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Mein Wittlich.Land
Ausgabe 31/2024
Amtliche Bekanntmachungen und Mitteilungen der Ortsgemeinden
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Aus der konstituierenden Sitzung am 05.07.2024

Der geschäftsführende Ortsbürgermeister Jovi Junk begrüßte zu Beginn der Sitzung den geschäftsführenden Beigeordneten, die Ratsmitglieder, die auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen ehemaligen Ratsmitglieder nebst Gattinnen, interessierte Mitbürger sowie Herrn Hans-Peter Weinand als Vertreter der Verwaltung.

Im Anschluss stellte der Vorsitzende unwidersprochen die Ordnungsmäßigkeit der Einladung und die Beschlussfähigkeit des Gemeinderates Laufeld fest.

Verpflichtung der Ratsmitglieder

Der Ortsbürgermeister verpflichtete im Namen der Ortsgemeinde die Ratsmitglieder des Ortsgemeinderates vor ihrem Amtseintritt in öffentlicher Sitzung durch Handschlag auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten (§ 30 Abs. 2 Satz 1 GemO). Besonders wurde auf die Pflichten gem. aus den §§ 20, 21 und 30 Abs. 1 GemO (VV Nr. 2 zu § 30 GemO) hingewiesen.

Verpflichtet wurden: Michael Weber, Jan Sieger, Andreas Becker, Andreas Jany, Sebastian Meeth, Elke Reis, Jochen Reis, Christoph Schmitz, Dietmar Schumacher.

Wahl des ehrenamtlichen Ortsbürgermeisters

Da zu den Kommunalwahlen am 09.06.2024 keine gültige Bewerbung für das Amt des Ortsbürgermeisters eingereicht wurde, fand die Wahl nicht statt. In diesem Fall wird der Ortsbürgermeister vom Ortsgemeinderat gewählt. In geheimer Abstimmung im Wege der Mehrheitswahl wurde Jovi Junk zum ehrenamtlichen Ortsbürgermeister gewählt.

Durch die Ernennung zum Ortsbürgermeister erlischt das Ratsmandat kraft Gesetzes. Eine Ersatzperson war mit Herrn Martin Kuckartz zur Einführung in den Gemeinderat anwesend. Dieser wurde ebenfalls als Ratsmitglied verpflichtet.

Ernennung des Ortsbürgermeisters, Vereidigung und Einführung in das Amt

Bei Wiederwahl entfallen Vereidigung und Amtseinführung des Ortsbürgermeisters.

Die geschäftsführende Beigeordnete Michael Weber beglückwünschte Jovi Junk und händigte die Ernennungsurkunde aus.

Wahl der Beigeordneten, Ernennung, Vereidigung und Einführung in das Amt

Die Ortsgemeinde hat zwei ehrenamtliche Beigeordnete. Auch diese wurden in öffentlicher Sitzung durch Stimmzettel in geheimer Abstimmung im Wege der Mehrheitswahl in getrennten Wahlvorgängen gewählt.

Herr Michael Weber wurde zum ehrenamtlichen Ersten Beigeordneten gewählt. Ortsbürgermeister Jovi Junk beglückwünschte Herrn Michael Weber und händigte die Ernennungsurkunde aus.

Herr Jan Sieger wurde zum ehrenamtlichen Zweiten Beigeordneten gewählt. Ortsbürgermeister Jovi Junk beglückwünschte Herrn Jan Sieger und händigte die Ernennungsurkunde aus.

Da es sich bei beiden Beigeordneten um eine Wiederwahl handelte, sind die Vereidigung und Einführung entfallen.

Wahl der Ausschussmitglieder

Gemäß § 3 der Hauptsatzung ist ein Rechnungsprüfungsausschuss zu wählen.

Der Ortsgemeinderat beschloss, die Ausschussmitglieder in offener Abstimmung zu wählen.

Somit wurden folgende Ratsmitglieder in den Rechnungsprüfungsausschuss gewählt:

Sebastian Meeth, Christoph Schmitz und Martin Kuckartz. Als Vertreter wurden Elke Reis, Jochen Reis und Dietmar Schumacher gewählt.

Geschäftsordnung des Gemeinderates

Der Gemeinderat beschloss, dass die Mustergeschäftsordnung des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur in der jeweils geltenden Fassung als maßgebliche Geschäftsordnung zugrunde zu legen ist.

Verabschiedung und Ehrungen von Ratsmitgliedern

Die ausgeschiedenen Ratsmitglieder wurden in der Sitzung des Gemeinderates offiziell verabschiedet und geehrt.

Auszug aus der Rede von Ortsbürgermeister Jovi Junk:

„Frei nach dem Spruch von Hape Kerkeling: „Ich bin dann mal weg!“ habt ihr vier euch dazu entschlossen, nicht mehr für den Gemeinderat Laufeld zu kandidieren. Schade, aber auch verständlich!

Zunächst einmal einige grundsätzliche Gedanken:

Herausstellen möchte ich sowohl für die ausgeschiedenen als auch für die jetzt im Amt befindlichen Ratsmitglieder, dass sie sich als ehrenamtlich tätige Kommunalpolitiker, unter Hintanstellen persönlicher Interessen, für das Allgemeinwohl engagieren.

Kommunalpolitik ist eine sehr intensive Form der Politik, die sehr ernst genommen werden will und muss. Bei ihr geht es um den engsten Kreis unserer Heimat und damit um unsere Mitmenschen.

Von dem Grundsatz etwas für die Menschen zu tun habt ihr euch leiten lassen.

Ihr habt Entscheidungen getroffen und wurdet vielleicht schon am nächsten oder auch am übernächsten Tag zur Rechenschaft gezogen. Entscheidungen müssen in unserer Demokratie begründet werden und dieser Tatsache habt ihr euch gestellt.

Politik in der Kommune ist Arbeit. Sie riecht nach Schweiß, hat Schwielen, ist aber nicht unsympathisch und sehr persönlich.

Sie ist nicht so eisig wie das Getriebe der Macht in Berlin oder Mainz; sie ist wärmer, manchmal muffiger, weniger elegant, nachbarschaftlicher, bodenständiger. Aber genau das macht sie aus.

In Berlin und Mainz wird medienwirksam beschlossen und wir vor Ort müssen oftmals die Suppe auslöffeln.

Aber ich führe mir viel lieber die positiven Wirkungen unseres Tuns vor Augen. Das, was im Rat beschlossen wurde und zukünftig wird ist meist unmittelbar sichtbar und spürbar. Die Entscheidungen, die im Gemeinderat gefällt werden, sie betreffen unsere Ortsgemeinde, unsere Region und damit Mitbürgerinnen und Mitbürger direkt und unmittelbar.“

Liebe „Ex-Mitglieder“ unseres Rates,

ihr habt euch für viele Jahre auf dieses besonders aufwändige Feld der Politik begeben und viel eurer Freizeit geopfert. Wenn andere ihren privaten Hobbies und Vergnügen nachgegangen sind, habt ihr euch in Beratungen gestürzt, nachdem ihr Sitzungsunterlagen durchgearbeitet hattet.

Ihr habt einiges erlebt und die Geschicke der Ortsgemeinde mit beeinflusst und gestaltet.

Nicht einfache Entscheidungen habt ihr gemeinsam getragen, auch wenn es nicht immer unbedingt euere „Musterlösung und Meinung“ war. Demokratie pur halt!

Bei allen Auseinandersetzungen und gegensätzlichen Meinungen habt ihr immer im Anschluss zusammengesessen und keiner hat die Sitzung – so zumindest meine Wahrnehmung – mit Wut im Bauch verlassen.

Für euer selbstloses Engagement im Gemeinsinn bedanke ich mich heute im Namen aller Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, im Namen eurer Ratskolleginnen und -kollegen, aber auch persönlich bei Euch ganz herzlich.

Mein Appell an Euch lautet:

beherzigt nicht den eingangs von mir zitierten Ausspruch von Hape Kerkeling.

Verfolgt vielmehr weiterhin aufmerksam das Geschehen in unserer Dorfpolitik und gebt euren Erfahrungsschatz an eure Nachfolgerinnen und Nachfolger weiter.

Sie werden es euch danken!

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle aber auch bei den Ehefrauen, die häufig auf ihre Männer verzichtet haben. Ich habe es mal für die jahrzehntelangen Ratsmitglieder versucht hochzurechnen und bin hier locker auf ein Arbeitsjahr gekommen.

Zu einer Verabschiedung gehört natürlich auch ein standesgemäßes Abschiedsgeschenk. Hier habe ich lange überlegt. Es ist etwas, dass euch immer an eure aktive Zeit als Mitglieder des Rates erinnern soll und an der ihr die Entwicklung eures Heimatortes im wahrsten Sinne des Wortes lesen könnt. An dieser Entwicklung habt ihr einen wesentlichen Anteil.

Abschließend bedankte sich Ortsbürgermeister Jovi Junk mit einigen sehr persönlich gehaltenen Ausführungen bei den folgenden ausgeschiedenen Ratsmitgliedern und überreichte jeweils ein Präsent und einen Einkaufsgutschein.

Im Einzelnen sind dies:

Manfred Bauer:

für 45 Jahre Ratsmitgliedschaft,

davon 15 Jahre als 1. Beigeordneter

Helmut Sartoris:

für 35 Jahre Ratsmitgliedschaft

Peter Müller:

für 30 Jahre Ratsmitgliedschaft,

davon 20 Jahre als Beigeordneter

Reiner Steilen:

für 6 Jahre Ratsmitgliedschaft

Herr Steilen ging in einer kurzen Antwortrede auf die Laudatio des Ortsbürgermeisters ein und rekapitulierte die in den vergangenen Jahren vom Rat angestoßenen bzw. bereits abgeschlossenen Projekte.

Jovi Junk, Ortsbürgermeister

Ausführliche Informationen zum öffentlichen Sitzungsteil können dem Rats- und Bürgerinformationssystem auf der Webseite der Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land www.vg-wittlich-land.de entnommen werden.