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Vulkan Echo VG Ulmen
Ausgabe 43/2026
Verbandsgemeinde Ulmen
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Auszug aus der Niederschrift

über die öffentliche/nicht öffentliche Sitzung des Feuerwehrausschusses der Verbandsgemeinde Ulmen

Sitzungsdatum:

Dienstag, den 29.09.2026

Beginn:

17:00 Uhr

Ende:

19:00 Uhr

Ort:

Sitzungssaal des Rathauses, Marktplatz 1, 56766 Ulmen

Anwesend waren:

Bürgermeisterin

Frau Sandra Hendges-Steffens

1. Beigeordnete(r)

Herr Thomas Kerpen

Beigeordnete(r)

Herr Ulrich Laux

Herr Manfred Nehren

SPD

Herr Florian Pumple

Herr Bernhard Rodenkirch 

CDU

Herr Thomas Hieronimus

Herr Stephan Keßeler

Herr Klaus Kutscheid 

Herr Volker Laux 

Herr Thorsten Lescher

FWG der Verbandsgemeinde Ulmen e. V.

Herr Paul Haubrichs

Stellv. Mitglied für Sven Mentel

Herr Berthold Schäfer 

FWG Büchel e.V.

Herr Christian Brauns

Protokollführer

Herr Andreas Schmitt 

von der Verwaltung

Herr Michael Hay

Gäste

Herr Daniel Dreis

Herr Marc Pumple

Abwesend waren:

Es fehlten entschuldigt

Herr Sven Mentel

Gegen Form und Frist der Einladung wurden keine Bedenken erhoben.

Anträge zur Tagesordnung wurden nicht gestellt.

Tagesordnung:

Öffentlicher Teil

1.

Bedarfsmeldungen der Feuerwehren für das Folgejahr

2.

Beschaffung einer Drohne für die Feuerwehr

3.

Mitteilungen

Öffentlicher Teil

TOP 1: Bedarfsmeldungen der Feuerwehren für das Folgejahr

Sachverhalt:

Eine Aufstellung der Bedarfsmeldungen der einzelnen Feuerwehreinheiten für das Folgejahr ist der Sitzungsvorlage als Anlage beigefügt, hierüber ist zu beraten.

Haushaltsrechtliche Beurteilung:

Der zuvor beratenen Empfehlung entsprechende Haushaltsmittel sollen im künftigen Haushaltsjahr vorgesehen werden.

Beschluss:

Der Feuerwehrausschuss empfiehlt, die Haushaltsmittel für die Feuerwehrausstattung – wie zuvor beraten – für das kommende Jahr vorzusehen.

Abstimmungsergebnis:

Ja 11 Nein 0 Enthaltung 0 Befangen 0

TOP 2: Beschaffung einer Drohne für die Feuerwehr

Sachverhalt:

In der Sitzung des Verbandsgemeinderates am 24.06.2026 wurde beschlossen, Drohnentechnologie für die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Ulmen zu beschaffen.

Die Verwaltung wurde ermächtigt und beauftragt, in Abstimmung mit der Wehrleitung eine Markterkundung für geeignete Drohnenmodelle durchzuführen und parallel ein Betriebskonzept zu erstellen, welches das weitere Vorgehen wie Standort/e, Ausbildung, Alarmierung und Datenschutz beinhaltet.

Die abschließende Beratung und Beschlussfassung über die finale Modellauswahl und das ausgearbeitete Konzept wurde auf den Feuerwehrausschuss übertragen. Die Verwaltung wurde beauftragt, für das Haushaltsjahr 2027 entsprechende Haushaltsmittel für die Erstbeschaffung eines einsatzbereiten Drohnensystems inklusive Zubehör, Ausbildung und Software bereitstellen.

Nach eingehender Recherche und dem Abgleich mit den Anforderungen im Realeinsatz zeigt sich: Die DJI Matrice 4TD ist derzeit die beste Wahl für den Feuerwehrdienst. Die etwas kostengünstigere Version, die Matrice 4T stellt hier keine Option dar, da diese nicht für den Einsatz bei Regen oder gar starken Regen zugelassen ist.

Das favorisierte Modell zeichnet sich durch eine sehr kurze Rüstzeit (unter 10 Sekunden startklar) und eine hochwertige Sensorik (640px Wärmebild, 112x Zoom und Laserentfernungsmesser) aus. Dank der extrem robusten Bauweise (IP55), der langen Flugzeit von rund 50 Minuten und der Möglichkeit, sie über das DJI Dock für automatisierte Erkundungen zu nutzen, deckt sie das taktische Spektrum von der schnellen Personensuche bis zur großflächigen Waldbrandüberwachung sehr gut ab.

Die DJI Matrice 4TD ist eine hochmoderne, kompakte Enterprise-Drohne, die speziell für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie Feuerwehren entwickelt wurde. Das „T“ steht für Thermal (Wärmebild) und das „D“ signalisiert die Kompatibilität mit dem DJI Dock für automatisierte Einsätze.

Die wichtigsten Vorteile für die Feuerwehr im Überblick:

1. Überragende Sensorik zur Lageerkundung

Im Gegensatz zu modularen Drohnen ist die Sensorik fest verbaut, was die Drohne extrem wartungsarm macht. Sie verfügt über ein 4-Kamera-System:

•

Hochauflösendes Wärmebild: Die Wärmebildkamera (640×512 px nativ, bis zu 1280×1024 px im Super-Resolution-Modus) erkennt Temperaturunterschiede sehr präzise. Dies ist optimal, um Glutnester bei Dachstuhlbränden zu finden, Brandverläufe zu überwachen oder vermisste Personen in der Dunkelheit aufzuspüren.

•

Starker Hybrid-Zoom: Mit einer Weitwinkel-, einer mittleren Tele- und einer starken Telekamera (bis zu 112x Hybrid-Zoom) kann der Einsatzleiter Details (z. B. Gefahrguthinweise, Dachstrukturen) aus sicherer Entfernung prüfen.

•

Laserentfernungsmesser: Misst Distanzen bis zu 1800 Metern exakt und liefert sofort präzise GPS-Koordinaten einer Brandstelle oder vermissten Person an die Bodencrew.

2. Extrem schnelle Einsatzbereitschaft

•

Kein Aufklappen nötig: Die Drohne ist "ready to fly" im Koffer oder Fahrzeug verbaut. Akku rein, Einschalten, Abheben – das System ist in unter 10 Sekunden in der Luft, was bei der Erst-Erkundung (wenn Sekunden zählen) ein riesiger Vorteil ist.

•

Integration im Einsatzleitwagen (ELW): Moderne ELWs binden die Matrice 4TD immer häufiger direkt ab Werk in die Funk- und Bildschirmarbeitsplätze ein, um Live-Streams direkt an den Einsatzleiter zu übertragen.

3. Allwettertauglich und Robust

•

IP55-Zertifizierung: Die M4TD ist staub- und strahlwassergeschützt. Sie fliegt problemlos bei starkem Regen, dichtem Rauch und extremen Temperaturen von -20 °C bis +50 °C.

•

Lange Flugzeit: Mit durchschnittlich 50 Minuten Flugzeit pro Akku lassen sich auch großflächige Waldbrände oder Personensuchen ohne ständige Unterbrechung bewältigen. Die Akkus laden zudem extrem schnell auf.

4. Taktische Erweiterungen für den BOS-Einsatz

•

Zubehör (BOS-Sets): Die Drohne wird meist in speziellen Paketen mit der robusten RC Plus 2-Fernsteuerung ausgeliefert. Zudem lässt sie sich mit dem AL1 Suchscheinwerfer (zur Ausleuchtung von Einsatzstellen oder als visuelle Führung für Trupps am Boden) oder einem Lautsprecher ausstatten.

•

Nachtsicht & NIR-Hilfslicht: Ein Nahinfrarot-Hilfslicht leuchtet den Bereich vor der Drohne im Dunkeln unsichtbar aus, um auch bei absoluter Finsternis perfekte optische Orientierung zu bieten.

Führerschein & Versicherung:

Rechtlich gesehen gilt für BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) wie die Feuerwehr eine gesetzliche Ausnahme: Ein klassischer Drohnenführerschein ist im Ernstfall nicht zwingend vorgeschrieben.

Gemäß § 21k LuftVO sind Feuerwehren im Rahmen von Not- und Unglücksfällen sowie bei Katastrophen von den strengen Auflagen der EU-Drohnenverordnung befreit. Das bedeutet, im akuten Einsatz darf theoretisch auch ohne offiziellen EU-Kompetenznachweis geflogen werden.

In der Praxis sieht die Realität – insbesondere bei einer Profilöschdrohne wie der DJI Matrice 4TD (Abfluggewicht von rund 1,85 kg bis über 2 kg) – jedoch anders aus:

•

Ausbildungspflicht nach Dienstvorschrift: Die Bundesländer und der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) regeln die Handhabung über spezielle Dienstvorschriften (z. B. länderspezifische Richtlinien für den Drohneneinsatz). Diese schreiben eine fundierte, organisationsinterne Ausbildung zwingend vor.

•

Übungs- und Ausbildungsflüge: Die gesetzliche BOS-Ausnahme gilt nur im konkreten Einsatzfall (Not- und Unglücksfälle). Sobald man zu Übungszwecken, für Öffentlichkeitsarbeit oder bei der Ausbildung abhebt, greift das normale Luftrecht.

Da die Matrice 4TD deutlich über 250 Gramm wiegt, benötigt man für diese Flüge zwingend den EU-Drohnenführerschein (mindestens den kleinen A1/A3-Nachweis, oft wird intern direkt das große A2-Fernpilotenzeugnis verlangt).

•

Haftung und Versicherung: Beschädigt ein ungeschulter Pilot im Einsatz ein Gebäude oder stürzt die Drohne ab, prüft die Kommunalversicherung sehr genau, ob der Pilot ausreichend qualifiziert war. Ohne Nachweise drohen erhebliche rechtliche Probleme für den Einheitsführer.

Zubehör für die Drohne:

Für die DJI Matrice 4TD gibt es im Enterprise- und Feuerwehr-Ökosystem eine breite Palette an nützlichem Zubehör. Da die Kamerasysteme bei dieser Reihe fest verbaut sind, konzentrieren sich die Erweiterungen primär auf taktische Nutzlasten (Payloads) an der Oberseite, Energieversorgung, Ausfallsicherheit und Transport:

1. Taktische Nutzlasten (Payloads für BOS)

•

1x DJI AL1 Scheinwerfer: Hierbei handelt es sich um einen kompakten, leistungsstarken Suchscheinwerfer. Er bietet Dauerlicht und Stroboskop-Modi, um Einsatzstellen bei Nacht auszuleuchten oder Bodentrupps visuell den Weg zu weisen.

•

1x DJI AS1 Lautsprecher: Dieser erreicht eine extreme Lautstärke (bis zu 114 dB auf 1 Meter) mit einer Reichweite von ca. 300 Metern, unterstützt Sprachaufnahmen, Text-zu-Sprache (TTS) und Live-Durchsagen zur Warnung oder Evakuierung der Bevölkerung.

2. Energie & Ladetechnik

•

4 x DJI Matrice 4 Serie Intelligent Battery: Leistungsstarke Hochleistungsakkus (ca. 99 Wh) für lange Flugzeiten.

•

1x Matrice 4 Akkuladestation (Akkukoffer) & 240W Netzteil: Erlaubt das ultraschnelle, parallele Laden mehrerer Flugakkus direkt am Einsatzort (z. B. via Generator oder Powerstation im ELW).

•

1x DJI WB37 Akkus: Wechselakkus für die Fernsteuerung, um einen ununterbrochenen Betrieb am Boden zu garantieren.

•

Optional Powerdock von DJI Power 2000

Funktionsweise: Eine tragbare Lithium-Eisenphosphat-Powerstation (LFP) mit einer Kapazität von 2.048 Wh und einer massiven Ausgangsleistung von bis zu 3.000 Watt (Dauerlast).

Taktischer Nutzen für die Drohnenstaffel:

Superschnelles Drohnen-Laden: Über spezielle SDC-Schnellladekabel von DJI können die Akkus von Enterprise-Drohnen extrem schnell geladen werden. Dadurch lässt sich mit wenigen Akkus ein ununterbrochener Durchlaufbetrieb („Continuous Flight“) an der Einsatzstelle realisieren.

Versorgung der Bodenstation: Sie betreibt problemlos über Stunden hinweg den oben erwähnten externen 22-Zoll-Monitorkoffer, Laptops für die Lagekarte oder Funkladegeräte.

Robust & Sicher: Die LFP-Zellen halten bis zu 4.000 Ladezyklen und gelten als extrem langlebig und thermisch stabil (wichtig für die Sicherheit im Feuerwehrfahrzeug).

Schnelle Wiederaufladung: Ist die Powerstation leer, lässt sie sich am Stromnetz im Gerätehaus in nur 70 Minuten wieder komplett vollziehen oder im ELW über die Lichtmaschine während der Fahrt nachladen

3. Transport & Bodenstationen

•

Wasserdichte Hartschalenkoffer: Spezielle Koffer (wie von TOMcase), in denen die Drohne flugbereit mit montierten Propellern („Ready To Fly“) transportiert werden kann.

•

Tragegurt für Fernbedienung

•

Landepad für Drohne

4. Monitore zur Übertragung des Drohnenbildes

Spezielle BOS-Monitorkoffer (z. B. von Herstellern wie SAR-Systeme oder Feelworld) sind für den harten Außeneinsatz optimiert:

•

Tageslichttaugliche High-Brightness-Displays: Monitore mit einer Helligkeit von 1.000 bis 2.000 Nits. Normale Fernseher spiegeln in der Sonne; diese Spezialbildschirme bleiben selbst unter praller Sonne gestochen scharf lesbar.

•

Integrierte Energieversorgung: Die Koffer laufen entweder autark über V-Mount-Akkus (oft über 5 Stunden Laufzeit), über den 12V-Zigarettenanzünder des Einsatzleitwagens (ELW) oder regulären 230V-Netzbetrieb.

•

Robuster Schutz: Der Monitor ist direkt in ein stoßfestes, wasserdichtes Hardcase (z. B. Peli-Case) integriert und sofort nach dem Aufklappen einsatzbereit.

Monitor-Stative & Halterungen

•

Kurbelstative / Dreibeinstative: Robuste Metallstative, um den Monitorkoffer flexibel neben der Drohnen-Bodenstation auf Augenhöhe zu platzieren.

Software

•

BOS Cloud Softwarte zur Übertragung des Livebildes auf den Monitor / ELW

5. Zubehör fürs Fahrzeug:

•

Faltpavillon (3x3m od. 4x4m) für den Piloten und die Gerätschaften (Witterungsschutz vor direkter Sonneneinstrahlung + Regen)

•

Portabler Stromerzeuger mit 2 KW für die Ladeerhaltung der Akkus bzw. den DJI Power1000

•

Kabeltrommel und Mehrfachstecker für Stromversorgung

•

4 faltbare Leitkegel zur Absicherung

•

klappbarer Tisch / Bank für Pilot und Gerätschaften

•

mobiles Beleuchtungssystem mit Akku z.B. PELI 9490 zur Ausleuchtung des Startplatzes/Arbeitsraumes

•

3 x Westen zur Kennzeichnung des Drohnenpersonals (Karo-Muster gelb/schwarz)

•

Optional Tablet z.B. iPad für Flugplanung/Flugbeobachtung/Flugvorbereitung

Kostenermittlung für die Anschaffung der Drohne

Drohne & Zubehör

Bezeichnung

Preis

DJI Matrice 4TD - RC Plus 2 Enterprise

8.752 €

Combo (inkl. 12 Monate DJI Care Enterprise

Plus, ohne Akku)

1,00 7.355,46 7.355,46

Lieferumfang:

1x Fluggerät Matrice 4TD

1x RC Plus 2 Enterprise

1x 240W USB-C Netzteil

1x Matrice 4D Serie - Ladehub

1x MicroSD-Karte

1x Matrice 4D Serie - Gimbal-Schutz

3x Matrice 4D Serie - Propeller

(Low-Noise Anti-Ice)

1x AC-Kabel für 240W Netzteil

1x USB-C auf USB-C Datenkabel

1x USB-A auf USB-C Datenkabel

1x Matrice 4D Serie - Transportkoffer

(Artikelnr.: B177178318)

DJI AS1 Lautsprecher

226 €

DJI AL1 Scheinwerfer

295 €

DJI RC Plus 2 - Gurthalterungssatz

78 €

4x DJI Matrice 4D Serie - Akku

1220 €

WB37 Akku 2S 4920mAh für SmartController

69 €

Landepad 122 x 122 cm

142 €

Speicherkarte Sandisc microSDXC 128GB

35 €

Zusatzmonitorset - Feelworld 21,5" Zoll

1000cdm² im Koffer mit Akku und Stativ

Lieferumfang:

1x FW21MC 21,5" Hardcase Monitor

1920x1080, 1000cdm²

1x Metallstativ steel black 125cm - 195cm für

21,5" Monitorkoffer

2x V-Mount Premiumakku BP95WS mit

6700mAh / 14,4V / 96Wh1x Premium D-Tap Lader 2A für alle V-Mount

Akkus

1889 €

Optional

DJI Power 2000

1000 €

BOS-Cloud „imEinsatz“ – Basismodul

590 €

OptionalIndividuelles Design

178 €

Einrichtung und Installation

118 €

14.592 €

Zubehör fürs Fahrzeug

Bezeichnung

Preis

Faltpavillon StabileZelte.de 3x3, 4x4

735 € / 905 €

1,8 kW ENDRESS Inverter Stromerzeuger ESE 2100iAlternativ mit 3 KWEndress Inverter ESE 3000i

850 €1300 €

Feuerwehrkabeltrommel 50m + Zubehör

600 €

4 Faltleitkegel

250 €

Klappbarer + Bank

150 €

Mobiles Beleuchtungssystem zur Ausleuchtung

1250 €

Westen zur Kennzeichnung von Drohnen Personal

300 €

Optional Tablet mit Zubehör

1000 €

5.755 €

Ausbildungskosten

Wenn die Drohneneinheit ausrückt, wird sie in der Regel als selbstständiger Trupp (Stärke 1/2 oder 1/3) oder als Staffel (Stärke 1/5) nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 (FwDV 3) betrieben.

Für den sicheren Flugbetrieb der DJI Matrice 4TD vor Ort sind mindestens 4 Personen (Einsatzstärke 1/3) als absolute Untergrenze anzusehen:

•

1 Einheitsführer (Führungskraft): Dieser erhält die taktischen Aufträge von der Einsatzleitung (z. B. Wehrleiter oder Technische Einsatzleitung), wertet das Bildmaterial auf dem Monitor aus, funkt mit dem ELW/FEZ und behält als Luftraumbeobachter das Umfeld (z. B. anfliegende Hubschrauber) im Auge.

•

1 Fernpilot (Drohnensteuerer): Dieser konzentriert sich ausschließlich auf die Steuerung der Drohne (M4TD), die Telemetrie (Akku, Signal) und den sicheren Flugweg.

•

1 Bild- und Systembediener (Sicherheitsposten): Bedient oft separat die Kamera (Wärmebild/Zoom), sichert den Start- und Landeplatz ab und unterstützt den Piloten bei der Hinderniswarnung.

•

1 Luftraumbeobachter zur Unterstützung des Piloten

Mindeststärke für die Gründung einer Einheit (Die Gesamt-Personalstärke)

•

Um eine Drohneneinheit im kommunalen Brand- und Katastrophenschutz in RLP dauerhaft betreiben zu können, fordert der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) eine deutlich größere Personaldecke.

•

Die offizielle Empfehlung lautet: Man benötigt mindestens 12 ausgebildete Mitglieder für die Drohneneinheit.

o

Da die Feuerwehr in RLP größtenteils ehrenamtlich organisiert ist, müssen Urlaube, Schichtarbeiten, Krankheiten und parallele Einsätze abgefangen werden. Bei einer Alarmierung tagsüber unter der Woche ("Kritische Infrastruktur") müssen von den 12 Personen statistisch mindestens 3 bis 4 Kameraden einsatzbereit sein, um die Drohne überhaupt in die Luft zu bekommen.

Kosten für die Ausbildung

„Führerschein“ A1/A3 + A2

pro Person

200 € X 12 Personen = 2.400 €

BOS-Grundschulung für Drohne

pro Person

300 € x 12 Personen = 3.600 €

6.000 €

Haushaltsrechtliche Beurteilung:

Für das Haushaltsjahr 2027 werden entsprechende Mittel unter der Haushaltsstelle 12600 eingestellt.

Beschluss:

Der Feuerwehrausschuss empfiehlt die Beschaffung der vorgestellten Drohne samt Zubehör und Ausbildung.

Abstimmungsergebnis:

Ja 10 Nein 0 Enthaltung 1 Befangen 0

TOP 3: Mitteilungen

Folgende Mitteilungen wurden bekannt gegeben:

1.

Vorstellung unseres hauptamtlichen Gerätewartes

2.

Informationen zur gesetzlich geforderten Feuerwehrbedarfsplanung lt. LBKG in neuer Fassung

3.

Informationen zur erfolgten Umrüstung unserer Sirenen mit digitalen Meldeempfängern

4.

Informationen zur geplanten Umrüstung von Sirenen auf digitale Sirenen in 2026

5.

Information zur Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges für die FFW Weiler

6.

Information über die Ausrüstung durch Landkreis mit Ausrüstungsgegenständen für Waldbrand

7.

Information über den erfolgten „Ehrungstag“ am 18.09.2026 in Bad Bertrich

8.

Information zum Waldbrand im Enderttal und der Zusammenarbeit mit den Landwirten

9.

Information Anschaffung ELW für Führungsstaffel Kennfus, Anbau am Gerätehaus zur Unterbringung des Fahrzeuges

10.

Information zum Umbau Feuerwehrgerätehaus Alflen

11.

Information zu Alarm- und Einsatzplänen

•

Stromausfall

•

Waldbrand

12.

Information Sachstand Atemschutzstrecke

13.

Information First Responder Vereinbarung mit Deutschem Roten Kreuz

14.

Information Bundesentscheid Jugendfeuerwehren Kliding und Lutzerath