichkeit keinen Abbruch. Alle Teilnehmer dieser deutsch-italienischen Begegnung spürten das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Viele Jahre waren die Freunde aus Murialdo mit einem Spezialitäten-Stand am Fest der Römischen Weinstraße in Schweich vertreten - und sie freuen sich bereits auf den nächsten Besuch. Nach der Besichtigung eines Glasbläser-Museums in einer hochherrschaftlichen Jugendstil-Villa mit Cocktails und Büffet im Garten der Villa und der - neben Agfa und Kodak - weltgrößten Filme-Manufaktur Ferrania machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg, nach einem Abschied mit Wehmut im Herzen und mit der Hoffnung auf ein nicht allzu fernes Wiedersehen, sei es diesseits oder jenseits der Alpen.