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Vulkan Echo
Ausgabe 19/2020
Verbandsgemeinde Ulmen
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Widerrechtliche Nutzung von Wäldern, Feld- und Waldwegen sowie Naturflächen durch Quads und Motocrossfahrzeuge

In der jüngeren Vergangenheit gehen massiv Beschwerden bei der Verbandsgemeinde Ulmen ein, dass Quad- und Motocrossfahrer in den Gemarkungen der Verbandsgemeinde Ulmen auf land- und forstwirtschaftlichen Feld- und Waldwegen unterwegs sind, diese Wege verlassen und durch Wälder, Bachauen und Naturflächen fahren und dabei diese Flächen verwüsten. Besonders betroffen hiervon ist der Bereich Ulmen „Maismühle“ bis hinein in die Gemarkung Filz.

Durch dieses Befahren der Flächen abseits der Wege und durch die Benutzung der teilweise schmalen Wanderpfade durch Quads und Motocrossfahrzeuge werden die dort vorkommenden Pflanzen zerstört und viele Tiere werden erheblich in ihrer natürlichen Lebensweise gestört. Sowohl bei den Pflanzen als auch bei den Tieren sind Arten darunter, die extrem in ihrem Bestand gefährdet sind.

Durch dieses egoistische Verhalten der Fahrer von Quad und Motocrossmaschine werden die Tiere in ihren Zuflucht-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten gestört und unter enormen Stress gesetzt. Gerade in der jetzigen Jahreszeit ist dies besonders bedenklich, da sich die Tiere mitten in der Brut- und Aufzuchtszeit befinden.

An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Feld- und Waldwege sowie Wälder und Naturflächen für den eigenen Spaß am Motorsport nicht genutzt werden dürfen. Den betroffenen Fahrern sollte klar sein, dass sie gleich gegen mehrere gesetzliche Vorschriften handeln. Hierbei handelt es sich um Regelungen u.a. aus dem Naturschutz, dem Landeswaldgesetz, dem Jagdrecht sowie dem Straßenverkehrsrecht. Durch diese gesetzlichen Regelungen ist es nicht erforderlich, entsprechende Beschilderungen im Wald oder an den entsprechenden Wegen anzubringen.

Zudem herrscht durch die derzeitige Trockenheit, auch trotz des Regens in den vergangenen Tagen, erhöhte Waldbrandgefahr.

Das oben geschilderte Verhalten stellt auf jeden Fall eine Ordnungswidrigkeit dar, teilweise handelt es sogar um Straftatbestände, die mit teils empfindlichen Geldstrafen bis hin zum Freiheitsentzug geahndet werden können. Da die Fahrer oft ohne bzw. mit unkenntlich gemachtem Kennzeichen unterwegs sind und sich damit der Identifizierung entziehen, wird Ihnen ein Vorsatz unterstellt, der sich bei der Bemessung des Strafmaßes sicherlich erhöhend auswirken wird.

Wir bitten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Feststellung solcher Vergehen. Sollten Sie Zeuge des Befahrens von Wald- und Wiesenflächen durch diese so genannten Motorsportler werden oder in der Vergangenheit geworden sein, setzen Sie sich bitte mit der zuständigen Polizeidienststelle oder dem Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Ulmen in Verbindung. Auch anonymen Hinweisen werden wir nachgehen.

Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Ulmen