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Amtsblatt VG Schweich
Ausgabe 35/2026
Mitteilungen der Römischen Weinstraße
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Regionalinitiative „Faszination Mosel"

809 Stimmen für den Kinderwingert: Publikumsliebling der #moselhelden 2026 steht fest

Förderverein der Lesura-Grundschule Lieser e.V. überzeugt beim Online-Voting - 7.528 Stimmen für die #moselhelden abgegeben

Die Entscheidung ist gefallen: Der Förderverein der Lesura-Grundschule Lieser e.V. ist Publikumsliebling der #moselhelden 2026. Mit dem Projekt „Kinderwingert goes Grundschule Lieser“ konnte der Förderverein beim Online-Voting insgesamt 809 Stimmen für sich gewinnen und sich damit deutlich an die Spitze des Teilnehmerfeldes setzen.

Die Resonanz auf das diesjährige Publikumsvoting war groß: Insgesamt wurden 7.528 Stimmen für die 81 eingereichten Projekte abgegeben. Die Regionalinitiative „Faszination Mosel“ freut sich über die große Beteiligung und gratuliert dem Publikumsliebling herzlich zu diesem Erfolg.

Von der Rebe bis zum eigenen Traubensaft

Beim „Kinderwingert goes Grundschule Lieser“ wird der Moselweinbau für Grundschulkinder unmittelbar erlebbar. Ein Schuljahr lang begleiten sie den Weg von der Rebe bis zum eigenen Traubensaft. Sie pflegen Reben, ernten die Trauben, besuchen regionale Betriebe und erfahren dabei, welche Arbeit und welches Wissen hinter den Produkten der Moselregion stecken. Sogar die Gestaltung eigener Etiketten und die Vermarktung des fertigen Produkts gehören zum Projekt.

Damit verbindet der Kinderwingert Heimatbildung mit praktischem Lernen. Die Kinder setzen sich unmittelbar mit Natur, Kultur und Wirtschaft ihrer Heimat auseinander und entwickeln ein Verständnis für den Weinbau und die regionale Wertschöpfung.

Im Schuljahr 2025/2026 wurde das Projekt erstmals erfolgreich an der Grundschule Lieser umgesetzt. Möglich wurde dies durch das Zusammenspiel von Schule, Förderverein, Winzern und weiteren regionalen Partnern.

Besonders interessant ist auch die Perspektive über Lieser hinaus: Das Konzept ist praxisnah angelegt und auf weitere Grundschulen in Weinbaugemeinden übertragbar. So kann aus der Verbindung von Bildung, Weinbau und Heimatverbundenheit ein Ansatz entstehen, der auch andernorts junge Menschen frühzeitig für die Besonderheiten ihrer Region sensibilisiert.

Wettbewerb geht weiter

Mit der Wahl des Publikumslieblings ist der Wettbewerb noch nicht abgeschlossen. Ende August kommt die Fachjury der #moselhelden 2026 zusammen und wählt aus den eingereichten Bewerbungen drei weitere Preisträger aus, die dann im Rahmen des 17. Moselkongresses am 28. Oktober 2026 im Kapuzinerkloster in Cochem bekannt gegeben werden.

Die Regionalinitiative „Faszination Mosel“ bedankt sich bei allen Bewerbern für ihre Teilnahme und bei den zahlreichen Menschen, die sich am Publikumsvoting beteiligt und ihre Favoriten unterstützt haben.

Räume für Begegnung, Gemeinschaft und Demokratie

Zentrum Baukultur und „Faszination Mosel“ laden zum Vortragsabend in die Synagoge Wittlich ein

Wie können Orte gestaltet werden, an denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen und Gemeinschaft entsteht? Und welche Rolle spielen Gebäude, öffentliche Räume und sogenannte „Dritte Orte“ für lebendige Dörfer und Städte? Diesen Fragen widmet sich der Vortragsabend „Offene Türen - Zentrale Orte für Zusammenhalt und Zivilgesellschaft“ am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 18.30 Uhr in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge, Himmeroder Straße 44 in Wittlich.

Das Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz ist an diesem Abend zu Gast an der Mosel und lädt gemeinsam mit der Regionalinitiative „Faszination Mosel“ dazu ein, die Bedeutung guter Begegnungsorte für das gesellschaftliche Miteinander in den Blick zu nehmen. Denn Orte, die für unterschiedliche Menschen offenstehen und Raum für Austausch, Kultur, Engagement und gemeinschaftliche Aktivitäten bieten, sind weit mehr als Gebäude: Sie können zu wichtigen Ankerpunkten des gesellschaftlichen Lebens werden.

Gerade im ländlichen Raum sind solche Orte von besonderer Bedeutung. Dorfgemeinschaftshäuser, ehemalige Schulen, Kulturstätten, Vereinsräume oder neu gedachte gemeinschaftliche Treffpunkte können dazu beitragen, Ortskerne lebendig zu halten, ehrenamtliches Engagement zu unterstützen und Begegnungen zwischen Generationen und unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zu ermöglichen. Dabei kommt es nicht allein auf die Nutzung an. Auch Architektur, Lage und Gestaltung entscheiden darüber, ob ein Ort angenommen wird und dauerhaft zur Lebensqualität eines Dorfes oder einer Stadt beiträgt.

Der Vortragsabend zeigt anhand konkreter Beispiele aus der Moselregion, wie solche Orte entstehen und weiterentwickelt werden können. In kurzen Projektvorstellungen wird deutlich, wie aus Gebäuden und Räumen lebendige Treffpunkte werden können - und welchen Beitrag engagierte Menschen, Kommunen und eine qualitätsvolle Gestaltung dazu leisten. Zu den vorgestellten Beispielen zählt unter anderem das Bürgerhaus „Alte Schule“ in Bruch. Das Programm wird derzeit noch ergänzt.

Zum Auftakt ist ein Begrüßungstalk mit Sven Teuber, Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Joachim Becker, Vizepräsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, sowie einer Vertretung des Landkreises Bernkastel-Wittlich vorgesehen. Moderiert wird der Abend von Simone Röhr von der Regionalinitiative „Faszination Mosel“.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Veranstalter ist das Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur Rheinland-Pfalz und der Regionalinitiative „Faszination Mosel“.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.zentrumbaukultur.de