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Vulkan Echo
Ausgabe 50/2020
Verbandsgemeinde Ulmen
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DIGITALPAKT SCHULE

Felix Pötz - Auszubildender Fachinformatiker, Verbandsgemeinde Ulmen

Rund 160.000 Euro für Grundschulen der Verbandsgemeinde Ulmen

Mit dem „DigitalPakt Schule“ wollen Bund und Länder mit 5 Milliarden Euro für eine bessere Vernetzung und Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen. Bereits im Mai 2019 trat die "Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019 bis 2024" in Kraft.

Der Anteil für Rheinland-Pfalz beträgt insgesamt rund 240 Millionen Euro, die mit dem zehnprozentigen Eigenanteil der Schulträger aufzustocken sind. Von diesen Fördergeldern stehen der Verbandsgemeinde Ulmen rund 160.000 Euro zur Verfügung, „um die Kompetenzen in der digitalen Welt bei den Schülerinnen und Schülern in allen Schulstufen und Schulformen und in allen Unterrichtsfächern systematisch zu fördern und aufzubauen.“, wie die Verwaltungsvereinbarung besagt.

Mit den Geldern aus dem „DigitalPakt I“ hat die Verbandsgemeinde bereits an der Burg-Grundschule Ulmen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur investiert. Dort hat man jetzt überall leistungsfähiges W-LAN: Vom Keller, über alle Klassenräume und den Schulhof, bis hin zur Turnhalle. Die LAN und W-LAN Arbeiten an der Grundschule Lutzerath sollten ebenfalls in absehbarer Zeit fertiggestellt werden.

„Der Auf- und Ausbau dieser technischen, digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf Schulgeländen bildet die Basis für weitere digitale Prozesse und Optimierungen, die wir mit den übrigen Fördergeldern anstreben. Auf ein solides Fundament lässt sich weiter Bauen.“, erklärt Markus Kiemen, IT-Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung Ulmen.

Vorgabe für die Beantragung der Fördergelder im Rahmen des DigitalPakts ist die Erstellung eines pädagogisch-technischen Einsatzkonzepts seitens der Schulträger. Denn die Erfahrungen vergangener Projekte haben gezeigt, dass solche Investitionen in der Regel erst dann besonders zielführend sind, wenn die Schulen vorher über klare Konzepte zum Lernen mit digitalen Medien im Schulalttag verfügen.

Aufgrund der frühzeitigen Konzeptionierung konnten die Schulen innerhalb der Verbandsgemeinde während der Corona-Pandemie bereits von ersten Fertigstellungen der Arbeiten vor Ort profitieren. Denn die Pandemie hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig zukunftsorientiertes Denken und Handeln ist, um mit dem digitalen Zeitalter Schritt halten zu können. „In der heutigen Zeit spielt Medienkompetenz in allen Lebensbereichen eine immer bedeutendere Rolle. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass alle Schüler die Möglichkeit haben am digitalen Unterricht teilnehmen zu können, ohne dass dies von der eigenen technischen Ausstattung oder dem Portemonnaie der Eltern abhängig ist. Denn leider besteht weiterhin das Risiko, dass Schulen coronabedingt statt Präsenzunterricht digitale Lernformen anbieten müssen. In diesem Fall sind wir hoffentlich dank der bereits getätigten Investitionen gut aufgestellt.“, signalisiert Alfred Steimers, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ulmen.

Denn zusätzlich zum „DigitalPakt Schule“ hat die Verbandsgemeinde Ulmen am Sofortausstattungsprogramm für die kurzfristige Beschaffung schulgebundener, mobiler Endgeräte und dem Landesprogramm „Medienkompetenz mach Schule“ teilgenommen. Aus den daraus resultierenden Gesamtbudgets und den damit verbundenen Sachausstattungen wurden Tablets mit entsprechendem Zubehör für die Grundschule in Ulmen und Lutzerath bestellt. Die Schul-Ausstattung mit Tablets soll nicht nur den digitalen Unterricht fördern sondern auch Schülern aus finanziell benachteiligten Familien die Möglichkeit bieten, sich mit dem nötigen Equipment im Fall von erneutem Homeschooling leihweise auszustatten.

Aufgrund der hohen Nachfrage innerhalb Deutschlands kommt es aktuell zu Lieferverzögerungen durch den im Rahmenvertrag festgelegten Partner. Hier haben die Verwaltungen trotz schneller Reaktionszeit im Bestellmanagement keinerlei Einfluss auf den Zeitpunkt der Auslieferung der Tablets. Einen Teil der bestellten Hardware wurde jedoch bereits geliefert und wird aktuell von der IT-Abteilung der Verbandsgemeindeverwaltung Ulmen entsprechend eingerichtet.

„Wir erhoffen uns natürlich für den Fall der Fälle eine zeitnahe Lieferung der restlichen Tablets und neben den technischen Vorteilen für die Schüler im digitalen Unterricht mit dem entsprechend leistungsfähigem Equipment, ebenso eine Entlastung für die Eltern beim Homeschooling.“, heißt es aus dem Ulmener Rathaus.

Für den Ausbau der digitalen Infrastruktur an den Grundschulen Lutzerath und Ulmen wurden bisher knapp 50.000 Euro investiert. Die übrigen Gelder sollen für die interne Vernetzung der digitalen Ressourcen in Form eines eigenen Schulservers sowie der weiteren Aufrüstung des digitalen Equipments eingesetzt werden.